Deutsche Meisterschaften in Karlsruhe am 11./12. Juni 2016

Einmal pro Jahr finden die Deutsche Meisterschaften in 3x Einzel (ab 5. Dan, Dan- und Kyu-Träger) und 1x Mannschaftswettbewerb statt. Es ist wichtig, alte Kyu-Jin wiederzusehen und sich sehen zu lassen und die Tendenz der Kyudo-Entwicklung in Deutschland zu beobachten.

Wie immer hatte ich selbst an der Sempai-Meisterschaft (12 Teilnehmer, 4 Durchgänge je 2 Pfeile) teilgenommen. Es war eine relativ entspannte Atmosphäre, aber sehr warm und feucht in der Halle. Reinhard belegt den 1. Platz mit 7 Treffern. Inklusive mein Verhalten haben die Sempai relativ glatt (ohne Hop oder Top) geschossen, jedoch fehlen die Leidenschaft, Entschlossenheit, Ehrgeiz in positive Sinne, die beim normalen Training deutlich mehr vorhanden sind.

Anschließend fand die Einzel-Meisterschaft (32 Teilnehmer, 2 Pfeile für Qualifikation nach Stilwertung und danach KO-Tournament) statt. Einige neue Schütze sind teilweise von der Kyu-Einzelmeisterschaft aus dem Vorjahr dazu gekommen. Das gesamte Niveau wurde deutlich höher. Einige Schützen haben so einfach und natürlich geschossen und waren so geistig befreit. Diese Leute haben dementsprechend höhe Bewertung beim Stilpreis verdient.

Der 2. Tag begann mit der Mannschaftsmeisterschaft (8x Mannschaften, 3er Mannschaft 5x Durchgänge je 4 Pfeile). Das Team Hessen hat 4 Jahre in der Reihe den 1.Platz verdient. Es liegt daran, dass die Mannschaft aus einem Verein (Frankfurt) besteht und dass sie oft zusammen im Team trainieren können. Es ist eindeutlich zu sehen, wie wichtig das ist, völlig verlässlich und vertraut zu sein, bringt die beste Ergebnisse. Persönlich war ich als Kampfrichter im Einsatz und hatte nach der Regelung die Zielbildkontrolle vorgenommen. Insgesamt wurden 4 Treffer nicht anerkannt wegen Zielbild-Fehler.  Es gibt und gab so viele Diskussion über das Zielbild, aber es ist Bestandteil der Wettkampfregelung, die alle Teilnehmer kennen und folgen müssen.

Zum Schluss fand Kyu-Einzelmeisterschaft (23 Teilnehmer, 2 Pfeile für Stilwertung und 3x Durchgänge je 4 Pfeile) statt. Persönlich wurde ich als Wertungsrichter eingesetzt. (Bewertung nach fünf Kategorien, 1) Ashibumi bis Yugamae, 2) Uchiokoshi und Hikiwake, 3) Kai-Hanare, 4) Zanshin, 5) TaiHai) Systembedingt ist eine feinere Differenzierung nicht möglich, aber es ist gut genug, durchschnittliche Meinung zu bilden. Von diesem Wettkampf habe ich so viele Willen, Mut auch Emotion sehen können, die mir persönlich positive Stimulation erzeugt haben.

Zitat vom Wochenende „Shoshin ni Kaere“ (Anfängergeist nicht vergessen)

-Der Trainer-

30 Jahre Jubiläum White Rose Dojo in London am 4./5. Juni 2016

Unserer Kyudo-Wochenende hat schon am Donnerstag in Waldniel begonnen, als Besuch aus Frankfurt ankam. Am nächsten Tag sind wir zusammen mit dem Auto nach Calais und dann mit dem Fähre nach Dover gefahren. Den Abend haben wir mit einem kleinen Ausflug in die Londoner City verbracht.

Am Samstag den 4. Juni begann die Celebration-Ceremony in der Sporthalle durch Mitglieder des White Rose Dojos (ohne Foto). Die ganze Halle wurde mit viel gutem Willen und Energie gefüllt und die Geschichte des Dojos wurde durch verschiedene Zeremonien ausgestrahlt.  Nach der Pause haben die Gäste in Insai-ha, ANKF und Honda Stil jeweils Hitote geschossen.

Nachmittags hatten wir „Fun-Shooting“ im Garten. Wie immer war es einmalig und dabei wurden viele Pfeile von der Eiche gefangen.

Am Sonntag den 5. Juni hatten wir eine „virtuelle Konferenz“ über Skype mit einem Sensei in Japan. Alle Teilnehmer haben ihn mit dem Schießen begrüßt. Nachmittags waren wir leider schon auf den Rückweg nach Deutschland.

Der Trainer