Neujahrsschießen 2023

am 1.1.2023 hat das Neujahrsschießen ab 13 Uhr in Waldniel stattgefunden. Es ist eine Tradition, direkt am ersten Tag mit dem Schießen zu beginnen.

Nach dem Yawatashi durch Ite Shige, Daiichi kaizoe Beate, Daini Kaizoe Michael haben alle Teilnehmer insgesamt 10 Pfeile in der Gruppe geschossen. Mit 7/10 Treffer sicherte Michael den 1. Platzt. Den 2. Platz erreichte Beate nach dem Stechen (Enkin-Verfahren) mit Giesel, die auch 6/10 Treffer hatte.

Anschließend fand das Ziel-Spiel (Matoasobi) statt. Vorerst haben die Teilnehmer auf Jahresmatos (Michael und Beate traff die Matos) und anschließend Klein golden Mato (Kinteki) geschossen. Das hightlight JahresMato hat Armin nähe von den golden Punkt getroffen.

EKF regional Seminar in Sibiu Romania

am Wochenende 20./21. August 22 fand das EKF regional seminar erstmal in Romania statt. Der Lehrer waren Laurence Oriou and mich jeweils Kyoshi 6. Dan vom EKF Shidoiinkai. Am Freitag war ich von Düsseldorf über München nach Sibiu geflogen. Das Flugzeug von München nach Sibiu war so klein, so dass ich den Bogen nicht transportierten könnte. Zum Glück hat eine Seminar-Teilnehmer aus Niederlands meinen Bogen und Pfeil mit dem Auto am Dienstag in Waldniel abgeholt und sicher nach Sibiu transportiert. Am beiden Tagen hatten wir über 30 Grad draußen, etas gleich in der Sporthalle jedoch ohne Wind mit hohen Luftfeuchtigkeit. Wie immer war es sehr herausfordert im Kimono zu schießen.

Nach dem Abendessen gegen 21:30 Uhr hat die Organisator angefangen, Azuchi und Shajo zu bauen. In der Zwischenzeit habe ich mit Laurence über den gesamten Ablauf für nächsten 2 Tagen gesprochen. Die Bauarbeit ging bis 3 Uhr morgens…..

Am Samstag begann das Seminar mit den Gäste, Japanische Botschafter in Romanian und Vize-Bürgermeisterin Stadt Sibiu. Nach der Eröffnungszeremonie fand das Yawatashi mit Ite Laurence, Daiichi Kaizoe Traian (Gründer des romanischen Kyudoverband) und Daini Kaizoe Soren aus Dännmark statt. Die Teilnehmer war insgesamt 49 aus verschiedenen Ländern. Wir haben die Gruppe in zwei Shajo geteilt und unterrichtet. Am Nachmittag fand die Embu (Demonstration) in Form eines Mochimato Sharei mit Laurence, ich, Traian und Ovidiu (Präsident romanischen Kyudoverband). Abends waren wir in der Innenstadt draußen mit dem Essen lang bis Mitternacht unterhalten.

Am Sonntag eröffnete das 2. Tag mit dem Yawatashi Ite ich, Daiichi Kaizoe Ovidiu, Daini Kaizoe Konstantin (Frau von Traian) Die Gruppe bleib in dem gleichen Shajo und Lehrer wechselte da Shajo, so dass die Teilnehmer den Unterricht von dem unterschiedlichen Lehrer erhalten könnten. Leider musste ich gegen 14 Uhr das Seminar vorzeitig verlassen, da mein einzigen Flug gegen 16 Uhr abgeflogen.

Die Stadt Sibiu „Hermannstadt“ wurde ursprünglich von Deutsche errichtet und eine geheim Urlaubsort für Deutsche Tourismus. Sehr schöne historische Innenstadt mit den 100 Augen (Umluftröhren für Keller am Gebäude, die wie Augen aussieht) Es gibt sämtliche Sehenswürdigkeiten rundum Sibiu. vielleicht nehmen ich bei den nächsten Gelegenheit mehr Zeit außerhalb des Seminars umzuschauen.

Nach dem Training in Sommer…

Am 7.August hatten wir erstmal Grill im Garden nach dem Training. Die Anlass war, dass wir vom Nachbar 10x Würstchen erhalten haben, die bei der lokalen Metzger hergestellt wurden. Beim Zufall hatte Joachim einen ungenutzten Grill zuhause und direkt erst Einsatz für uns gedient. Heike hat außerdem mehrere andere Gerichte zubereitet, so dass Sie als Vegetarier auch den Grill beteiligen konnte.

Pfingsten Gasshuku

vom 4. bis 6. Juni fang das Gasshuku mit den Teilnehmer aus Frankfurt statt. Das Wetter war hervorragend angenehm durch Wochenende.

Am 1. Tag kamen die Teilnehmer um die Mittagszeit zusammen und gemeinsam mit Sharei das Gasshuku begonnen. Am Nachmittag waren wir durch die Stadt spazieren vor dem Abendessen. In der Nacht haben wir wie immer in Casual Stil geschossen.

Am 2. Tag kamen vier weitere Teilnehmer aus unseren Verein zur Materialkunde, die von Michael und Beate vorgetragen wurde. Es hat kurzeitig richtig gegossen und war sehr schöne Ambiente im Regen zu schiessen aber nicht wirklich amused in Regel die Pfeile abzuholen.

Am 3. Tag hatten wir nach dem Frühstück erst gemeinsam die Gartenpflege gemacht und weiterhin im Kimono geschossen.

Freundschaftstreffen in Nuenen NL

Am Sonntag den 22.05.22 hatten wir ein Freundschaftstreffen in Nuenen NL zwischen den zwei Partner-Dojo (Ryu-Sui-Kan in Waldniel und Kyo-Ren-Kan in Nuenen) organisiert. Aus unseren Verein kamen Dagmar, Joachim (und seine Frau) und Ton zuammen.

Das Dojo in Nuenen wurde in 2013 errichtet im Privat-Grundstück und ist eine schönste Dojo in NL. Es war sehr schönes Treffen mit den netten Leute, die natürlich alle Deutsch sprechen und verstehen und herrliches Wetter.

Nach dem gemeinsamen Training hatten wir im Garten schönes Mittagessen + Spaziergang durch den riesigen Garten (über 3500m2) genossen.

The „black“ Azuchi Project

am 7.5. haben wir das Azuchi umgebaut. Bis jetzt hatten wir „normal“ Sand und Lehm Mischung in dunkelbraun. Wir wollen das nun sehr schwarz. morgen kam 1m3 bassalt sand, erst wurde 1m3 Sandschicht ausgetragen und neue Treppen-Form hergestellt. Anschließend haben wir neue Sand mit den mehreren Händen von der Straße bis zum Azuchi (ca. 100m Strecke) transportiert und neue Schicht drauf gemacht. ca. 4 Stunden später haben wir neues Azuchi in Black. Die Oberfläche ist deutlich härter als bisherig.

Neujahrsschießen 2022

Nach ein Jahr Pause fand das traditional Neujahrsschießen am Ryu-Sui-Kan Kyudojo mit 12 Teilnehmern unter dem frühlingshaften Temperatur von 14 Grad statt.

Wie immer haben die Teilnehmer insgesamt 10 Pfeilen (2+4+4 Pfeile pro Durchgang) geschossen.

Die Ergebnisse sind den 1. Platz Michael 9/10 Treffer, 2. Platz Beate 8/10 Treffer, 3. Platz Giesela 5/10 Treffer nach dem Stechen mit Sabine.

In der Pause wurden die Kuchen und die Suppen für die Teilnehmern angeboten. Nach der Pause fand das 2. Teil „Mato-Asobi – Zielspiel“ statt.

