ShogoSeminar in Rom

am Wochenende 22./23. September 2018 fand das EKF Shogo-Seminar in Rom statt.
Die Teilnehmer kamen insgesamt 22 Personen (15x Renshi / 7x Kyoshi) aus 6 Länder (DE/CH/AT/FR/UK/IT) im


Die Kyoshi-Gruppen treffen sich bereits am Freitag im Dojo, über verschiedene Themen zu besprechen und miteinander zu trainieren.

Am 1. Tag wurden die Teilnehmer in der Innenstadt um 7:45 Uhr von der italienischen Organisation abgeholt und wir sind gut Stunden zum Dojo gefahren. Pünktlich um 9:00 Uhr hat der 1. Tag mit Kaikoshiki (Opening Zeremonie) begonnen, wo der Seminarleiter (Feliks Hoff) und Präsident des EKF (Gérald Zimmermann) die Rede gehalten haben. Das Yawatashi wurde durch jüngste Kyoshi und zwei Renshi (Martin S, Luca L) als Kaizoe vorgenommen. Anschließend wurde das Hitote durch Renshi-Gruppe vorgenommen, die von die gruppenzuständige Kyoshi kommentiert bekommen. Nachmittag wurde einer Vortrag über Anatomie mit Atmung von Feliks vorgenommen. Abends hatten wir in der Innenstadt gemeinsam zum Abend in der Nähe von Trevi-Brunnen und Spanische Treppe gegessen.

Am 2. Tag begann das Seminar mit Hitotsu Mato Sharei durch drei Kyoshi (Charles O, Laurence O, Gérald Z.). Nach der Mittagszeit müssten einige Leute nacheinander das Seminar verlassen und restliche Schützen haben fleißig unter 30 Grad mit der hohen Feuchtigkeit das Shagi Kenshu (Studieren der Schießtechnik) gemacht.

Insgesamt haben alle Teilnehmer durchgehend gemeinsam im Kimono Durchgeschwitzt, aber es war irgendwie sehr angenehm im offenen Dojo noch den „Sommer“ zu genießen.

Das ShogoSeminar 2019 findet voraussichtlich im September in Hamburg Deutschland statt. Vielleicht sehen wir dort einige neue Shogo und neue graduierte Shogo.

Bericht über EKF Shogo-Seminar auf der Website. http://www.ekf-kyudo.org/event-2018-09.html

Wochenend-Workshop

Am Wochenende dem 15./16.09.2018 fand der Workshop „ein bisschen alles über Kyudo“ für Mitglieder statt. Der Inhalt bestand unter anderem aus:

  • Einrichtung und Herstellung des Kyudojo.
  • Kyudo-Geschichte und Einfluss von den japanischen Kultur.
  • Herstellung der Zielscheiben.
  • Pflege, Arten und Funktionen der Kyudo-Geräte (Yumi, Ya, Kake).
  • Prüfungen / Wettkämpfe im Kyudo

Am 1. Tag haben die Teilnehmer erstmal selbst die Zielscheiben abgerissen und neue drauf geklebt, ein bisschen mehr über die Dojo-Einrichtungen, Kyudo-Geschichte und Geräte „theoretisch“ kennengelernt. Zwischendurch genossen wir den Apfelkuchen und indische Gerichte zum Abend von Heikes Kitchen. Es war auch eine besondere Erfahrung (Gewohnheit bewusst brechen) abends in Smart Casual zu schießen.

Am nächsten Tag haben wir uns auf Wunsch von Mitgliedern um 9:00 Uhr getroffen und vor dem Workshop gemeinsam Dojo-Gelände gepflegt. Anschließend wurde der Vortrag fortgesetzt und „zwischendurch“ geschossen. Es war ein herrliches Spätsommer / Frühherbst Wetter. Alle Teilnehmer haben lang gedehnte Zeit mit dem Kyudo + genossen.

Geschenk von Workshop-Teilnehmer.

Kyudo Boot Camp

Am Wochenende vom 7. bis 9. September fand das Kyudo „Boot Camp“ in Waldniel statt.

Zwei Teilnehmer (Beate und Michael) sind am Freitag bereits angereist und haben an dem Vereinstraining teilgenommen. Während des Training wurde drei Länder (Japan, Indien, Italien) Teigtaschen von Heikes Kitchen im Dojo serviert. Nach dem Training begann das Boot-Camp mit Grand Prestige 75cl von Hertog Jan Arcen (NL), das super süffig, geschmackvoll, jedoch dabei sehr mild ist. Da das Bier hochprozentig (10%) und mit einem Korken verschossen ist, kann es bis zu 10 Jahre im Keller gelagert werden.

