2017 Deutsche Meisterschaften in Hannover

Am 6./7. Mai fanden die Deutsche Meisterschaften in Hannover statt. Es war ein sehr spannendes und unberechenbares Wochenende. Auf der Hinfahrt musste der ICE auf Grund einer Strecken-Sperrung umgeleitet werden und somit verzögerte sich meine Ankunft um eine Stunde.

Die Veranstaltung wurde mit einem Yawatashi durch Ite: Feliks Hoff, 1. Kaizoe Sven Zimmermann und 2. Kaizoe Shigeyasu Kameo eröffnet. Anschließend fand die Sempai Einzelmeisterschaft (ab 5. Dan) mit 9 Teilnehmern statt. Persönlich hatte ich 4 von 8 Treffer (50%) und durfte für Platz 3 gegen Klaus Giebel auf eine Zielscheibe (Enkin-Verfahren) schießen, der näher zur Mitte traf. In dieser Gruppe waren Feliks Hoff, Connie Brandl Hoff und Barbare Lemke, die auch vor 40 Jahren an den 1. Deutschen Meisterschaften teilgenommen haben. Feliks als Ehrenpräsident des DkyuBs überreichte ein Erinnerungsheft (Fotos aus 1. Deutsche Meisterschaft) an die beiden Damen. Er sprach über die Kyudo-Entwicklung in Deutschland und dem Sinn des Taikais.

Direkt danach fand die Einzelmeisterschaft mit 36 Teilnehmern statt. Persönlich war ich einer der Wertungsrichter und hatte Punkte in fünf Fächern (0 bis 5) bei der Qualifikationsrunde zu vergeben. Bei der Vorrunde waren die Ergebnisse eher Bescheiden und dementsprechend die Auswertungsergebnisse. Jedoch war die Finale-Runde sehr spannend, da viele tolle Schüsse zu sehen waren und es eine sehr hohe Trefferquote gab.

(Kleine Impression bei der Finale-Runde (Ko-System))

Am 2. Tag begann die Veranstaltung mit Tokubetsu-Embu (Spezial-Demonstration) in Form Hitotsu Mato Sharei durch die Teilnehmer des vortägigen Yawatashi. Anschließend fand die Mannschaftsmeisterschaft mit 9 Mannschaften statt. Persönlich war ich in der NRW-Mannschaft und musste nach der 3. Runde mit Gisela die Position tauschen (3 von 12 Teffern). Am Ende erreichte die NRW Mannschaft Platz 5.

Direkt danach fand die Kyu-Einzelmeisterschaft mit 28 Teilnehmern statt. Persönlich war ich Shajo-Kampfrichter. Wegen der mangelhaften Erfahrung war die Durchführung (Ablauf und TaiHai) etwas durcheinander, jedoch kamen mehr gute Schüsse *1 als bei den Dan-Trägern  bei der Qualifikation (2 Pfeile nach Stilwertung) und sowohl bei der Final-Runde (2x 4-Pfeile).

Bei allen Einzelmeisterschaften fanden spannende und eindrucksvolle Stechen für den 1. bis 3. Platz statt.

*1: zumindest die Leistung, die man besitzt oder sogar besser

Sonntagnachmittag war die Innenstadt von Hannover wegen einer Bomben-Entschärfung evakuiert. Deshalb fuhr die Bahn nicht und es gab keine Möglichkeit von dem Hauptbahnhof abzureisen. Danke an Johannes für das Mitfahrangebot und an meine Frau für die Abholung.

Veröffentlicht unter Event

2017 Gasshuku – Tag der Arbeit

Am langen Wochenende mit dem Tag der Arbeit fand das 1. Gasshuku des Jahres in Waldniel statt. Einige sind bereits Freitagabend angereist, um gemeinsam das Gasshuku zu gestalten.

