EKF regional Seminar in Sibiu Romania

am Wochenende 20./21. August 22 fand das EKF regional seminar erstmal in Romania statt. Der Lehrer waren Laurence Oriou and mich jeweils Kyoshi 6. Dan vom EKF Shidoiinkai. Am Freitag war ich von Düsseldorf über München nach Sibiu geflogen. Das Flugzeug von München nach Sibiu war so klein, so dass ich den Bogen nicht transportierten könnte. Zum Glück hat eine Seminar-Teilnehmer aus Niederlands meinen Bogen und Pfeil mit dem Auto am Dienstag in Waldniel abgeholt und sicher nach Sibiu transportiert. Am beiden Tagen hatten wir über 30 Grad draußen, etas gleich in der Sporthalle jedoch ohne Wind mit hohen Luftfeuchtigkeit. Wie immer war es sehr herausfordert im Kimono zu schießen.

Nach dem Abendessen gegen 21:30 Uhr hat die Organisator angefangen, Azuchi und Shajo zu bauen. In der Zwischenzeit habe ich mit Laurence über den gesamten Ablauf für nächsten 2 Tagen gesprochen. Die Bauarbeit ging bis 3 Uhr morgens…..

Am Samstag begann das Seminar mit den Gäste, Japanische Botschafter in Romanian und Vize-Bürgermeisterin Stadt Sibiu. Nach der Eröffnungszeremonie fand das Yawatashi mit Ite Laurence, Daiichi Kaizoe Traian (Gründer des romanischen Kyudoverband) und Daini Kaizoe Soren aus Dännmark statt. Die Teilnehmer war insgesamt 49 aus verschiedenen Ländern. Wir haben die Gruppe in zwei Shajo geteilt und unterrichtet. Am Nachmittag fand die Embu (Demonstration) in Form eines Mochimato Sharei mit Laurence, ich, Traian und Ovidiu (Präsident romanischen Kyudoverband). Abends waren wir in der Innenstadt draußen mit dem Essen lang bis Mitternacht unterhalten.

Am Sonntag eröffnete das 2. Tag mit dem Yawatashi Ite ich, Daiichi Kaizoe Ovidiu, Daini Kaizoe Konstantin (Frau von Traian) Die Gruppe bleib in dem gleichen Shajo und Lehrer wechselte da Shajo, so dass die Teilnehmer den Unterricht von dem unterschiedlichen Lehrer erhalten könnten. Leider musste ich gegen 14 Uhr das Seminar vorzeitig verlassen, da mein einzigen Flug gegen 16 Uhr abgeflogen.

Die Stadt Sibiu „Hermannstadt“ wurde ursprünglich von Deutsche errichtet und eine geheim Urlaubsort für Deutsche Tourismus. Sehr schöne historische Innenstadt mit den 100 Augen (Umluftröhren für Keller am Gebäude, die wie Augen aussieht) Es gibt sämtliche Sehenswürdigkeiten rundum Sibiu. vielleicht nehmen ich bei den nächsten Gelegenheit mehr Zeit außerhalb des Seminars umzuschauen.

Dansk+ Gasshuku 2021

am letzten September-Wochenende kamen acht Schützen aus Kopenhagen, drei aus Berlin und eine aus Hamburg nach Waldniel zusammen.

Bereits am Freitag reisten alle Gasshuku-Teilnehmer nach Waldniel an und gemeinsam miteinander zwischen unseren Mitglieder und den Gästen begrüßt und an der Feuerstelle eine gemütliche Runde gemacht.

Am 1. Tag haben wir erst in Kimono das TaiHai „intensiv“ geübt. Am Nachmittag haben wir durchgehend mit dem Thema Schießtechnik beschäftigt. Es war auffällig, dass viele Teilnehmer falsches Zielbild hatten und so schwer getan haben diese umzustellen. Aus diesem Grund wurden zusätzlich Theorie Stunden über Einflüsse für Trefferbild gemacht.

Am 2. Tag begann das Gasshuku wieder mit dem TaiHai in Kimono, um die Vortagskorrektur umzusetzen. Die Berliner müssten direkt nach dem Mittagsessen auf dem Heimweg sein. Am Nachmittag hatten wir keine Wettkampfsübng gemacht.

Online Seminar in Kopenhagen

Ursprünglich hätte das Seminar in Kopenhagen am 17./18. Oktober stattfinden. Da die Stadt und Umgebung Kopenhagen das Risikogebiet geblieben war, stellte das Seminar spontan „Online“ statt „Offline“ um. Die Austragungsorte wurde gesplittert im Ryu-Sui-Kan Kyudojo in Waldniel und in der Sporthalle in Kopenhagen.

am 1. Tag wurde das Seminar wie gewohnt mit Yawatashi begonnen jedoch im Dojo in Waldniel und dann die Aufnahme wurde live in Kopenhagen übertragen. Anschließend haben die Seminar-Teilnehmer in Kopenhagen geschossen. So lief das Seminar weiter. Es ist natürlich die Einschränkung für den Unterricht, da das Kamera nur eine Richtung permanent aufnimmt oder manchmal die Internetverbindung verlangsame geworden war. Man musste die Themen aussuchen oder improvisieren innerhalb den limitieren Rahmenbedingungen.

Die Teilnehmer waren durchaus begeistert, da das Seminar nicht komplett ausgefallen war und viele Teilnehmer haben erstmal mich egal persönlich oder im Internet kennengelernt haben. Es war all Fälle eine gute Erfahrung in der Form das Seminar durchzuführen. Möglicherweise wird es die Geschichte in der Zukunft, welche das Seminar grundsätzlich per Online stattfindet und nur gelegentlich persönlich stattfindet.

Zweite Kyu-Prüfung – erster Grad der Verunsicherung

Mönchengladbach, Krahnendonkhalle, 19. September 2020. Zwei Jahre Kyudo, zweite Kyu-Prüfung: Das hört sich gut an, finde ich. Die letzten Wochen habe ich intensiv trainiert, Theorie geübt, meine Sehne schön gemacht, bin pünktlich in der Halle erschienen, habe nichts vergessen, ausgeschlafen bin ich auch, die Haare sitzen, ich bin gut gelaunt. Was sollte jetzt noch schief gehen? Ich freue mich auf das Vorschießen der ersten zwei Pfeile.