Mato 1: Jahresmato mit zwei goldenen Tieger-Augen, Mato 2: Goldene Mato (Kinteki) 9cm Durchmesser, Mato 3: Silber-Gold Matos.

Die Schützen, die beim 1. Teil wenig getroffen hat, könnte das Zielspiel beginnen. Die zweite Schütze Mari hat gleich mit dem 1. Pfeil die Goldene Mato getroffen. Die dritte Schütze Andrea hat ebenfalls den 1. Schuss auf Mini-Silber-Mato getroffen.

Die 1. Durchgang zum Jahresmato hat leider niemand getroffen. Deshalb kam jetzt die zweite Durchgang. Mari trifft dien Tieger`s Bart. Beim 3. Durchgang auf der Jahresmato hat Dennis an der Backen vom Tieger getroffen.

NRW Meisterschaften 2021 in Bonn

Am 03. Oktober war es wieder so weit. Die NRW Landesmeisterschaft fand nach der Zwangspause von 2020 wieder statt und diesmal in Bonn. Unser Verein hatte 2 Teams für den Mannschaftswettkampf angemeldet. Dagmar, Joachim und Sabine bildeten ein Team und das andere bestand aus Jonas, Shige und mir. Für manche von uns war es ein Wettkampf von vielen, für andere das erste Mal. Und obwohl ich mich weder zu der einen noch zu der anderen Seite zugehörig fühle, war es dennoch ein aufregendes und zugleich entspannendes Gefühl, hatte ich doch eine Pause vom Kyudo von Ende 2019 bis Anfang 2021 gemacht. Ein Faktor von vielen, der für mich im ersten Moment vor Ort ungewohnt war. Mein Bogen war frisch repariert, vor wenigen Wochen hatte ich mich noch auf die Dan Videoprüfung vorbereitet und war noch an den dazugehörigen Korrekturen am Arbeiten. Die Halle in Bonn in der ich noch nie geschossen hatte kam dann noch darauf. Dieses mulmige Gefühl verschwand allerdings recht schnell, als ich all die bekannten – und teils unbekannten- Gesichter wieder sah und plötzlich fühlte sich alles ganz gewohnt an. 

Bogen aufspannen, Pfeile in einen der schön aufgereihten Ständer und dann schnell umziehen. Kurz die Leute begrüßen und dann ging es kurz nach 10 Uhr auch schon los. Johannes aus dem Düsseldojo war der Wettkampfrichter und erklärte uns nach dem Angrüßen kurz die Modi und den Ablauf. Anschließend schoß er ein schönes Yawatashi und dann, diesmal ohne Einschießen, ging es mit dem Mannschaftswettkampf auch schon los. 

Zwischen den Heki-dominierten Mannschaften hatte ich das Gefühl, dass unsere beiden Teams im ANKF Wettkampf-Tahai etwas auffielen. Da mein Uchiokoshi und vor allem das Ausziehen des Bogens momentan mein Hauptfokus war, blieb allerdings gar nicht viel Zeit darüber nachzudenken. Ich weiß nur noch, dass die Pfeile an dem Tag nicht so fliegen wollten wie ich es gerne gehabt hätte. Dafür lief es deutlich besser für unsere Team Kollegen. Am Schluss konnten wir zwar nicht einen der ersten drei Plätze ergattern, aber ich bin dennoch zufrieden und habe den Eindruck, dass jeder von uns Spaß hatte. Platz Eins errang das Team aus Aachen und Platz 2 und 3 gingen jeweils an Schwerte I und II. 

Nach einer etwas unerwartet späten Pause ging es dann um 15 Uhr weiter mit dem Einzelwettkampf für den sich von uns nur Shige qualifizieren konnte. Hier möchte ich anmerken, dass ich von der Zielgenauigkeit der Schützen an dem Tag erstaunt war. Trotz coronabedingten Trainingsschwierigkeiten gab es sehr viele 4/4 Treffer und viele der Schützen waren in Topform. Und so kam es, dass der Einzelwettkampf nach fast jedem Durchgang unterbrochen werden musste, damit mittels Stechens die Sieger der nächsten Runde ermittelt werden konnten. An Spannung kam es den Zuschauern also nicht zu kurz. 

Im Finale standen sich dann Malte Negendank und Shige für den ersten und zweiten Platz gegenüber während Sebastian Nigge und Christoph Bata um den dritten Platz schießen mussten. Vor jedem Schuss hätte man eine Nadel quer durch die Halle fallen hören können, so leise war es, da gefühlt jeder seinen Atem angehalten hat. Sebastian und Malte konnten sich jeweils nach zwei Runden Stechen durchsetzen, sodass Platz 3 von Sebastian, Platz 2 von Shige und Platz 1 von Malte belegt wurden. Ich hätte gerne jeden der behauptet, dass Bogenschießen langweilig ist dort hingesetzt und eines Besseren belehrt.

Nach dem Wettkampf kam die Siegerehrung, danach das Abgrüßen und abschließend noch der Abbau der Geräte.

Und so endete auch schon ein Wettkampf während einer ungewohnten Zeit, welcher sich gleichzeitig gewohnt als auch befremdlich anfühlte. Mit vertrauten Gesichtern unter ausdruckslosen Masken, die alle ihr bestes taten um Kyudo so normal wie möglich ausüben zu können.

  • Mike Enders

Neujahrsschießen 2021

erstmal fand das Neujahrsschießen ohne Teilnehmer im Ryu-Sui-Kan Dojo am 1.1. statt.

Der Dojo-Leiter hat die Eröffnung des Jahres in Form einer Sharei (Zeremonie im Kimono) durchgeführt mit der Hoffnung, dass alle weiterhin Gesund bleiben und die Corona-Pandemie bald vorbei geht.

Wir hoffen, dass wir bald wider zusammen im Dojo das Training, das Seminar oder das Gasshuku machen und gemeinsame Zeit mit dem Kyudo erleben können.

Frohes Neues 2021!

Denke ich an das Kyudo Jahr 2020…

…so ist mir vor allem ein Tag besonders im Gedächtnis geblieben. Ein spätsommerlicher Tag im September. Den ersten Lockdown hatten wir bereits hinter uns und der Sommer machte Training, Vereinsaktivitäten und Wettkämpfe – zumindest eingeschränkt – wieder möglich. So auch unsere Teilnahme am Corona-Cup in Düsseldorf – ein Enteki-Mannschaftswettkampf in der Nähe der Rheinwiesen.

Der Himmel ist bereits bei Ankunft am Morgen strahlend blau. In der Wiese hängt noch Tau. Die Matos sind 60 Meter weit entfernt, ich habe noch nie auf diese Distanz geschossen. Dagmar auch nicht. Shige zeigt uns daher, auf was wir alles achten müssen. Nie hätte ich gedacht, dass meine Pfeile so weit würden fliegen können und schaue ihnen staunend nach, wie sie losgelöst der Septembersonne entgegensegeln. Herrlich.
Es scheint fast, als seien alle an diesem Tag gut gelaunt, glücklich, dass ein solches Zusammenkommen vieler Menschen und Vereine überhaupt möglich ist. „Winter is coming“ hängt an diesem Spätsommertag bereits in der Luft. Vielleicht ist er aber auch genau deshalb so schön.
Dagmar belegt mit ihrer Mannschaft schlussendlich sogar den ersten Platz und Christoph den zweiten. Ein toller Erfolg für unseren Waldnieler Verein. Den feiern wir am Abend ausgelassen in der Düsseldorfer Innenstadt. In einem Restaurant! Mit mehr als zwei Haushalten an einem Tisch. Was für ein rundum schöner Tag.