Am nächsten Tag begann das Boot-Camp um 8:30 Uhr mit einer Runde Jogging vor dem Frühstück (2,71 km). Um den Tag durchzuhalten gab es japanisches Frühstück mit Miso-Suppe, Natto (fermentierte Soya-Bohnen) mit Reis, Ofen-Pilzen, Rührei, eingelegtem Gemüse und geräucherter Makrele. Danach wurde das Training mit dem WaterRower (Rudergerät) praktiziert, um die Nutzung des ganzen Körpers zu lernen. Gegen Mittagszeit wurde das Schießen mit Mochimato-Sharei eröffnet. Der Schwerpunkt war die natürliche Bewegung durch kontrollierte Atmung und Hanare durch Hikiwake. Zwischen dem Training gab es japanisches Melonpan (Melonenbrot) zum Kaffee. Vor dem Abendessen haben wir Seilspringen praktiziert, wieder um die Ganzkörperkoordination zu trainieren. Anschließend wurde das Mitori-Keiko durch verschiedene Filme praktiziert.

Am 2. Tag begann das Boot-Camp wie am Vortag mit Jogging (3,06 km), japanischem Frühstück und dem Training mit dem WaterRower. Am Nachmittag wurde das Mochimato-Sharei mit Gensoku no Maai (Wechsel der Schützen befindet sich an der Honza und Shai gleichzeitig) wiederholend praktiziert. Der Schwerpunkt war Kihontai durch Entspannung und Betonung und Übergang der Bewegung. Kurz vor der Abreise wurde das matcha chiffon cake von Heikeskitchen serviert.

Mit dem ganzkörperlichen Krafttraining inkl. kräftigem Bier 🙂 konnten die Schwachstellen erkannt und diese gezielt trainiert werden.

Teilnahmebericht NRW Enteki-Meisterschaft 2018

Am Sonntag, dem 02.09.2018 fand die NRW Enteki-Meisterschaft bei schönem Spätsommerwetter auf dem Gelände des Düsseldojos statt. Persönlich war meine letzte Teilnahme an einem Enteki-Training (Schießen auf 60m Distanz auf freiem Gelände) vor ca. 10 Jahren. Daher war es ein guter Anlass mal in einer anderen Situation zu schießen. Bekanntlich wird das Trefferbild konzentrierter, je kleiner die ballistische Kurve beim Bogenschießen wird. Daher kam mein Bambus-Bogen, der 4-5kg stärker ist, und Bambus-Pfeile, die 4g leichter sind, für das Enteki in Einsatz. Bis zum Taikai hatte ich oft zwischendurch mal 2 Pfeile mit dem Bogen geschossen, aber noch nie 4 Pfeile hintereinander. Aus diesem Grund brachte ich meinen üblichen Bogen als Ersatzbogen mit. Auf jeden Fall war es eine genügende persönliche Herausforderung (Distanz und andere Materialkombination).

Da viele jüngere Schützen noch keine Erfahrung mit dem Enteki hatten, wurden 3 Durchgänge je 4 Pfeile vor dem Taikai als Probe-Durchgang geschossen. Es war sehr auffällig, dass nur meine Pfeile fast waagrecht an der Ziel-Scheibe gelandet sind und  ca. 1/4 Pfeillänge hinter der Scheibe geguckt haben (äußerlich sehr cool geblieben, jedoch innerlich ein kleines Lächeln).  Nach dem 2. Probe-Durchgang (6/8 Treffer) war es für mich klar, dass ich irgendwann den Bogen wechseln musste.

Das Taikai begann mit dem Yawatashi durch unseren NRW-Landestrainer und Ausrichter Johannes Maringer.Der erste Durchgang ging noch sehr gut, 4 von 4 getroffen und davon sind 3 Pfeile in der Mitte gelandet. Ab dem 3. Durchgang konnte ich den 3. und 4. Pfeil des jeweiligen Durchgangs nur mit kämpfen Aufziehen. Gleichzeitig sah ich einen kleinen Schaden an der Sehne (einige Fasern waren gerissen).  Es kam irgendwie trotzdem nicht mehr in Frage, ob ich doch mit dem Ersatzbogen schieße, sondern viel mehr in Frage, ob der Bogen oder die Sehne oder ich zuerst aufgeben zu schießen. So habe ich doch bis zum Schluss vollständig mit diesem Bogen geschossen. Den Preis habe ich gleich erkennen können, nämlich dass ich abends unbrauchbar erschöpft war.

Wegen der wenigen Teilnehmeranzahl (13 Schützen) erreichte ich den 1. Platz mit 12/20 Treffern. Zum Schluss gab es ein spannendes Stechen für den 2. und 3. Platz, die jeweils 9/20 Treffer hatten. Martin setzte sich für den 2. Platz mit dem 2. Pfeil vor Reinhard durch. Zufälligerweise haben die Startnummern 1 bis 3 die ersten drei Plätze belegt. 

Fazit: entweder sollte man mit dem Gerät konditioniert sein oder passendes Material verwenden oder die Geräte wechseln bevor die Batterie leer wird.