In meiner Riege bin ich als letzte an der Reihe – wir vier streben heute den 2. Kyu an – lege den ersten Pfeil ein, hebe den Bogen, ziehe ihn langsam auf, es läuft wie am Schnürchen. Der Pfeil fällt. Der Pfeil fällt? Ja er fällt einfach zu Boden. „Shitsu ist kein Problem, das hast du geübt“, denke ich und beseitige meinen Fehler zügig und mit Gelassenheit. Ein Helfer holt ihn ab. Der zweite Pfeil wird dafür umso besser. Und genauso sollte es kommen, denn ich übertreffe mich diesmal selbst, als der zweite Pfeil, begleitet von einem unwillentlich geäußerten Ausruf des Entsetzens, laut scheppernd zu Boden geht.

Ich möchte jetzt nach Hause. Aber das geht nicht, denn es ist erst 11:30 Uhr – die Veranstaltung hat gerade erst begonnen und ich habe in den ersten Minuten bereits eindrucksvoll meine Fehlleistungen Pflöcken gleich lauthals eingeschlagen. „Läuft“, denke ich. Und was nun?  Auf Tischtennis umsteigen? Vom Bewegungsablauf deutlich zu kompliziert! Als ich beginne über Nordic Walking als neuen Sport nachzudenken, spricht mich meine Vereins-Kollegin Dagmar an: „Sabine hast du auch bemerkt, wie schwer sich die Pfeile aus dem Styropor hinter der Zielscheibe ziehen lassen? – Ach ne, du musstest deine ja gar nicht ziehen gehen“, korrigiert sie sich gleich darauf betreten. Wir beide müssen herzlich lachen, das tut gut.

Und dennoch bin ich jetzt verunsichert, habe das Gefühl, heute keinen Pfeil mehr ordentlich schießen zu können. Woran liegt das nur?

Natürlich, Kyudo ist kompliziert! Manchmal kommt es mir vor wie ein riesen Puzzle. Als Kyudo-Anfänger freut man sich wie ein Vorschulkind, wenn es einem gelingt, die vier bis fünf riesigen Puzzle-Teile aus dicker Pappe ungelenk zusammenzuhauen und man tatsächlich das korrekte Bild eines Marienkäfers oder Teddybären zum Vorschein bringt. Doch dann werden die Puzzle-Teile immer mehr und kleiner, feiner, die Bilder größer und komplizierter. Da bin ich noch lange nicht, aber ich würde sagen, dass ich jetzt schon fast ein kleines Katzen-Bild puzzeln kann. Heute habe ich allerdings den Überblick über die Teile verloren, ich habe nicht mal die Ecken gefunden oder den Rand legen können. Deutlich besser läuft es nämlich auch in den kommenden Übungsrunden nicht. Mir fällt zwar kein Pfeil mehr runter, aber ich komme auch nicht recht in den Bewegungsablauf hinein. Alles ist entweder zu locker, zu steif, zu kontrolliert – von allem eben ein bisschen „zu sehr“, sodass ich zunehmend verunsichert bin.

Es ist inzwischen nach 17 Uhr und die Prüfung steht an. Nur noch zwei Pfeile, die letzten für den heutigen Tag – und auch die entscheidenden. Jetzt muss ich noch einmal alles aus mir herausholen. Je mehr ich darüber nachdenke, erscheint es mir auch wieder als ein „zu“ viel „zu“ gezwungen und ich frage mich, warum ich eigentlich hier bin. Ich bin heute hier, weil mir Kyudo Freude macht, weil ich gern mit Pfeil und Bogen schieße, weil ich den Klang liebe, wenn sich der Bogen biegt,  der Pfeil sausend fortjagt und – vielleicht sogar – mit einem satten Plopp-Geräusch das Papier des Matos durchschlägt. All das macht mir einfach Freude!

Also besinne ich mich bei den letzten beiden Pfeilen des Tages allein darauf. Freude am Kyudo. „Plopp“, der erste Pfeil macht einfach nur Spaß; der zweite hinterlässt das gute Gefühl, es womöglich heute geschafft zu haben.

„2. Kyu“, heißt es bei der Bekanntgabe an diesem Nachmittag für meine Vereinskollegen Dagmar und Joachim – und tatsächlich auch für mich. Zumindest die Puzzle-Ecken habe ich wohl noch rechtzeitig gefunden.  – Sabine Kückemanns (2.Kyu)

2. KihonTai Workshop in Köln am 1. Dezember 2019 Dozent: Shigeyasu Kameo

Am 20.01.2019 fand der 1. KihonTai Workshop in Köln statt,  der 2. Workshop sollte daran anknüpfen. Diesmal fanden 23 Kyudoka aus verschiedenen Vereinen den Weg in die Halle Mainstraße 75, 50996 Köln-Rodenkirchen, angesetzt war die Zeit von 10:00 bis 15:30 Uhr. Wir, der Kyudo in Waldniel e.V. nahm mit 8 Personen teil.  Für mich, der ich im Juni 2019 mit dem Kyudo begonnen habe, war dies der erste Kyudo Workshop.

In der Turnhalle Vorort hat sich Karin Körner von der Kyudo Gruppe Köln e.V. mit ihren Vereinskollegen schon um das leibliche Wohl in den Pausen mit kalten & warmen Getränken sowie Speisen gekümmert, einen weiteren bescheidenen Anteil steuerten wir hinzu. Pünktlich um 10:00 Uhr konnte der Workshop beginnen. Alle Kyudoka richteten zunächst ihre ganze Aufmerksamkeit auf eine Vorführung von Shige, er führte die Hassetsus mit dem Kimono aus.