Zweite Kyu-Prüfung – erster Grad der Verunsicherung

Mönchengladbach, Krahnendonkhalle, 19. September 2020. Zwei Jahre Kyudo, zweite Kyu-Prüfung: Das hört sich gut an, finde ich. Die letzten Wochen habe ich intensiv trainiert, Theorie geübt, meine Sehne schön gemacht, bin pünktlich in der Halle erschienen, habe nichts vergessen, ausgeschlafen bin ich auch, die Haare sitzen, ich bin gut gelaunt. Was sollte jetzt noch schief gehen? Ich freue mich auf das Vorschießen der ersten zwei Pfeile.

In meiner Riege bin ich als letzte an der Reihe – wir vier streben heute den 2. Kyu an – lege den ersten Pfeil ein, hebe den Bogen, ziehe ihn langsam auf, es läuft wie am Schnürchen. Der Pfeil fällt. Der Pfeil fällt? Ja er fällt einfach zu Boden. „Shitsu ist kein Problem, das hast du geübt“, denke ich und beseitige meinen Fehler zügig und mit Gelassenheit. Ein Helfer holt ihn ab. Der zweite Pfeil wird dafür umso besser. Und genauso sollte es kommen, denn ich übertreffe mich diesmal selbst, als der zweite Pfeil, begleitet von einem unwillentlich geäußerten Ausruf des Entsetzens, laut scheppernd zu Boden geht.

Ich möchte jetzt nach Hause. Aber das geht nicht, denn es ist erst 11:30 Uhr – die Veranstaltung hat gerade erst begonnen und ich habe in den ersten Minuten bereits eindrucksvoll meine Fehlleistungen Pflöcken gleich lauthals eingeschlagen. „Läuft“, denke ich. Und was nun?  Auf Tischtennis umsteigen? Vom Bewegungsablauf deutlich zu kompliziert! Als ich beginne über Nordic Walking als neuen Sport nachzudenken, spricht mich meine Vereins-Kollegin Dagmar an: „Sabine hast du auch bemerkt, wie schwer sich die Pfeile aus dem Styropor hinter der Zielscheibe ziehen lassen? – Ach ne, du musstest deine ja gar nicht ziehen gehen“, korrigiert sie sich gleich darauf betreten. Wir beide müssen herzlich lachen, das tut gut.

Und dennoch bin ich jetzt verunsichert, habe das Gefühl, heute keinen Pfeil mehr ordentlich schießen zu können. Woran liegt das nur?

Natürlich, Kyudo ist kompliziert! Manchmal kommt es mir vor wie ein riesen Puzzle. Als Kyudo-Anfänger freut man sich wie ein Vorschulkind, wenn es einem gelingt, die vier bis fünf riesigen Puzzle-Teile aus dicker Pappe ungelenk zusammenzuhauen und man tatsächlich das korrekte Bild eines Marienkäfers oder Teddybären zum Vorschein bringt. Doch dann werden die Puzzle-Teile immer mehr und kleiner, feiner, die Bilder größer und komplizierter. Da bin ich noch lange nicht, aber ich würde sagen, dass ich jetzt schon fast ein kleines Katzen-Bild puzzeln kann. Heute habe ich allerdings den Überblick über die Teile verloren, ich habe nicht mal die Ecken gefunden oder den Rand legen können. Deutlich besser läuft es nämlich auch in den kommenden Übungsrunden nicht. Mir fällt zwar kein Pfeil mehr runter, aber ich komme auch nicht recht in den Bewegungsablauf hinein. Alles ist entweder zu locker, zu steif, zu kontrolliert – von allem eben ein bisschen „zu sehr“, sodass ich zunehmend verunsichert bin.

Es ist inzwischen nach 17 Uhr und die Prüfung steht an. Nur noch zwei Pfeile, die letzten für den heutigen Tag – und auch die entscheidenden. Jetzt muss ich noch einmal alles aus mir herausholen. Je mehr ich darüber nachdenke, erscheint es mir auch wieder als ein „zu“ viel „zu“ gezwungen und ich frage mich, warum ich eigentlich hier bin. Ich bin heute hier, weil mir Kyudo Freude macht, weil ich gern mit Pfeil und Bogen schieße, weil ich den Klang liebe, wenn sich der Bogen biegt,  der Pfeil sausend fortjagt und – vielleicht sogar – mit einem satten Plopp-Geräusch das Papier des Matos durchschlägt. All das macht mir einfach Freude!

Also besinne ich mich bei den letzten beiden Pfeilen des Tages allein darauf. Freude am Kyudo. „Plopp“, der erste Pfeil macht einfach nur Spaß; der zweite hinterlässt das gute Gefühl, es womöglich heute geschafft zu haben.

„2. Kyu“, heißt es bei der Bekanntgabe an diesem Nachmittag für meine Vereinskollegen Dagmar und Joachim – und tatsächlich auch für mich. Zumindest die Puzzle-Ecken habe ich wohl noch rechtzeitig gefunden.  – Sabine Kückemanns (2.Kyu)

Sommer-Gasshuku im Ryu-Sui-Kan Dojo

Nach den Corona-Lockerungen konnte das erste Gasshuku in diesem Jahr unter besonderen Schutzmaßnahmen durchgeführt werden. Der Mindestabstand musste eingehalten werden und falls dies nicht möglich war, mussten Mund-Nase-Bedeckungen getragen werden. Darüber hinaus musste die Ausrüstung vor und nach dem Training desinfiziert werden.

Zu dem Gasshuku konnten wir 5 Kyudoka aus Hamburg und 1 Kyudoka aus den Niederlanden willkommen heißen. Mit den 4 Teilnehmern aus Waldniel waren somit 10 Kyudoka anwesend.

Samstag

Der erste Tag startete mit Morgengymnastik, Gartenarbeit und der Reinigung des Dojo. Dies machen wir, um nicht nur uns, sondern auch das Dojo und den Schießplatz optimal auf das Training vorzubereiten und eine Atmosphäre der Konzentration zu schaffen.

Das Gasshuku wurde mit einem Yawatashi durch Shige als Ite, Angie als Daiichi Kaizoe Jonas als Daini Kaizoe eröffnet.
Danach wurde in 3 Tachi für 2 Runden das Motchi Mato Sharei trainiert. Obwohl alle die grundsätzlichen Bewegungsabläufe im Motchi Mato Sharei wissen, fällt die eigentliche Ausführung des Sharei oft sehr leblos und mechanisch aus. Shiges Feedback zum Taihai und zur Ausführung des Sharei war deshalb sehr wertvoll.

Nach der Mittagspause, in der wir von Heike (heikeskitchen) mit diversen Köstlichkeiten verwöhnt wurden, starten wir in das freie Training im Keiko Gi mit individuellen Korrekturen im Hinblick auf das Taihai. Auch nach dem Abendessen stand das Dojo offen für das Schießen im Casual Style.

Sonntag

Der zweite Tag wurde ebenfalls durch ein Yawatashi durch Shige als Ite, Jonas als Daiichi Kaizoe und Angie als Daini Kaizoe eingeleitet. 

Anschließend trainierten wir das Hitotsu Mato Sharei. Hierbei schießen alle Schützen auf 1 Mato, was eine gute Koordination der Bewegungen zwischen den Schützen erfordert. Aus diesem Grund erläuterte Shige vor Beginn des Trainings den grundsätzlichen Bewegungsablauf und das Timing. Außerdem erklärte er wichtige Punkte, die bei einem kleinen Shajo zu beachten sind.

Wie auch am Tag zuvor erhielten wir nach der ersten Runde entsprechendes Feedback von Shige, welches wir in der folgenden Runde anwenden sollten. 

