1. Gasshuku am Pfingst-Wochenende

Am Pfingst-Wochenende fand das 1. Gasshuku (mit Gästen aus der Frankfurter Shomen-Gruppe) in den außergewöhnlichen kalten Temperaturen zwischen 6 und 14 Grad im Ryu-Sui-Kan Dojo statt.

Am 1. Tag hatten wir Spezial-Gäste, Bonsai-Meister aus Essen und Kalligraphie-Meisterin aus Düsseldorf, während eines Mini-Wettkampfes (8 Pfeile nach Treffern). Der Gastgeber belegte den 1. Platz, für den 2. und 3. Platz (Michael vor Andrea) wurde nach Izume und für 4. und 5. Platz (Beate vor Kai) nach Enkin-Hou entschieden. Anschließend fand ein Zielspiel (ca. 9 cm Durchmesser) statt. Abends hat die Gastgeberin leckere indische Gerichte vorbereitet und mit Altbier vom Niederrhein, Wein weiß&rot und natürlich unverzichtbaren Sake angestoßen. Da das Training in Form „Open-End“ war, haben die Gäste bis Mitternacht geschossen.

Am 2. Tag begann das Training mit Yawatashi (Ite Gastgeber Renshi 6. Dan, 1. Kaizoe Beate 5. Dan, 2. Kaizoe Michael 4.Dan)

Anschließend wurde das intensives Übung in Form Mochi-& Hitotsu-Mato und PrüfungsTaiHai durchgeführt. Nach der wärmenden Suppen-Zeit fand die 1. Kyu-Prüfung (5. bis 3. Kyu) mit den Prüfer (der Gastgeber und Günther Dauner) statt. Alle Prüflinge (Serjoscha, Sayaka, Aya und Thomas) haben ihren jeweiligen Grad bestanden. Herzlich Glückwunsch! Danach wurde das Zielspiel vom Vortag fortgesetzt, da keiner getroffen hatte. Als der Pfeil vom Thomas knapp am Mato gelandet war, fiel das Mato nach unten am Boden, daraufhin wurde es von Michael von Hinten durchschossen (= leider ungültig). Direkt mit dem nächsten Schuss hat Beate das Mato endlich „richtig“ getroffen. Nach der Kaffeepause wurde die Gruppe zwei geteilt: freies Training und Spaziergang im Naturschutzgebiet Schwalm-Nette. Die Gastgeberin hat das 3.Gänge-Menue vorbereitet. Trotz der zahlreichen Gerichte und Getränke am Abend wurde die Motivation zum Schießen nicht vernachlässigt. Wie am 1. Tag ging das individuelles Training bis Mitternacht.

Am 3. Tag ging das Training weiter in der Kälte. Zum Schluss haben alle Gasshuku-Teilnehmer mit der letzten Kraft die Abschluss-Zeremonie geschossen. Das war ein wunderschönes langes Wochenende mit Kyudo & gemeinsamen Erlebnissen.

Nachruf Fritz Gabler

Erinnerung an Fritz Gabler (verstoben am 2. Mai 2016)

Er wohnte in der Innenstadt von Rottweil, wo ich ein paar Mal übernachten durfte.
Wegen der großen Schneemenge im Winter haben die Stadthäuser eine extrem steile Dachneigung. Daher hat das Haus eine unglaublich große Räumlichkeit im Dachgeschoss mit ca. 12m Höhe.

Er war einer der Gründungsmitglieder des DkyuB, hat den Verein in Rottweil gegründet und zusammen mit anderen Vereinsmitgliedern das Dojo errichtet, wo man morgens durch den vorbeifahrenden ICE geweckt wird.

Ich habe dort glaube ich 1998 erstmals an den Deutschen Meisterschaften teilgenommen und war beeindruckt von dem Dojo in Deutschland.
Bis 2010 wurde ich einige Male von Fritz eingeladen um dort Taihai zu unterrichten.
Einmal flog einer Pfeil eines Schützen etwas höher, sodass der Pfeil auf dem Dach entlang hoch geschossen wurde. Ca. 50m hinter dem Azuchi haben wir direkt an der Schiene ein paar Pfeile gefunden, die vermutlich etwas älter waren.
In Rottweil habe ich erstmals die schwäbische Küche kennengelernt, wie lecker sie ist.
Ein Restaurant bietet „nur“ Maultaschen, jedoch in tausenden Variationen an.

Ich möchte mich bei Fritz Gabler für die schönen Erinnerungen und Erfahrungen in Rottweil bedanken. Ohne seine Initiative hätte es dies alles nicht gegeben.