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Danach erfolgte ein theoretischer Teil der von Shige vorgetragen wurde, ausgehend vom Titel des Workshops „Kihontai“:

Die grundlegende Form (Kihontai): Ein Schießen, das sich lediglich auf den vollen Auszug (Kai) und den Abschuß (Hanare) reduziert, geht am Wesen des japanischen Bogenschießens vorbei. Vielmehr ist die Qualität der Grundhaltung und die der allgemeinen Bewegungen vor und nach dem Abschuß (Hanare) besonders zu pflegen. Jede Entwicklungsstufe ist vom Kyudoka im einzelnen zu durchlaufen, um letztlich die nächste Stufe anzustreben.

Vereinfacht könnte man das Prinzip so beschreiben: Die Bewegungen des Körpers sollen gleichzeitig (alle Körperteile) – in gleicher Richtung und in gleicher Geschwindigkeit geschehen.

Tai no warikomi: der gestreckte Körper wird nach vorne bewegt, welches ein Öffnen des Brustkorbes im Abschuss zur Folge hat.

In einer Partnerübung zu dritt wird die Wirkung des Tai no warikomi anschaulich verdeutlicht und von jedem Kursteilnehmer körperlich erfahren, wobei die zwei Partner die an den Händen des Übenden Druck zum Körper ausüben, dem Widerstand des Bogens entsprechen. Das Besondere an dieser Übung ist zum einen die körperliche Erfahrung der Person die den Bogenschützen darstellt und zum anderen der Außenstehenden die die Dynamik ebenfalls aus ihrer Position heraus erleben.

Im Anschluss bekam jeder die Möglichkeit seine ersten Erfahrungen im Schießen auf das Mato bzw. das Mariwara (ich) bewusst einfließen zu lassen.

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Es folgten weitere praktische Übungen die von Shige sehr anschaulich vorgeführt wurden, immer dem Prinzip folgend: gleichzeitig – gleichgerichtet – gleichschnell.

Dies waren Übungen des Gehens – des Aufstehens – des Bewegens im Kniestand, usw.

Im Anschluss hatten alle Kyudoka Gelegenheit Ihre Bewegungen zu üben.

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In einem weiteren theoretischen Teil erklärte Shige sehr anschaulich 

Die Grundprinzipien des Schießens und der Schießkunst „Shaho Shagi no Kihon

  1. Bogenstärke
  2. Basis Körperhaltung/ Bewegung
  3. Ikiai (Atmung)
  4. Mezukai (Blickführung)
  5. Shinki no hataraki (Herz, Geist, Arbeit)

Diese 5 Punkte stehen für:

  1. Die Technik
  2. Den Körper
  3. Den Geist
  4. Den Raum
  5. Die Zeit.

Nur wenn alle Punkte erfüllt sind, ist eine optimale Form und folglich Zielführung möglich.

In einer weiteren längeren praktischen Einheit gab es die Möglichkeit erlernte Erfahrungen einfließen zu lassen im Schießen aufs Mato.

In einem kurzen Exkurs erklärte uns Shige das der immer noch genutzte Bogen im Kyudo dem des 15. Jahrhunderts entspricht, was uns verdeutlicht das zur damaligen Zeit die Notwendigkeit bestand den Körper möglichst ökonomisch zu nutzen und zudem die Menschen ihren Körper viel besser kannten (als wir heute) und sich auf diesen verlassen mussten.

Zum Ende schloss sich der Kreis mit einer weiteren Vorführung von Shige, wir wurden hierzu angehalten das an diesem Tag Erlernte/ Erfahrene in unsere Beobachtungen einfließen zu lassen.

Alles in allem ein Tag mit vielen neuen Eindrücken und Erfahrungen, dem Üben in einem unbekannten Umfeld (Raum) und der Herausforderung sich darauf einzulassen. 

Im Abschluss ein Dank an Shige für die neuen Einblicke und erfolgten Korrekturen.

Uwe Schwerdtner

Freundschaftsschießen mit Freunden aus dem „Kyo-Ren-Kan“ Kyudojo in Nuenen

Am 26.09.2019 konnten wir Andre Schiebroek und die Schützen aus dem „Kyo-Ren-Kan“ Kyudojo in Nuenen begrüßen. Durch das Kyo-Ren-Kan Kyudojo kam es auch zur ersten Spende für die Glastüren, die seit kurzem eingebaut sind.

Alle Schützen waren gut gelaunt und motiviert. Mit milden 20 °C und Sonnenschein hatten wir außerdem perfekte Voraussetzungen für das Training.
Zu Beginn des Trainings sollte jeder als Kaltstart in 3er Gruppen im Taihai vorschießen. Danach war bis zur Pause freies Schießen angesagt.

In der Mittagspause wurden die Schützen von Heikes hervorragenden Kochkünsten verwöhnt und für den anstehenden kleinen Wettkampf gestärkt.

Vor dem Wettkampf, bei dem von jedem Schützen 4 Pfeile geschossen wurden, sollte von jedem die Trefferchance über alle Treffer geschätzt. Am Ende lagen Joop und Björn mit einer geschätzten Trefferquote von 23% am nächsten am Ergebnis.

Wir freuen uns auf das nächste Freundschaftsschießen in Nuenen oder in Waldniel. – Jonas Reich –

3. Kyu Prüfung – oder die Kunst, an alles zu denken

Warum bin ich eigentlich so aufgeregt? Ich stehe an dem mit zwei Klötzen angedeuteten Eingang zum Dojo in der Sporthalle Krahnendonk in Mönchengladbach und werde jeden Moment die erste Riege Schützen zur Honza führen. Wir vier streben in der heutigen Prüfung den 3. Kyu an. Mit dabei: Meine Vereinskollegin Dagmar. Ebenso Frank, der sich in einer der später folgenden Riegen der Prüfung zum 2. Kyu stellen wird.
Ich wurde als Omae eingeteilt, da ich – mit nicht ganz einem Jahr Kyudo-Alter – die jüngste hier bin. Die Position vorn kommt mir sehr entgegen, sonst wäre ich vermutlich noch aufgeregter. Warum das so ist? Während ich auf das Kommando zum Start warte, denk’ ich darüber nach.