Nach der Mittagspause und dem leckeren Mittagsessen von Heike (heikeskitchen), begann die letzte Trainingseinheit im Keiko-Gi. Wir schlossen das Gasshuku mit einem 4-Pfeile Team Wettkampf ab, der die letzten Reserven der Schützen forderte.

An beiden Tagen war es mit 36 °C ein sehr intensives und anstrengendes Training in einer lockeren aber auch konzentrierten Atmosphäre. 

Bericht von Angie & Jonas

25. Januar 2020, 4. Black Light Kagami Biraki in Schwerte „Kyudo mit Schwung“

Kagami Biraki (japanisch: 鏡 鏡 き, kagamibiraki) bedeutet wörtlich: den Spiegel öffnen. Es ist ein festliches Ereignis, wobei ein Sake-Fass geöffnet wird. Ein anderer Name ist Kagami Wari, dies bedeutet, den Spiegel aufzubrechen (quelle; Wickipedia). Das erste Mal, dass Kagami Wari gemacht wurde, war zu Beginn des 18. Jahrhunderts. Der vierte Tokugawa Shogun versammelte seine obersten Krieger Daimyo (大名) in seinem Schloss in Edo (江戸). Hier wurde die Zeremonie in Vorbereitung auf einen Krieg durchgeführt. Der Krieg wurde überzeugend gewonnen, woraufhin das Ritual eingeführt wurde (quelle; Wickipedia). In Japan wird die Neujahrsperiode als eine der wichtigsten Perioden des Jahres angesehen, und die Kagami Biraki fällt damit zusammen. Traditionell findet dies am zweiten Sonntag im Januar statt und wird normalerweise mit Mochi (einem konzentrierten runden Reiskuchen) gefeiert. Die Männer bieten es ihrer Rüstung und die Frauen ihren Spiegeln an (quelle; Wickipedia). Zeit für Selbstreflexion (quelle; Wickipedia).

Am Samstagnachmittag, dem 25. Januar 2020, im Jahr der Ratte, reisten wir mit einer Gruppe von 5 Mitgliedern von „Kyudo in Waldniel e.v.“ (Angie, Dagmar, Joachim, Jonas, Hans) nach Schwerte . In der FBG Sporthalle, wurde durch die Kyudojo Ruhr e.v. die „4. Black Light Kagami Biraki”, das Neujahrsschießen, organisiert. Wir wurden von den Mitgliedern des Vereins herzlich begrüßt.

1er Vorsitzender Jason Brenner eröffnete die Veranstaltung mit 2 Pfeilen auf das Mato. Ein Pfeil stehend, ein Pfeil kniend. Ein Pfeil für 2019, ein Pfeil für 2020. Die 20 Teilnehmer bekamen die Möglichkeit sich zu akklimatisieren. Bei normalem Licht wurden je zwei Pfeile auf Matos geschossen, gefolgt von je einem Pfeil bei ausgeschaltetem Licht. Das Licht ging nach dem Einnocken aus, wodurch jeder dann einen Pfeil im Dunkeln abschießen konnte. Das Timing war frei. Danach begann das eigentliche, fröhliche Ereignis. Insgesamt haben wir je 10 Pfeile geschossen. Nach jedem Durchgang wurden die erreichten Punkte gezählt und neue, von Schwarzlicht angeleuchtete, fluoreszierende Ziele aufgehängt, worauf wir mit unterschiedlichen Resultaten im Dunkeln schießen durften. Die Stimmung war sehr gut. Es stellte sich heraus, dass der Verein eine angenehme Atmosphäre hat, die auf alle Anwesenden übertragen wurde. Nach 5 Pfeilen gab es eine Pause mit leckeren, gepflegten und passenden Snacks und Getränken am Buffet.

Das Ende des Jahres des Schweins war klar in der Auswahl der Ziele. Nachdem wir Ziele wie z.B. Ballons oder Buchstaben hatten, kamen die Ziele mit dem Thema Schwein. Das Schwein wurde manchmal an Stellen getroffen wo ein lebendiges Tier normalerweise besser nicht getroffen würde. Der Verein „Kyudojo Ruhr e.v.“ nutzt jede Woche ein winziges Ziel als zusätzliches Trainingsobjekt. Diese „Mini-Matos“ mit begleitenden Wochennummern kommen während des „Black Light Kigami Biraki“ wieder hervor. Das Treffen der höheren Wochenzahlen brachte viele Extrapunkte.
Die Punkte dieser Runde waren letztendlich ausschlaggebend und lieferten den Sieger. Bis auf einen Trostpreis für Hans, ein schönes Kissen mit Rattenthema, gingen die Preise nicht an die Waldnieler. Trotzdem können wir auf einen, für alle, sehr amüsanter und erfolgreichen Abend zurückblicken. Die schönen Preise wurden (wieder) von Marita genäht. Sie hatte wunderschöne Stoffe mit der Ratte verwendet, um unter anderem Wickelhüllen, Unterhüllen, Handschuhtaschen und Unterhandschuh herzustellen. Am Ende bekamen alle Gäste noch von einer Zuschauerin ein schönes Tuch, ein Furoshiki, geschenkt.

Wir können jedem empfehlen, an der „5. Black Light Kigami Biraki” im Jahr 2021, einem wunderbaren Ereignis, teilzunehmen.

Grüße, Hans (und Dagmar)
(N.b. die Bilder sind verfügbar gestellt durch Kyudojo Ruhr (danke dafür), und eigene Mitglieder)

Neujahrsschießen 2020

Das traditionelles Neujahrsschießen fand am Neujahr 1.1.2020 ab 13:00 Uhr beim Ryu-Sui-Kan Kyudojo mit der strahlenden Sonne statt. Der Temperatur war zwischen 1 und 3°, jedoch die Luft war sehr klar und trocken. Wir begrüßten gemeinsam vor dem Dojo-Beschützer und wünschten die Gesundheit und erfolgreiche Übung im Neujahr. Anschließend haben wir unseren Körper und Geist mit dem Sake gereinigt und mit dem klaren Geist und reinen Körper den ersten Pfeil des Jahres geliefert.

Die Eröffnungszeremonie wurde vorgenommen mit dem Schützen (Ite) Shige als Gastgeber und mit den zwei Beistände (Kaizoe) Beate und Michael. Danach haben alle 11 Teilnehmer jeweils erste zwei Pfeile bei der 1. Durchgang und je vier Pfeile bei der 2. und 3. Durchgang, insgesamt 10 Pfeile in der TaiHai geschossen. Außer dem Gastgeber hat Michael mit 6 Treffer den 1. Platz und seine Frau Beate mit dem 5 Treffer den 2. Platz erreicht. Zum 3. Platz gab es drei Personen (Sabine, Andrea und Detlef), die den Gleichstand mit dem 4 Treffer hatten und jeweils noch einen Pfeil auf dem einen Mato geschossen (Enkin-Verfahren). Andrea setzte den 3. Platz durch mit dem Treffer bzw. nähe vom Zentrum.

Nach dem 1. Phase hatten wir kleine Pause mit den warmen Suppen von HeikesKitchen vor dem offenen Feuer, die uns von der Kälte kurzzeitig befreit haben.

REVENGE vom BMI-Taikai (siehe Video)

Nach der Pause haben die Teilnehmer jeweils 4 Pfeile auf 4 Matos (2x JahresMato, 1x Silber-Mato, 1x Golden-Mato) geschossen. Die zwei JahresMatos wurden erfolgreich getroffen, jedoch anderen kleinen Matos sind wie das Jahr davor nicht geschossen überlebt.

Vielen Dank für Teilnahme des gemeinsamen Neujahrsschießen.

