2017 Deutsche Meisterschaften in Hannover

Am 6./7. Mai fanden die Deutsche Meisterschaften in Hannover statt. Es war ein sehr spannendes und unberechenbares Wochenende. Auf der Hinfahrt musste der ICE auf Grund einer Strecken-Sperrung umgeleitet werden und somit verzögerte sich meine Ankunft um eine Stunde.

Die Veranstaltung wurde mit einem Yawatashi durch Ite: Feliks Hoff, 1. Kaizoe Sven Zimmermann und 2. Kaizoe Shigeyasu Kameo eröffnet. Anschließend fand die Sempai Einzelmeisterschaft (ab 5. Dan) mit 9 Teilnehmern statt. Persönlich hatte ich 4 von 8 Treffer (50%) und durfte für Platz 3 gegen Klaus Giebel auf eine Zielscheibe (Enkin-Verfahren) schießen, der näher zur Mitte traf. In dieser Gruppe waren Feliks Hoff, Connie Brandl Hoff und Barbare Lemke, die auch vor 40 Jahren an den 1. Deutschen Meisterschaften teilgenommen haben. Feliks als Ehrenpräsident des DkyuBs überreichte ein Erinnerungsheft (Fotos aus 1. Deutsche Meisterschaft) an die beiden Damen. Er sprach über die Kyudo-Entwicklung in Deutschland und dem Sinn des Taikais.

Direkt danach fand die Einzelmeisterschaft mit 36 Teilnehmern statt. Persönlich war ich einer der Wertungsrichter und hatte Punkte in fünf Fächern (0 bis 5) bei der Qualifikationsrunde zu vergeben. Bei der Vorrunde waren die Ergebnisse eher Bescheiden und dementsprechend die Auswertungsergebnisse. Jedoch war die Finale-Runde sehr spannend, da viele tolle Schüsse zu sehen waren und es eine sehr hohe Trefferquote gab.

(Kleine Impression bei der Finale-Runde (Ko-System))

Am 2. Tag begann die Veranstaltung mit Tokubetsu-Embu (Spezial-Demonstration) in Form Hitotsu Mato Sharei durch die Teilnehmer des vortägigen Yawatashi. Anschließend fand die Mannschaftsmeisterschaft mit 9 Mannschaften statt. Persönlich war ich in der NRW-Mannschaft und musste nach der 3. Runde mit Gisela die Position tauschen (3 von 12 Teffern). Am Ende erreichte die NRW Mannschaft Platz 5.

Direkt danach fand die Kyu-Einzelmeisterschaft mit 28 Teilnehmern statt. Persönlich war ich Shajo-Kampfrichter. Wegen der mangelhaften Erfahrung war die Durchführung (Ablauf und TaiHai) etwas durcheinander, jedoch kamen mehr gute Schüsse *1 als bei den Dan-Trägern  bei der Qualifikation (2 Pfeile nach Stilwertung) und sowohl bei der Final-Runde (2x 4-Pfeile).

Bei allen Einzelmeisterschaften fanden spannende und eindrucksvolle Stechen für den 1. bis 3. Platz statt.

*1: zumindest die Leistung, die man besitzt oder sogar besser

Sonntagnachmittag war die Innenstadt von Hannover wegen einer Bomben-Entschärfung evakuiert. Deshalb fuhr die Bahn nicht und es gab keine Möglichkeit von dem Hauptbahnhof abzureisen. Danke an Johannes für das Mitfahrangebot und an meine Frau für die Abholung.

2017 Gasshuku – Tag der Arbeit

Am langen Wochenende mit dem Tag der Arbeit fand das 1. Gasshuku des Jahres in Waldniel statt. Einige sind bereits Freitagabend angereist, um gemeinsam das Gasshuku zu gestalten.

Am 1. Tag haben wir vormittags im Garten an der frischen Luft gearbeitet. Um 13 Uhr begann dann das Gasshuku mit der Eröffnungszeremonie. Die Temperatur war relativ niedrig, jedoch schien die Sonne den ganze Nachmittag. Wir haben intensiv TaiHai geübt und zwischendurch die Sonne genossen. Kurz vor dem Abendessen fand eine Kyu-Prüfung statt. Zwei Frankfurter (Claudia und Frank) haben den 4. Kyu angestrebt und die bestmöglichen Schüsse vor dem Makiwara präsentiert. Nach der mündlichen Prüfung haben die beide erfolgreich den neuen Kyu-Grad erhalten. Nach dem Abendessen hatte man die Möglichkeit, solang man Lust & Laune hat, zu schießen. Das freie Schießen ging bis Mitternacht.

Am 2. Tag hatten wir Glück mit dem Wetter (Tagsüber Sonne um 19°C). Um 8:30 Uhr begann der Tag mit Morgengymnastik im Shajo vor dem Frühstück. Am Vormittag standen das Shajo und das Makiwara-Dojo für freies Training zur Verfügung. Am Nachmittag fand das Schießtraining in der Mannschaft statt, damit die NRW Mannschaft (Jonas, Wolfgang, Gisela, Shige) eine Woche vor den deutschen Meisterschaften zusammen trainieren konnten. Insgesamt wurden vier Mannschaften je 4 Personen gebildet und jeweils 12 Pfeile in der Mannschaft geschossen. Die NRW Mannschaft hat ihre Startreihenfolge festgelegt und in der Reihenfolge hat sie die Sieger-Zeremonie geschossen. Vor dem Abendessen wurde die Gruppe in zwei geteilt. Eine Gruppe hat kontinuierlich trainiert und die andere Gruppe ging um den Hariksee spazieren. Nach dem Abendessen haben einige fleißige bis fast Mitternacht weiter geschossen und andere haben Karten gespielt.

Wie der 2. Tag begann der 3. Tag mit der Morgengymnastik im Shajo vor dem Frühstück bei Regen.

Der Schwerpunkt für den Vormittag war Sharei. Vor dem Mittagessen fand eine Kyu-Prüfung zum 3. Kyu vor dem Mato statt. Sayaka aus Frankfurt hat eine stabile Schießleistung trotz der Aufregung gezeigt und erfolgreich den neuen Grad erhalten. Nach dem Mittagessen fand das Shakai (Schießwettbewerb) mit 8 Pfeilen in der Mannschaft statt. Wegen einem Gleichstand der Trefferzahl mussten zum 1. und zum 3. Platz gestochen werden. Beate setzte sich gegen Berndt nach Izume-Verfahren zum 1. Platz durch  und Kai vor Michael nach Enkin-Verfahren zum 3. Platz. Anschließend fand das Mato-Asobi (Zielspiel) statt. Es ist ein Beweis, was das intensive 3-Tage-Seminar ausmacht. 2 Pfeile (Berndt / Michael) von 9 Schüssen trafen auf Kinteki (san-sun = 9cm Durchmesser), 3 Pfeile (Swantje / Andrea / Shige) von 18 Schüssen trafen auf das Jahres-Mato (ca. 7cm Durchmesser) und 1 Pfeil (Swantje) traft auf 2x4cm Oval-Silber-Scheibe.