Ist es das Schießen? Nein, das ist es nicht. Auch nicht so sehr die Prüfung. Die Wahrheit ist – und das ist das eigentlich Unangenehme – ich kann mir die Abfolge der einzelnen Schritte und Hassetsus einfach nicht merken. Noch am Vorabend der Prüfung habe ich beim Training eine besonders „kreative“ Variation des Taihai zur Aufführung gebracht.
Um ehrlich zu sein, bin ich mit den einzelnen Hassetsus schon sehr beschäftigt. Kommen jetzt noch Schritte und Bewegungen des Taihai dazu, befinde ich mich im Grenzbereich des Machbaren. Soll ich mich in der Situation noch mit anderen Schützen und deren Bewegungen synchronisieren und das Timing halten, bin ich raus. Mir dämmert langsam, warum ich beim Kinderballett immer allein tanzen musste. Heute, als Omae, irgendwie auch und das ist vermutlich auch gut so.

Start: Es geht los. Schritt, Schritt, Verbeugung vor der Kamiza, ich zähle langsam bis acht, immer und immer wieder bis ich an der Honza ankomme.
Mit Shigeyasu Kameo, unserem Trainer, habe ich in Vorbereitung auf die Prüfung das Atmen geübt. Das klingt banal, aber es hilft. Er hat mir gezeigt, wie und wann ich bei den Hassetsus ein- und ausatmen muss, damit ich jeden einzelnen Schritt des Bewegungsablaufs konzentriert ausführen kann; ganz so, als trüge man Scheuklappen. Für mich ist das sehr wichtig.
Wie gesagt, ich kann mir die einzelnen Schritte des Taihai nur schwer merken. Diese sind mir gelegentlich so schleierhaft wie der Verbleib meines Autoschlüssels, den ich schon nach stundenlangem Suchen an Orten wie dem Gefrierfach des Kühlschranks wiedergefunden habe. Wenn man mich hingegen heute fragt, was Tante Helga Weihnachten ’96 anhatte, dann weiß ich das. Was nach Ushiokoshi kommt, leider nicht.
Daher bin ich auch so aufgeregt und mache alles viel zu schnell. Von Ashibumi bis Hanare in unter zehn Sekunden? Für mich kein Problem! Natürlich ist es eines und ich weiß, dass ich heute nur bestehen werde, wenn ich die Bewegungen sauber, der Reihe nach und langsam ausführe. Also atme ich konzentriert und bin gespannt wie der Bogen im Kai, will an alles denken, will nichts vergessen. Gelingt es mir?
„Sabine, 3. Kyu“, heißt tatsächlich nach der Prüfung bei der Bekanntgabe der Ergebnisse, ich habe es geschafft.

Dagmar und Frank haben es auch geschafft und wir drei albern nach bestandener Prüfung beschwingt auf dem Parkplatz, als unser Trainer Shige zu uns kommt und fragt: „Sabine, hast du nichts vergessen?“
„Nein“, sage ich strahlend, „heute, so hoffe ich doch, nicht!“
Verschmitzt lächelnd zieht Shige einen blauen Bogenschuh hinter seinem Rücken hervor. „Ist das nicht deiner?“ Wir müssen alle lachen.
Der Bogenschuh ist aber auch wirklich klein, den kann man in einer so großen Halle doch leicht mal übersehen… (Sabine Kückemanns)

„hori to ito taikai“, „Kampf mit Nadel und Faden“, ein besonderer Wettkampf!

Am Samstag, dem 10.August 2019, nahmen wir vier niederrheinischen Kyudoka Heike, Angie, Sabine und Dagmar am „Kampf mit Nadel und Faden“ teil, Siegerprämie: ein selbstgenähter Gi! 11 Frauen und 5 Männer suchten sich bis 11:00 Uhr ihre Plätze im großzügigen Näh- und Zuschneideraum des Hauses der Jugend in Hamm.

Nach offizieller Begrüßung durch Marita begann der „Wettbewerb“. Geschätzte 75% der Teilnehmer hatten zu Beginn des Tages keine Ahnung vom Nähen und Zuschneiden. Zuerst mussten die individuellen Körpermaße bestimmt und von Netto- in Bruttomaße, also mit Nahtzugabe, umgerechnet werden. Den Stoff auf Maritas Art zu zerreißen statt zu schneiden war eine große Überwindung. Der sorgfältig vorgewaschene und gebügelte Stoff wurde so in immer mehr und immer kleinere Teile zerlegt. Um ihn dann wieder zusammenzunähen lehrte Marita uns Nähtechniken wie die nicht anspruchslose Kappnaht bei der jeder Arbeitsschritt sorgfältigst ausgeführt werden muss bevor der nächste folgen kann. Uns war klar, dass diese Kappnaht nur funktionieren würde wenn wir uns sehr konzentrieren und auf jeden Schritt des Nähablaufes achten könnten. An dieser Stelle mussten wir dringend unsere Energiespeicher mit den von allen Teilnehmern mitgebrachten Köstlichkeiten auffüllen. Alle Kyudokas arbeiteten im Verlauf des Tages hochkonzentriert am Zuschneidetisch, am Bügelbrett oder an der Nähmaschine.

Das unsere Gis nicht fertig wurden hat letztendlich keinen von uns wirklich gestört. Wir haben ganz viel gelernt, z.B. Stoff passgenau zu zerreißen. Und mit Geduld und heißem Dampf an den Fingern mehrere Stofflagen in eine neue Form zu zwingen, sie dann zügig mit Stecknadeln zu fixieren damit wir diese Form dann an der Maschine vernähen konnten. Geduld brauchten wir auch um einige Nähte wieder aufzutrennen. Dank der hilfsbereiten Gemeinschaft war der Tag eine Übung in Geduld, Ausdauer und Konzentration bei maximaler Selbstbeherrschung. Marita war wie ein Fels in der Brandung. Unsere ratlosen Fragen nahm sie auf und verwandelte sie in konkrete hilfreiche Arbeitsanweisungen oder direkt in praktische Hilfsnähte. Ihre anschaulichen Erklärungen am Zuschneidetisch und ihre Infos per Mail werden uns helfen in einem weiteren Treffen die Gis als Kleingruppe fertigzustellen.