2. BMI (Bow-Mass-Index) Taikai

Am Sonntag dem 27.10. fanden sich 10 unerschrockene Kyudoka, zum Teil aus den Niederlanden,  in Waldniel zum 2. BMI Taikai (Bogen-Maß-Index) ein. Durch die überschaubare Menge an Teilnehmern wurden wir diesmal nur in 3 Kategorien eingeteilt: „Leicht -, Mittel – und Schwergewicht“ – trotzdem wurde bei der Messung der Bogenstärke um jedes zusätzliche Gramm mit der Waage gefeilscht. Nach der BMI-Gruppeneinteilung stand zumindest schon fest, dass lustigerweise jeder ein Gewinner sein wird und wer in welcher Kategorie landete ist immer für eine Überraschung gut. Die Aufteilung ergab 3 Personen jeweils im Leicht – und Mittelgewicht und 4 bei der Schwergewichtsklasse.

Zur Eröffnung des eigentlichen Wettkampfes schoss Shige ein Yawatashi und danach ging es direkt mit dem Tachi des Leichtgewichtes los. Geschossen wurden 4×2 Pfeile, wobei 2 Punkte für die Qualifikation erforderlich waren und 1 Treffer ins Schwarze 1 Vollpunkt, 1 Treffer ins Weiße 0,5 Punkte bedeuteten. Man konnte von Runde zu Runde ausrechnen wieviel Punkte zur Qualifikation noch fehlen. Die Runden gingen rasend schnell vorbei und obwohl wir alle unser Bestes gaben – zumindest gehe ich davon aus – erreichte nur Michael die Qualifikation im Mittelgewicht und sicherte sich somit Platz 1 in dieser Kategorie. Shige war bei den Schwergewichten der Einzige mit 2 Punkten und das bedeutete für alle anderen Stechen um die Platzierungen im Enkin. Pro Kategorie wurde nun hart um die Nähe zur Mitte des Mato gekämpft und das ein oder andere Stechen wurde schon fast mit dem ersten Pfeil entschieden.

Pünktlich zum Mittagessen stand als Ergebnis fest:

Light Weight – 1. Platz Queeny, 2. Platz Björn und 3. Platz Joop

Middle Weight –  1. Platz Michael, 2. Platz Jonas und 3. Platz Angie

Heavy Weight – 1. Platz Andrea, 2. Platz Beate und 3. Platz Thomas

Nach einer großen Portion eines leckeren und erwärmenden Mittagessens von Heike und der ausgiebigen Überprüfung der Fußbodenheizung des Dojo ging es in den 2. Wettkampf. 

Erfreulicherweise hatten nicht nur wir, sondern auch das Mato an Größe gewonnen und war auf 60 cm Durchmesser angewachsen. Ab jetzt durfte pro Runde nur 1 Pfeil geschossen werden, beginnend mit der Leichtgewicht-Gruppe und jeder Schütze mit Treffer kam in die nächste Runde. In der ersten Runde reduzierte sich die Anzahl der Schützen von 10 auf 6, in der nachfolgenden wieder um 2 auf 4. Nachdem es in der 3. Runde nur zu Treffern kam, wurde auf 36 cm gewechselt und schon reduzierten sich die Treffer auf 2. Die 5. Runde stellte sich als die Finale Schlacht des Izume-Wettkampfes heraus da es dann nur noch einen Treffer gab. Siegerin wurde zu meiner eigenen Überraschung – ich.

Da hatten wir uns an das große Mato gewöhnt, so ging es im letzten Wettkampf deutlich in die entgegengesetzte Richtung – ein kleines Goldmato mit 12 cm Durchmesser. Jeder hatte nur einen Pfeil und wenn das Mato getroffen wurde war der Wettkampf sofort beendet. Allerdings nicht in der ersten Runde … Wie zu erwarten war, hatte sich das Goldmato als kleiner Überlebenskünstler herausgestellt, das in der ersten Runde schon den Windhauch von in der Nähe einschlagenden Pfeilen abbekam, mehr aber auch nicht. Erst nach diversen Anfeuerungsversuchen gelang es Jonas in der 2. Runde den Widerstand des Matopapiers zu brechen und den letzten Wettkampf des BMI-Taikai für sich zu entscheiden.

Die Siegerehrung verlief sehr lustig und wir hoffen das jeder Teilnehmer eine gute Heimreise hatte. Einen herzlichen Dank für den witzigen Wettkampf, die ausgezeichnete Verpflegung und an alle die nicht dabei waren – Ihr habt was verpasst ;-).    – Beate Dorst-Lehmann

Freundschaftsschießen mit Freunden aus dem „Kyo-Ren-Kan“ Kyudojo in Nuenen

Am 26.09.2019 konnten wir Andre Schiebroek und die Schützen aus dem „Kyo-Ren-Kan“ Kyudojo in Nuenen begrüßen. Durch das Kyo-Ren-Kan Kyudojo kam es auch zur ersten Spende für die Glastüren, die seit kurzem eingebaut sind.

Alle Schützen waren gut gelaunt und motiviert. Mit milden 20 °C und Sonnenschein hatten wir außerdem perfekte Voraussetzungen für das Training.
Zu Beginn des Trainings sollte jeder als Kaltstart in 3er Gruppen im Taihai vorschießen. Danach war bis zur Pause freies Schießen angesagt.

In der Mittagspause wurden die Schützen von Heikes hervorragenden Kochkünsten verwöhnt und für den anstehenden kleinen Wettkampf gestärkt.

Vor dem Wettkampf, bei dem von jedem Schützen 4 Pfeile geschossen wurden, sollte von jedem die Trefferchance über alle Treffer geschätzt. Am Ende lagen Joop und Björn mit einer geschätzten Trefferquote von 23% am nächsten am Ergebnis.

Wir freuen uns auf das nächste Freundschaftsschießen in Nuenen oder in Waldniel. – Jonas Reich –

„hori to ito taikai“, „Kampf mit Nadel und Faden“, ein besonderer Wettkampf!

Am Samstag, dem 10.August 2019, nahmen wir vier niederrheinischen Kyudoka Heike, Angie, Sabine und Dagmar am „Kampf mit Nadel und Faden“ teil, Siegerprämie: ein selbstgenähter Gi! 11 Frauen und 5 Männer suchten sich bis 11:00 Uhr ihre Plätze im großzügigen Näh- und Zuschneideraum des Hauses der Jugend in Hamm.

Nach offizieller Begrüßung durch Marita begann der „Wettbewerb“. Geschätzte 75% der Teilnehmer hatten zu Beginn des Tages keine Ahnung vom Nähen und Zuschneiden. Zuerst mussten die individuellen Körpermaße bestimmt und von Netto- in Bruttomaße, also mit Nahtzugabe, umgerechnet werden. Den Stoff auf Maritas Art zu zerreißen statt zu schneiden war eine große Überwindung. Der sorgfältig vorgewaschene und gebügelte Stoff wurde so in immer mehr und immer kleinere Teile zerlegt. Um ihn dann wieder zusammenzunähen lehrte Marita uns Nähtechniken wie die nicht anspruchslose Kappnaht bei der jeder Arbeitsschritt sorgfältigst ausgeführt werden muss bevor der nächste folgen kann. Uns war klar, dass diese Kappnaht nur funktionieren würde wenn wir uns sehr konzentrieren und auf jeden Schritt des Nähablaufes achten könnten. An dieser Stelle mussten wir dringend unsere Energiespeicher mit den von allen Teilnehmern mitgebrachten Köstlichkeiten auffüllen. Alle Kyudokas arbeiteten im Verlauf des Tages hochkonzentriert am Zuschneidetisch, am Bügelbrett oder an der Nähmaschine.

Das unsere Gis nicht fertig wurden hat letztendlich keinen von uns wirklich gestört. Wir haben ganz viel gelernt, z.B. Stoff passgenau zu zerreißen. Und mit Geduld und heißem Dampf an den Fingern mehrere Stofflagen in eine neue Form zu zwingen, sie dann zügig mit Stecknadeln zu fixieren damit wir diese Form dann an der Maschine vernähen konnten. Geduld brauchten wir auch um einige Nähte wieder aufzutrennen. Dank der hilfsbereiten Gemeinschaft war der Tag eine Übung in Geduld, Ausdauer und Konzentration bei maximaler Selbstbeherrschung. Marita war wie ein Fels in der Brandung. Unsere ratlosen Fragen nahm sie auf und verwandelte sie in konkrete hilfreiche Arbeitsanweisungen oder direkt in praktische Hilfsnähte. Ihre anschaulichen Erklärungen am Zuschneidetisch und ihre Infos per Mail werden uns helfen in einem weiteren Treffen die Gis als Kleingruppe fertigzustellen.

Und zum Schluss kann ich sagen, dass ich meinen ersten auswärtigen Eintrag in den Kyudopass bekommen habe. (Beitrag von Dagmar Ninnemann)

3. Tr-Ausbildungsseminar in Waldniel

Am Wochenende dem 29./30. Juni fand das 3. Trainer-Ausbildungsseminar WEST in Waldniel statt. Insgesamt arbeiteten 15 Trainer-Auszubildene und 2 Trainer-Supervisoren unter richtig heißen Temperaturen fleißig zusammen.

Am Samstag waren die Themen a) Dojo-Etikette, b) Schulspezifische Schießtechnik und c) Materialkunde Bogen. Alle Teilnehmer haben mit über die verschiedenen Themenbereiche im Team gearbeitet und an der Präsentations- und Vermittlungstechnik geübt. Abends wurde ein freies Training nach dem Abendessen angeboten. Es war sehr² locker und lustig.

Am Sonntag waren die Themen a) Pädagogik und Führungsstile, b) Kyudo-Geschichte und c) Anfängerunterricht mit der Zwille. Zum Thema Kyudo-Geschichte mussten die Teilnehmer einen 1-minütigen Vortrag über Kyudo-Geschichte vorbereiten. Es war eine extrem gute Übung aus sehr vielen Informationen nur die wichtigsten zusammenzustellen. Nach der Mittagspause haben die Teilnehmer die Anfänger mit der Zwille unterrichtet. Die Gruppe hat die Heki-Technik (der Bogen wird seitlich gehoben) an die Probanden unterrichtet, die sonst Shomen-Technik (der Bogen wird körpermittig gehoben) üben.  

Es war richtig heiß (34°C im Dojo) aber ein sehr harmonisches und lehrreiches Seminar für die Auszubildenden und Ausbilder.

Erfahrungsbericht meines ersten Kyudo Wettkampfes in Hannover

Bei meiner ersten Teilnahme an einem Wettkampf sollte es gleich um die Deutsche Meisterschaft für Kyu Grade gehen. Ich war für die 12. Deutsche Einzelmeisterschaft für Kyu Grade angemeldet. Da ich mich vor dem Wettkampf im Urlaub befand, reiste ich aus Magdeburg an, und traf mich in Hannover mit den anderen Vereinsmitgliedern und unserem Sensai Shigeyasu Kameo in der Sporthalle IGS Kronsberg. Ausser einem Workshop in Köln, hatte ich noch nie in einer Sporthalle geübt oder geschossen. Seit fast genau zwei Jahre übe ich mich nun in Kyudo,  „Die Kunst des Japanischen Bogenschiessens“. Die Kunst besteht darin, Körper und Geist harmonisch im Einklang zu bringen. Im Vereins Dojo Waldniel, sind die Räumlichkeiten auf das wesentlich beschränkt. Auch strahlt die natürliche Umgebung dort, mit Teich und Garten, Ruhe und Harmonie aus. In einer Sporthalle sind die Räumlichkeiten ungewohnt grösser und viele Dinge die das Auge ablenken können.Am ersten Tag schaute ich zu, wie unser Vereinsvorsitzender Shigeyasu Kameo in der Deutschen Meisterschaft im Einzel siegte und souverän den Titel Sempai Meister errang. Unser Vereinsmitglied Michael Lehmann erkämpfte sich erfolgreich den dritten Platz.Danach starteten die Einzelmeisterschaftenn, die bis zum frühen Abend andauerten. In den Pausen gab es dann die Gelegenheit zum Shoppen bei Chantik (Kyudo Zubehör), was natürlich mit Freude angenommen wurde.Nach dem Ende der Veranstaltung ging es ins Hotel. Gegen 19 Uhr trafen wir uns dann in der Hotelhalle und begaben uns zu einem gemeinsamen Abendessen in das Restaurant Kytari.

Am folgenden Sonntag ging es dann zeitig mit der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft weiter. Gegen 12.15 Uhr sollte dann mein erster Wettkampf in der Einzelmeisterschaft für Kyu Grade  beginnen. Rechtzeitig umgezogen und den Bogen aufgespannt, wartete ich nun wie es weiterging. Es hatten sich 25 Bogenschützen angemeldet. Diese wurden in fünf Gruppen aufgeteilt, die Startnummern wurden per Los von jedem einzelnen Schützen gezogen. Ich selbst zog die Startnummer 17, hatte also noch etwas Zeit und konnte den anderen Zuschauen.Die Anspannung stieg langsam an. Beim Tai Hai, auf den ungewohnten Hallenboden, war ich etwas unsicher, was das Raumgefühl betraf. Die anschießenden Bewegungsabläufe ( Hassetsu ) wurden von mir zum Teil nicht korrekt ausgeführt, so das ich nach der Stilpreiswertung leider schon in der ersten Runde ausschied. Meine Erkenntnisse aus diesen Wettkampf sind, das es noch viel der Übung bedarf, bis Körper, Geist und Bogen eine Einheit bilden.Die Siegerehrung erfolgte gegen 16 Uhr danach traten wir, um einige Erfahrungen reicher, die Heimfahrt an. 
Joachim Meyer

Freundschaftstreffen in Nuenenn (NL)

Am Sonntag dem 16.06.2019 besuchten wir eins der schönsten Dojos in den Niederlanden „Kyo-Ren-Kan“ Kyudojo. Dies liegt in dem Ort Nuenen, in dem Van Gogh 1 Jahr gelebt hat.

Persönlich war ich bereits 4 Mals dort, jedoch immer im Winter oder in der Dunkelheit. So konnte ich das Dojo und den gesamten Garten erstmals im Sommer erleben. Wie immer waren die Leute in Kyo-Ren-Kan nett, freundlich und lustig. Zum Mittag hatten wir Spargel-Suppe, 2x Gemüse-Tarts und Gebäck.

Nach dem Training besuchten wir die Innenstadt Nuenen und dort das Haus von Van Goghs Vater und einige Standorte an denen man seine Bildermotive besichtigen konnte. Im Herbst kommen einige Schützen vom Kyo-Ren-Kan nach Waldniel.

Neujahrsschießen 2019

Frohes Neues Kyudo-Jahr 2019!

Am 1.1.2019 fand das traditionelle Neujahrsschießen im Ryu-Sui-Kan Kyudojo mit 18 Teilnehmern statt. Das Event wurde um 13:00 Uhr im Regen und bei Wind eröffnet. Nach der gemeinsamen Begrüßung vor dem Schrein haben die Teilnehmer erst mit einem kleinen Schluck Sake den Körper und die Seele gereinigt. Danach folgte das Yawatashi (Ite: Shige, 1. Kaizoe: Beate, 2. Kaizoe Michael). Anschließend haben die Teilnehmer in der 3er Gruppe drei Durchgänge (2 + 4 + 4 = 10 Pfeile) geschossen.