Und zum Schluss kann ich sagen, dass ich meinen ersten auswärtigen Eintrag in den Kyudopass bekommen habe. (Beitrag von Dagmar Ninnemann)

3. Tr-Ausbildungsseminar in Waldniel

Am Wochenende dem 29./30. Juni fand das 3. Trainer-Ausbildungsseminar WEST in Waldniel statt. Insgesamt arbeiteten 15 Trainer-Auszubildene und 2 Trainer-Supervisoren unter richtig heißen Temperaturen fleißig zusammen.

Am Samstag waren die Themen a) Dojo-Etikette, b) Schulspezifische Schießtechnik und c) Materialkunde Bogen. Alle Teilnehmer haben mit über die verschiedenen Themenbereiche im Team gearbeitet und an der Präsentations- und Vermittlungstechnik geübt. Abends wurde ein freies Training nach dem Abendessen angeboten. Es war sehr² locker und lustig.

Am Sonntag waren die Themen a) Pädagogik und Führungsstile, b) Kyudo-Geschichte und c) Anfängerunterricht mit der Zwille. Zum Thema Kyudo-Geschichte mussten die Teilnehmer einen 1-minütigen Vortrag über Kyudo-Geschichte vorbereiten. Es war eine extrem gute Übung aus sehr vielen Informationen nur die wichtigsten zusammenzustellen. Nach der Mittagspause haben die Teilnehmer die Anfänger mit der Zwille unterrichtet. Die Gruppe hat die Heki-Technik (der Bogen wird seitlich gehoben) an die Probanden unterrichtet, die sonst Shomen-Technik (der Bogen wird körpermittig gehoben) üben.  

Es war richtig heiß (34°C im Dojo) aber ein sehr harmonisches und lehrreiches Seminar für die Auszubildenden und Ausbilder.

Bundeslehrgang Shomen-Technik in Neuburg

Am Wochenende dem 18./19. Mai 2019 fand ein Bundeslehrgang in der historische Stadt Neuburg an der Donau unter Leitung von Lilo und Shige mit 23 Teilnehmern statt. Der Teilnehmerkreis bestand aus Mato-Schützen vom 4. Kyu bis 2. Dan und den lizenzierten Trainern. Es war ein einmaliges Konzept das Seminar in 3 Gruppen (Lehrer / Trainer / Teilnehmer) zu teilen und in den kleinen Gruppen den Unterricht zu üben (Trainer) und von den Trainern die Korrekturen zu bekommen (Teilnehmer). 

Am 1. Tag begann das Seminar mit dem Yawatashi (Ite: Lilo, Daiichi-Kaizoe: Shige, Daini-Kaizoe: Marco). Anschließend haben die Trainer und die Teilnehmer das Hitote im Taihai geschossen. Danach wurde das Thema über Daisan und Hikiwake in der Shomen-Technik vorgetragen. Das Hauptthema des Seminars war die Unterrichtsübung durch Trainer. Es war eine große Herausforderung für die Trainer und Teilnehmer.

Am 2. Tag begann das Seminar mit dem Yawatashi (Ite: Shige, Daiichi-Kaizoe Stefan, Daini-Kaizoe Ulrich). Danach ging die Unterrichtsübung weiter und es gab zusätzlich Zeit für Schießübungen, um die Korrekturen umzusetzen.

Bundeslehrgang zur Dan-Vorbereitung in Frankfurt

Am 1.-3. Mai 2019 fand ein Bundeslehrgang zur Dan-Vorbereitung unter der Leitung von Sven und Shige mit 40 Teilnehmern in Frankfurt LSBH (Landessportbund Hessen) statt.

Der Teilnehmerkreis war von Mudan bis 5. Dan, die für dieses Jahr eine neue Graduierung anstreben. Wir haben zwei Gruppen nach Graduierung gebildet und jeweils die Hälfte der Zeit mit einem Lehrer gearbeitet und dann den Lehrer gewechselt. Abends konnte man dort frei trainieren und anschließend wurden die genutzten Matos durch die Teilnehmer geklebt. Das Seminar ging insgesamt 3 Tage und war für alle Beteiligten erfolgreich. Zum Schluss haben die Teilnehmer die Prüfungs-Durchgänge in nahezu realer Situation inklusive sitzen auf den Stühlen im Wartebereich praktiziert. Das Gebäude vom LSBH war hervorragend, da man dort ohne Umstände trainieren, Essen, Schlafen und auch Kyudo-Sachen einkaufen konnte, wie bei einem Gasshuku.

Ich wünsche Euch allen viel Erfolg bei der Prüfung!

Persönlich war es meine 6. Kyudo-Seminar Woche hintereinander. Jedes Mal ist es eine große Herausforderung, vor den Teilnehmern vorzuschießen. Nach Rücksprache mit Sven hatten wir an allen 3 Tage mit einem Yawatashi begonnen. Am 1. Tag war es in Form einer Hitotsu Mato Sharei mit dem Gensoku no Maai, da es nicht häufig praktiziert wird. Am 2. Tag war es in Form einer Hitotsu Mato Sharei und am 3 Tag in Form einer Tachi-Sharei.

Danke für eine Teilnehmerin, die uns die Aufnahmen zur Verfügung gestellt hat. Nur so können wir unsere Durchführungen reflektieren und uns weiter verbessern.

Bundeslehrgang Sharei in Düsseldorf

Am 6./7. April 2019 fand das Sharei Seminar unter der Leitung von Connie und Shige mit 16 Teilnehmern in Düsseldorf statt. Das spannende und herausforderte Thema lautete Entwicklung der persönlichen Präsenz in den verschiedenen Sharei-Formen und die Rolle als Kaizoe.

Einige Gruppen reisten bereits am Vortag nach Waldniel und haben an dem Vereinstraining teilgenommen.

Am 1. Tag begann das Seminar mit dem Yawatashi in Form eines Mochimato-Sharei durch die Lehrer. Danach haben die Teilnehmer das Raumgefühl über verschiedene körperliche Übungen geübt. Anschließend haben sie in der Sharei-Form diese weiter praktiziert. Um den Raum wahrzunehmen braucht man zusätzlich noch Zeitgefühl. Aus diesem Grund mussten die Teilnehmer über die benötigte Zeit für das Mochimato-Sharei pro Durchgang eine Prognose abgeben.

Am 2. Tag begann das Seminar mit dem Yawatashi in Form einer Hitotsumato-Sharei durch die Lehrer. Eine Teilnehmerin fragte uns über die Dauer des Sharei, die sehr präzise beantwortet wurde. Anschließend haben wir in 3er Gruppen alle Rollen (Ite, Daiichi- und Daini-Kaizoe) und das Timing mehrfach ohne Bogen & Pfeil praktiziert. Später wurde es auch praktisch mit Schießen praktiziert.

Erfahrungsbericht von meinem ersten Kyudo-Workshop

Am Sonntag, 20. Januar 2019 trafen sich der Waldnieler Kyudo-Verein und drei Kölner Vereine zu einem gemeinsamen KihonTai-Workshop in der Dom-Stadt. Für Work-Shop-Leiter Shigeyasu Kameo eine Herausforderung: Denn die Kyudo-Erfahrung der 25 Teilnehmer reichte von lediglich drei Wochen bis zu über 30 Jahren.

Los ging es am Sonntagmorgen um 10 Uhr in der Sporthalle der Grüngürtelschuhle in Köln-Rodenkirchen. Für einige Bogenschützen aus Waldniel eine völlig neue Erfahrung, da im hiesigen Dojo bei jedem Wind und Wetter draußen trainiert wird. Bei Außentemperaturen um den Gefrierpunkt war die wohltemperierte Sporthalle somit eine angenehme Ausrichtungsstätte für den rund fünfstündigen Workshop.
Die Tatsache, dass das Teilnehmerfeld über völlig unterschiedliche Kyudo-Erfahrungen verfügte und vom „blutigen“ Anfänger bis zu unterschiedlichen Dan-Trägern mit über 30 Jahren Praxis im japanischen Bogenschießen alles vertreten war, stellte für Workshop-Leiter Shige kein Problem dar. Vielmehr sei es so, dass KihonTai – also die Lehre der Balance jeglicher Körperbewegungen – nicht nur im Kyudo eine Rolle spiele, sondern auch in den alltäglichen Bewegungsabläufen Einzug halten und weiter entwickelt werden solle. Wie stehe ich? Wie sitze ich? Wie knie ich, oder stehe auf? Und dies alles in Balance und unter Einbeziehung des gesamten Körpers. Nach einer theoretischen Einführung gab es viele praktische Übungen in heiterer Atmosphäre. Es wurde gemeinsam geübt, hier und da auch gestolpert und gelacht.
Beim anschließenden Training schossen die fortgeschrittenen Schützen auf die insgesamt 11 Mato, die Anfänger übten sich vor dem Makiwara. Dabei bedachte Workshop-Leiter Shige die Teilnehmer immer wieder mit individuellen Tipps und praktischen, hilfreichen Hinweisen.
Auch das persönliche Gespräch in den Pausen kam nicht zu kurz. Bei einem Kaffee, oder einem Stück selbst gebackenen Kuchen wurde viel geplaudert und sich über die unterschiedlichen Schießtechniken und natürlich die Umsetzung der neu erlernten KihonTai-Techniken unterhalten.
Ein gelungener, harmonischer und lehrreicher Workshop – bei angenehmen Plusgraden.

Ob die Waldnieler nach dieser Erfahrung ihr wunderschönes Dojo gegen eine warme Sporthalle eintauschen würden? Niemals!, so die einhellige Meinung. Dann lieber ein paar Wollsocken unter die Tabis und eine vierte und fünfte Kleidungsschicht unter Hakama und Keiko Gi. Der Lohn: Eine unvergleichliche Trainings-Atmosphäre und – Richtung Mato – der zauberhafte Blick über den unter Eis schlummernden Koi-Teich.

Written by Sabine Kückemanns (2 Monate Kyudo-Alt)

ShogoSeminar in Rom

am Wochenende 22./23. September 2018 fand das EKF Shogo-Seminar in Rom statt.
Die Teilnehmer kamen insgesamt 22 Personen (15x Renshi / 7x Kyoshi) aus 6 Länder (DE/CH/AT/FR/UK/IT) im


Die Kyoshi-Gruppen treffen sich bereits am Freitag im Dojo, über verschiedene Themen zu besprechen und miteinander zu trainieren.

Am 1. Tag wurden die Teilnehmer in der Innenstadt um 7:45 Uhr von der italienischen Organisation abgeholt und wir sind gut Stunden zum Dojo gefahren. Pünktlich um 9:00 Uhr hat der 1. Tag mit Kaikoshiki (Opening Zeremonie) begonnen, wo der Seminarleiter (Feliks Hoff) und Präsident des EKF (Gérald Zimmermann) die Rede gehalten haben. Das Yawatashi wurde durch jüngste Kyoshi und zwei Renshi (Martin S, Luca L) als Kaizoe vorgenommen. Anschließend wurde das Hitote durch Renshi-Gruppe vorgenommen, die von die gruppenzuständige Kyoshi kommentiert bekommen. Nachmittag wurde einer Vortrag über Anatomie mit Atmung von Feliks vorgenommen. Abends hatten wir in der Innenstadt gemeinsam zum Abend in der Nähe von Trevi-Brunnen und Spanische Treppe gegessen.

Am 2. Tag begann das Seminar mit Hitotsu Mato Sharei durch drei Kyoshi (Charles O, Laurence O, Gérald Z.). Nach der Mittagszeit müssten einige Leute nacheinander das Seminar verlassen und restliche Schützen haben fleißig unter 30 Grad mit der hohen Feuchtigkeit das Shagi Kenshu (Studieren der Schießtechnik) gemacht.

Insgesamt haben alle Teilnehmer durchgehend gemeinsam im Kimono Durchgeschwitzt, aber es war irgendwie sehr angenehm im offenen Dojo noch den „Sommer“ zu genießen.