Zwischendurch wurde zwei warme Suppe und selbstgebackendes Brot von HeikesKitchen serviert, um die Teilnehmer in der Kälte zu stärken.

Nach allen Durchgängen mussten folgende Plätze zum Stechen: 1. und 2. Platz nach Izume sowohl 3. und 4. nach Enkin. Anschließend haben die Teilnehmer, die weniger als 1 Treffer hatten auf eine größere Ziel-Scheibe „DIE letzte Hoffnung“ geschossen.

Nach dem etwas formellen Teil haben die Teilnehmer das Matoasobi (Zielspiel) geschossen. Das 1. Matoasobi bestand aus zwei Jahres-Mato und mehreren silberne und goldenen Scheiben. Das. 2. Matoasobi bestand aus zwei Fächern, ein Kintaki (goldene 9cm Scheibe) und mehrere silberne und goldenen Scheiben.

Das Matoasobi wurde so durchgeführt, dass die Teilnehmer, die weniger Trefferquote hatten, zuerst geschossen haben. Mit der Hoffnung, dass die Preise an möglichst viele unterschiedliche Teilnehmer verteilt werden können.

Die Jahresmatos und die Sonderziele wurden von den gleichen Schützen geschossen, die entweder 1. bis 5. Platz oder Sonderplatz gewonnen haben. Anscheint hatten sie durchgängig eine sehr starke Anziehungskraft gehabt.

Interessanterweise wurde das 1. Mato im Vergleich zu den anderen Matos viel häufiger  getroffen (1. Mato 22 Treffer / 2. Mato 19 Treffer / 3. Mato 7 Treffer). Beim Enkin zum 3. und 4. Platz haben die beiden Schützen auf das 1. Mato geschossen und beide getroffen. Beim Izume zum 1. und 2. Platz hat der Schütze auf Mato 1 getroffen, aber der Schütze auf Mato 2 nicht getroffen. 

Zum Schluss möchte ich mich bei unserem Mitglied Dagmar bedanken, die die ganze Zeit die Treffer angesagt und die Ergebnisse auf die Tafel übertragen hat.


Jahreshauptversammlung 2018

Am Samstag, dem 10.11.2018 fand die Jahreshauptversammlung des Vereins an seinem Sitz in Waldniel statt. Vor der Versammlung wurde ein 祝射 (Shukusha = Gratulationsschießen) in Form eines Yawatashi mit Kaizoe durch Michael Lehmann vorgenommen, der im Oktober seinen 5. Dan bestanden hat. Anschließend haben wir ca. 3 Stunden das Schießtraining trotz des Regens und Windes bei herrlichen Herbstfarben genossen.

Der Versammlung folgte ein gemeinsames Abendessen (Feldsalat / Deftige Kartoffelsuppe / Apple Crumble) von Heikes.Kitchen.

Später haben die Mitgliedern mit dem Fragebogen von einem Buch „factfulness“ von Hans Rosling beschäftigt, um zu lernen, die Welt so zu sehen, wie sie wirklich ist.

Teilnahmebericht NRW Enteki-Meisterschaft 2018

Am Sonntag, dem 02.09.2018 fand die NRW Enteki-Meisterschaft bei schönem Spätsommerwetter auf dem Gelände des Düsseldojos statt. Persönlich war meine letzte Teilnahme an einem Enteki-Training (Schießen auf 60m Distanz auf freiem Gelände) vor ca. 10 Jahren. Daher war es ein guter Anlass mal in einer anderen Situation zu schießen. Bekanntlich wird das Trefferbild konzentrierter, je kleiner die ballistische Kurve beim Bogenschießen wird. Daher kam mein Bambus-Bogen, der 4-5kg stärker ist, und Bambus-Pfeile, die 4g leichter sind, für das Enteki in Einsatz. Bis zum Taikai hatte ich oft zwischendurch mal 2 Pfeile mit dem Bogen geschossen, aber noch nie 4 Pfeile hintereinander. Aus diesem Grund brachte ich meinen üblichen Bogen als Ersatzbogen mit. Auf jeden Fall war es eine genügende persönliche Herausforderung (Distanz und andere Materialkombination).

Da viele jüngere Schützen noch keine Erfahrung mit dem Enteki hatten, wurden 3 Durchgänge je 4 Pfeile vor dem Taikai als Probe-Durchgang geschossen. Es war sehr auffällig, dass nur meine Pfeile fast waagrecht an der Ziel-Scheibe gelandet sind und  ca. 1/4 Pfeillänge hinter der Scheibe geguckt haben (äußerlich sehr cool geblieben, jedoch innerlich ein kleines Lächeln).  Nach dem 2. Probe-Durchgang (6/8 Treffer) war es für mich klar, dass ich irgendwann den Bogen wechseln musste.

Das Taikai begann mit dem Yawatashi durch unseren NRW-Landestrainer und Ausrichter Johannes Maringer.Der erste Durchgang ging noch sehr gut, 4 von 4 getroffen und davon sind 3 Pfeile in der Mitte gelandet. Ab dem 3. Durchgang konnte ich den 3. und 4. Pfeil des jeweiligen Durchgangs nur mit kämpfen Aufziehen. Gleichzeitig sah ich einen kleinen Schaden an der Sehne (einige Fasern waren gerissen).  Es kam irgendwie trotzdem nicht mehr in Frage, ob ich doch mit dem Ersatzbogen schieße, sondern viel mehr in Frage, ob der Bogen oder die Sehne oder ich zuerst aufgeben zu schießen. So habe ich doch bis zum Schluss vollständig mit diesem Bogen geschossen. Den Preis habe ich gleich erkennen können, nämlich dass ich abends unbrauchbar erschöpft war.

Wegen der wenigen Teilnehmeranzahl (13 Schützen) erreichte ich den 1. Platz mit 12/20 Treffern. Zum Schluss gab es ein spannendes Stechen für den 2. und 3. Platz, die jeweils 9/20 Treffer hatten. Martin setzte sich für den 2. Platz mit dem 2. Pfeil vor Reinhard durch. Zufälligerweise haben die Startnummern 1 bis 3 die ersten drei Plätze belegt. 

Fazit: entweder sollte man mit dem Gerät konditioniert sein oder passendes Material verwenden oder die Geräte wechseln bevor die Batterie leer wird.

5 Jahre Kyudo in Waldniel (BMI Taikai)

Am 7.7.2018 fand der BMI-Taikai (BMI = Bogen-Mass-Index) im Rahmen des 5-Jahre-Vereinsfestes statt. Insgesamt kamen ca. 45 Personen aus 5 Ländern zum Jubiläums-Fest, inklusive aller Sieger der diesjährigen deutschen Meisterschaften (Einzel in Sempai, Dan-Grad, Kyu-Grad und Mannschaft). 33 Schützen traten in 5 Kategorien an (Fliegen- / Feder- / Leicht- / Mittel- und Schwergewicht).

Der Taikai hatte folgende Ziele: 1) Durchschlagkraft und 2) Präzision. Daher haben wir nach BMI-Werten (Körpergröße in cm / (Bogenstärke in kg + Pfeilgewicht in g) x Geschlechtsfaktor) die fünf Gewichtsklassen ermittelt und das Trefferergebnis dementsprechend angepasst, einen ganzen Punkt für das Treffen der schwarzen Fläche (12cm Durchmesser) und einen halben Punkt für die weiße Fläche (36cm Durchmesser). Von 4 Schüssen konnte man sich mit einem Treffer qualifizieren = 1 Punkt oder zwei halbe Treffer = 2 x 0,5 = 1 Punkt. Zwischen den 2 Qualifikationsrunden wurde eine Iaido-, eine Karate-Kata und Musik mit Taiko & Shinobue (Bambusflöte) vorgeführt, um den Schützen Energie zu geben. Nach dem spannenden Stechen in allen Kategorien wurde der „Champion von allen Gewichtsklassen“ ausgeschossen. Anschließend haben die Teilnehmer auf 9cm große goldene Zielscheiben, „Kinteki“ geschossen.