Das ShogoSeminar 2019 findet voraussichtlich im September in Hamburg Deutschland statt. Vielleicht sehen wir dort einige neue Shogo und neue graduierte Shogo.

Bericht über EKF Shogo-Seminar auf der Website. http://www.ekf-kyudo.org/event-2018-09.html

Wochenend-Workshop

Am Wochenende dem 15./16.09.2018 fand der Workshop „ein bisschen alles über Kyudo“ für Mitglieder statt. Der Inhalt bestand unter anderem aus:

  • Einrichtung und Herstellung des Kyudojo.
  • Kyudo-Geschichte und Einfluss von den japanischen Kultur.
  • Herstellung der Zielscheiben.
  • Pflege, Arten und Funktionen der Kyudo-Geräte (Yumi, Ya, Kake).
  • Prüfungen / Wettkämpfe im Kyudo

Am 1. Tag haben die Teilnehmer erstmal selbst die Zielscheiben abgerissen und neue drauf geklebt, ein bisschen mehr über die Dojo-Einrichtungen, Kyudo-Geschichte und Geräte „theoretisch“ kennengelernt. Zwischendurch genossen wir den Apfelkuchen und indische Gerichte zum Abend von Heikes Kitchen. Es war auch eine besondere Erfahrung (Gewohnheit bewusst brechen) abends in Smart Casual zu schießen.

Am nächsten Tag haben wir uns auf Wunsch von Mitgliedern um 9:00 Uhr getroffen und vor dem Workshop gemeinsam Dojo-Gelände gepflegt. Anschließend wurde der Vortrag fortgesetzt und „zwischendurch“ geschossen. Es war ein herrliches Spätsommer / Frühherbst Wetter. Alle Teilnehmer haben lang gedehnte Zeit mit dem Kyudo + genossen.

Geschenk von Workshop-Teilnehmer.

Workshop @ Kyo Ren Kan in Nuenen (NL)

Am Sonntag, dem 18.03.2018 fand ein Workshop in unserem Nachbarland in der Nähe von Eindhoven mit Minustemperatur statt. Das Dojo Kyo Ren Kan ist eines der schönsten Dojos in der Umgebung und wurde durch private Initiative 2014 liebevoll mit vielen Details gebaut. Ich hatte es 2017 einige Male besucht und mit trainiert. Dieses Mal wurde ich für einen Mini-Workshop eingeladen. Alle Teilnehmer haben eine solide Basis in TaiHai und eine gute Durchführung der Hassetsus. Das Thema war daher die ideale Bogenführung mit der linken Hand und der Ansatz des Tenouchis. Trotz der wenigen Zeit haben sie sehr schnell den Ansatz für Bogenführung gefunden. In der Pause gab es Tee & Süßigkeiten, zusätzlich hatte der Teilnehmer, der Geburtstag hatte, eine Flasche Sake mitgebracht. Durchgehend lief das Workshop mit toller Stimmung und guter Laune. Nach dem Schießen gab ein Mittagessen. Viele leckere niederländische Gerichte wie warme Suppe, worst broodjes, Sandwiches und Kuchen. Allein durch die Verpflegung wird man motiviert, diesen  Workshop wieder zu besuchen. Hoffentlich wird es nächstes Mal im Sommer stattfinden.

Bericht vom Landeslehrgang in Berlin 2017

Am Wochenende dem 2./3. Dezember fand ein Landeslehrgang in Berlin bei eisigem Wetter jedoch in einer warmen Halle mit 39 Teilnehmern und 3 Lehrern (Shige / Boris Proppe / Rolf Zimmer) statt.

Das Ziel des Lehrgangs war Kihontai (Basis Haltung des Körpers und Geistes) zu verstehen und zu erfahren.  Acht Prinzipien können als Übung für die „Sensibilisierung des eigenen körperlichen und geistigen Zustandes und Raumgefühl“ helfen. Es war sehr gut zu sehen, dass 40 Leute durch die hohe Aufmerksamkeit und Achtsamkeit die Bewegungen synchron machen können.

Am 2. Tag hat die fortgeschrittene Gruppe im Kimono eine Doppel-Mochimato in zwei Shajos vorgeführt.

Kurz vor dem Schluss haben wir vier Gruppen je 10 Schützen nach Graduierung aufgeteilt und in 10er Tachis sollte synchron Taihai durchgeführt, jedoch nacheinander in einem Rhythmus abgeschossen werden. Es war sehr spannend, da die jüngeren Gruppen mehr Gruppendynamik und Raumgefühl gezeigt haben und die Aufgaben für das Wochenende direkt umsetzen konnten.

Anschließend fand eine Kyu-Prüfung statt. Insgesamt 5x Prüfungsanwärter mit etwas überzähligen Prüfer und Prüfungsbeisitzer (auch insgesamt 5 Personen). Alle haben erfolgreich neue Graduierungen erhalten. Herzlich Glückwunsch!

Vielen Dank für die Berliner, die das Seminar Vorort ermöglicht haben.

 

Bericht vom BuL Sharei Düsseldorf

Am 11./12. November fand der Bundeslehrgang „Sharei“ statt. Insgesamt 33 Teilnehmer kamen aus ganz Deutschland nach Düsseldorf. Die angedachten Teilnehmer sind Trainer oder Unterrichtende ab 3. bis 5. Dan. Unsere Aufgabe ist es diese Gruppe nach oben zu bringen.

Connie eröffnete das Seminar mit einem Heki-TaiHai zusammen mit Fritz als Kaizoe. Die Teilnehmer haben schwerpunktmäßig Mochi-Mato geübt. Mein persönliches Highlight für den 1. Tag war das gemeinsame Hitotsu-Mato mit Connie. Obwohl wir nur beim gemeinsamen Seminar zusammen schießen, passte unser Ikiai (Takt) und Kiai (Energie) überein. Wir haben selbst erlebt, was wir den Teilnehmern vermitteln wollten.