Nach dem Taikai ging die Veranstaltung weiter mit Essen & Trinken und Mato-Asobi (Schießen auf Luftballons & hängenden Kugeln).

Am 2. Tag fand das intensive Sondertraining mit 17 Teilnehmern bei Anwesenheit von zwei Kyoshi statt. Der Schwerpunkt war das Schießen in Sharei- & Taihai-Form. So haben die Teilnehmer nicht nur die Möglichkeit zu Schießen, sondern auch persönliche Korrekturen in Taihai und in Shagi zu erhalten. Zum Schluss wurde noch einmal versucht, eins der am Vortag nicht getroffenen Kinteki zu treffen, welches bis zur nächsten Veranstaltung überlebte.

Teilnahmebericht: Deutsche Meisterschaften 2018 in Karlsruhe

Die deutsche Meisterschaft begann mit der energievollen Demonstration „Yawatashi“ durch Ite Feliks Hoff (Kyoshi 6. Dan) und zwei Kaizoe Sven Zimmermann (Renshi 6. Dan) und mich am Samstag dem 23.06.2018 in Karlsruhe. Von unserem Verein traten Hannelore, Beate und ich an der Sempai (5. Dan und höher) Meisterschaft teil. Hannelore hat den 1. Platz  und ich den 3. Platz nach dem Stechen erreicht. Anschließend fand die Einzelmeisterschaft statt und Michael L. qualifizierte sich zur Endrunde und setzt sich nach dem Stechen (OO) den 3. Platz. Aus Sicht des Wertungsrichters bei der Einzelmeisterschaft waren die Durchführungen durchschnittlich rund, jedoch zu wenige Auffälligkeiten im positiven Sinne. Das war einer der Gründe, warum nicht so hohe Punkte wie die Jahre davor vergeben wurden.

Der 2. Tag begann mit der Hitotsumato Sharei mit den Schützen Feliks, Sven und mir. Anschließend fand die Mannschaftsmeisterschaft statt. Die Mannschaft Hessen hat zum 6. Mal in Folge gewonnen. Michael L. und Beate waren in der Mannschaft Hessen. Im Moment sieht es so aus, dass keine andere Mannschaft überhaupt gegen Hessen bestehen kann. Nachmittags fand die Kyu-Einzelmeisterschaft statt. Aus Sicht des Wertungsrichters war das Niveau sehr unterschiedlich unabhängig von der tatsächlichen Graduierung und es war deutlich identifizierbar, wo die Schützen herkamen. 

Fazit: Hoffentlich können wir im nächsten Jahr einige Schützen aus unserem Verein zu dieser Kyu-Meisterschaften schicken.

 

Juni-Gasshuku

Vom 8. bis 10. Juni fand das Juni-Gasshuku mit 9 Teilnehmern aus Frankfurt und Pöcking statt.  

Der 2. Tag begann mit der Morgengymnastik vor dem Frühstück. Anschließend haben wir gemeinsam in der Sonne für die Dojo- und Gartenpflege geschwitzt. Es ist herausfordernd in dem Zustand im Kimono zu schießen. Deswegen ist es zu Recht eine gute Übung für alle. Nach dem Mittagsessen sind wir nach Roermond (NL) gefahren und haben dort eine Bootsfahrt am Maasplassen genossen. Obwohl die Wettervorhersage eher schlecht war, schien die Sonne auf unser Boot. Am Spätnachmittag und sowohl nach dem Abendessen von HeikesKitchen haben wir fleißig bis Mitternacht in Smart-Casual trainiert.

Die Teich-Bewohner feuerten die Gäste tatkräftig die ganze Nacht durch an!

 

Der 3. Tag begann mit Schoko-Bananen- bzw. Käse-Spinat-Rollen am Frühstückstisch und anschließend ging das intensive Training (besonderes für die Knie) im Kimono weiter. Nach dem Mittagessen wurde der 3. Durchgang der Bundesliga von der offiziellen Mannschaft „Weidenruten“ (Christoph/Irmgard/Michael/Frank) und eine Fake-Mannschaft (bestehend aus 9 Personen) geschossen. Die echte Mannschaft hatte zum Schluss „ein Treffer“ mehr!

Bis zum nächsten Gasshuku!

Frauen- Gasshuku

Am Wochenende dem 26./27.Mai hat ein Gasshuku erstmals mit nur weiblichen Teilnehmern stattgefunden. Dementsprechend wurden die Trainingsinhalte wie auch die kulinarischen Teile angepasst.  Es ist herauszufordern, bei knapp 30° C im Kimono zu schießen, jedoch ist es deswegen eine extrem gute Übung, das Hadanugi mit nassgeschwitztem Arm und das Tasuki-gake mit voll beschlagener Muneate zu praktizieren. Nach dem Mittagessen machten wir ein Ausflug nach Kasteel de Kaverberg in NL mit dem Auto + Fähre. Abends hatten wir zur erfolgreich absolvierten Prüfung in Tokyo von Mari (3. Dan) und Sayaka (1. Dan) angestoßen. Nach dem Abendessen hatten wir ein Sonder-Mitori-Keiko-Training mit der Hilfe einer Geige.

Am nächsten Tag begann der Tag natürlich wieder mit Süßigkeiten. Durchgehend haben wir in Kimono geschossen und ein Sondertraining mit Frauen spezifischen Schießverhalten trainiert.

Ein Frauen-Gasshuku ist besonders, es wird viel gelacht, aber nicht gejammert.

Ostern-Gasshuku mit Berliner und Frankfurter

Am etwas frischen Oster-Wochenende vom 30.03. bis 01.04. kamen drei Berliner und drei Frankfurter zum Gasshuku. Die Schwerpunkte des 1. Tages waren die ausführlichen Einzelbewegungen des Dojo-Helfers und dem Kaizoe und die Koordination zwischen Ite und beiden Kaizoes. Es gibt keine Standform für die Dojo-Helfer und den Kaizoe, jedoch kann der Steher genauso gut die Rolle spielen wie der Kniende. Abends wurde im Vergleich zu sonstigen Gasshukus etwas zurückhaltend geschossen. Jedoch ging das Abendgespräch etwas länger….

Am 2. Tag begann der Tag mit Morgengymnastik vor dem Frühstück. Der Schwerpunkt des 2. Tages war die Umsetzung der Übung vom Vortag im Sharei, praktisch auch kombiniert mit Steher. Nach dem Mittagessen fand ein kleiner Ausflug zur Tüschenbroicher Mühle statt. Abends gab es ein 4-Gänge-Menü von Heike’s kitchen und dann ging das Abendgespräch weiter… ohne zu schießen. Es kann an den intensiven Sharei-Übungen mit dem  entsprechenden Muskelkater liegen.

Am 3. Tag begann der Tag mit Kendo-Übungen vor dem Frühstück. Der Schwerpunkt war weiterhin intensives und konzentriertes Sharei (2x Yawatashi, Mochimato- & Hitotsumato-Sharei). Der Kaizoe in der Standform ging so gut, dass es keinen ungewöhnlichen Eindruck gemacht hat. 

Nach dem Training hat Sayaka eine original Unterkleidung (Winter-Weste) aus Japan stilvoll präsentiert.

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