Am 2. Tag eröffne ich mit einem Yawatashi zusammen mit Beate als Daiichi Kaizoe und Michael als Daini Kaizoe. Ein eingespieltes Team bringt die Sicherheit und das Wohlgefühl. So, habe ich dieses Mal ein wenig abwechselnde Dynamik in den Ablauf integriert und versuchte, zu demonstrieren, wie man den ganzen Raum (Shajo, Yamichi bis Azuchi) zusammenbringt und füllen kann.

Die Teilnehmer haben danach fleißig die Kaezoe Rolle geübt und selbst Yawatashi geschossen.

Vielen Dank für die Düsseldorfer, die das Seminar Vorort ermöglicht haben.

Teilnahmebericht – BuL Trainer-Kollegium und Gäste in Göttingen

Am 16./17. September fand eine BuL Trainerfortbildung in Göttingen statt. 5x B-Trainer und 14x Gäste, die persönlich zu dem Seminar eingeladen wurden waren dort anwesend. Am ersten Tag bin ich mit Johannes gemeinsam von Erkrath nach Göttingen gefahren. Wir haben für die 270 km 5 Stunden benötigt, wegen einer Vollsperrung auf der A1.

Direkt nach der Ankunft begann das Seminar mit einem Yawatashi. Da sich niemand für die Kaizoe gemeldet hatte, war ich mehr oder weniger automatisch als erster Kaizoe dabei und haben gemeinsam mit Feliks als Ite und Klaus als zweiter Kaizoe die Eröffnungszeremonie (Yawatashi) durchgeführt. Ich erinnere mich an die Deutscher Meisterschaft in Hannover, da ich auch wegen der Verspätung meines Zuges verspätet ankam und zweiter Kaizoe gemacht habe. Es ist beim Yawatashi sehr wichtig, dass alle einen gemeinsamen inneren Takt folgen und alle Energie in der gleichen Richtung führen. Daher war es sehr herausfordernd, gefühlt ohne angekommene Seele, diese Rolle so gut wie möglich zu spielen. Nach der Hitote haben die Teilnehmer von den B-Trainern Kommentare erhalten und anschließend in 3er Gruppen miteinander geschossen. Es hat mir so gut getan, mit anderen Trainer zusammen in einem Raum zu schießen. Es ist ein ähnlich positiver Effekt wie bei dem Dan-Herbstseminar oder 5.Dan Seminar. Nach der Kaffee-Pause wurden die Funktionen oder kommende Ausbildungsinhalte, der zeitliche Aufwand usw., von den jeweiligen B-Trainern erläutert. Abends haben wir im Restaurant Bullerjahn in der Innenstadt über verschiedenen Themen gesprochen.
Am 2. Tag wurde ANKF-TachiSharei (Zeremonie in Standform) vorgestellt und durch die B-Trainer vorgeführt. Anschließend haben die Teilnehmer diese Sharei-Form praktiziert. Nach der Mittagspause wurde das Thema vom Vortag fortgesetzt. Nach der ausführlichen Erklärung und Fragen & Antwort-Runde sind mir viele Sachen klar geworden. Herzlichen Dank.

Der Gegenwart besteht aus der Vision von der Vergangenheit. Der Zukunft besteht aus der Vision von Heute.

Teilnahmebericht von der Prüferfortbildung

Am 25./26. Februar fand die Prüfer-Fortbildung in Göttingen statt. Knapp 40 Trainer (Prüfer) kamen zum Seminar mit B-Trainer (Feliks, Connie, Thomas und Dagmar) und haben die Prüfer-Übung bei 17°C (gefühlte 15°C) durchgeführt. Es war eine sehr gute Gelegenheit mit anderen Prüfern Meinungen auszutauschen und mit der eigenen Beurteilung zu vergleichen. Persönlich bin ich mit der Motivation, Leidenschaft und guten Willen von den jüngeren Schützen aus dem Verein Göttingen, die für das Seminar zur Verfügung gestellt wurden, begeistert. Dieses motivierte mich und reflektierte besonders für eigene Haltung für das Kyudo.

Nie den Anfänger-Geist vergessen. Ich bin immer noch neugierig und motiviert und möchte mehr lernen und besser werde

Bericht vom Bundeslehrgang Frankfurt

Am 18./19. Februar hat ein Bundeslehrgang mit Gerald Zimmermann, Kyoshi 6.Dan, und Shigeyasu Kameo, Renshi 6.Dan, in Frankfurt stattgefunden. Der Lehrgang wurde ausgerichtet für alle Kyudo-Schützen aus verschiedenen Stilen, die Prinzipien des Kyudos erlernen wollen. Insgesamt kamen 38 Teilnehmer aus verschiedenen Regionen vom 2.Kyu bis zum 5.Dan und einem Kyudo-Alter von 3 bis über 30 Jahren. Die Teilnehmer haben am 1. Tag ausführlich über den Sinn und die Bedeutung der Prinzipien und den Einfluss auf das Schießen gelernt und am 2. Tag diese praktisch geübt. Die Pausen-Verpflegung war wie immer tipptopp organisiert und vorbildlich. Ich hoffe, dass der Lehrgang in der Form fortgesetzt wird und wieder im nächsten Jahr stattfinden wird.

 

Bericht vom Landeslehrgang in Berlin

Am 3./4. Dezember wurde ich als Lehrer für einen Landeslehrgang nach Berlin eingeladen. Das Wetter Vorort, die Motivation und die Laune der Teilnehmer (Graduierung vom 6.Kyu bis 5.Dan, Kyudo-Alter von 0 bis 32 Jahre) waren hervorragend. Die Themen waren 1) wie man trifft, besser trifft und immer trifft, 2) im TaiHai Verbindung mit dem Schießen herstellen. Daher war es wichtig, erst über die Eigenschaft des Materials zu wissen und dementsprechende Techniken zu verwenden. Auch wichtig war, den eigenen Körper kennen zu lernen und die Basiskraft aufzubauen. Während des Seminars wurden immer wieder Fragen über den Sinn gestellt. Um das Ziel des Kyudos zu erreichen ist es essentiell „Sinn“ zu finden und sinnvoll diesen zu gebrauchen.

Ich wünsche allen Teilnehmern gute Erholung vom Muskelkater und Freude den „Sinn“ für sich zu entdecken.

 

Der Trainer