Am 1. Tag haben wir vormittags im Garten an der frischen Luft gearbeitet. Um 13 Uhr begann dann das Gasshuku mit der Eröffnungszeremonie. Die Temperatur war relativ niedrig, jedoch schien die Sonne den ganze Nachmittag. Wir haben intensiv TaiHai geübt und zwischendurch die Sonne genossen. Kurz vor dem Abendessen fand eine Kyu-Prüfung statt. Zwei Frankfurter (Claudia und Frank) haben den 4. Kyu angestrebt und die bestmöglichen Schüsse vor dem Makiwara präsentiert. Nach der mündlichen Prüfung haben die beide erfolgreich den neuen Kyu-Grad erhalten. Nach dem Abendessen hatte man die Möglichkeit, solang man Lust & Laune hat, zu schießen. Das freie Schießen ging bis Mitternacht.

Am 2. Tag hatten wir Glück mit dem Wetter (Tagsüber Sonne um 19°C). Um 8:30 Uhr begann der Tag mit Morgengymnastik im Shajo vor dem Frühstück. Am Vormittag standen das Shajo und das Makiwara-Dojo für freies Training zur Verfügung. Am Nachmittag fand das Schießtraining in der Mannschaft statt, damit die NRW Mannschaft (Jonas, Wolfgang, Gisela, Shige) eine Woche vor den deutschen Meisterschaften zusammen trainieren konnten. Insgesamt wurden vier Mannschaften je 4 Personen gebildet und jeweils 12 Pfeile in der Mannschaft geschossen. Die NRW Mannschaft hat ihre Startreihenfolge festgelegt und in der Reihenfolge hat sie die Sieger-Zeremonie geschossen. Vor dem Abendessen wurde die Gruppe in zwei geteilt. Eine Gruppe hat kontinuierlich trainiert und die andere Gruppe ging um den Hariksee spazieren. Nach dem Abendessen haben einige fleißige bis fast Mitternacht weiter geschossen und andere haben Karten gespielt.

Wie der 2. Tag begann der 3. Tag mit der Morgengymnastik im Shajo vor dem Frühstück bei Regen.

Der Schwerpunkt für den Vormittag war Sharei. Vor dem Mittagessen fand eine Kyu-Prüfung zum 3. Kyu vor dem Mato statt. Sayaka aus Frankfurt hat eine stabile Schießleistung trotz der Aufregung gezeigt und erfolgreich den neuen Grad erhalten. Nach dem Mittagessen fand das Shakai (Schießwettbewerb) mit 8 Pfeilen in der Mannschaft statt. Wegen einem Gleichstand der Trefferzahl mussten zum 1. und zum 3. Platz gestochen werden. Beate setzte sich gegen Berndt nach Izume-Verfahren zum 1. Platz durch  und Kai vor Michael nach Enkin-Verfahren zum 3. Platz. Anschließend fand das Mato-Asobi (Zielspiel) statt. Es ist ein Beweis, was das intensive 3-Tage-Seminar ausmacht. 2 Pfeile (Berndt / Michael) von 9 Schüssen trafen auf Kinteki (san-sun = 9cm Durchmesser), 3 Pfeile (Swantje / Andrea / Shige) von 18 Schüssen trafen auf das Jahres-Mato (ca. 7cm Durchmesser) und 1 Pfeil (Swantje) traft auf 2x4cm Oval-Silber-Scheibe.

BuL „Rokka“ in Hamburg – Bericht-

Da das stilübergreifende Seminar in Frankfurt mit Connie sehr erfolgreich war und die Menge an Anmeldungen so groß, dass nicht alle teilnehmen konnten, haben ein weiteres Seminar in Hamburg am 22./23. April ausgerichtet. Aus unbekannten Gründen kamen wenige Anmeldungen von der Zielgruppe (Trainer und Dan-Träger) bis zum Meldeschluss und daher wurden auch einige Kyu-Träger zum Seminar aufgenommen. Der Temperatur an beiden Tagen waren außergewöhnlich Kalt für April, aber wir hatten optimale Bedingungen im Dojo (Räumlichkeit, Ambiente, technische Ausrüstung, Pausenverpflegung usw.).

Der 1. Tag begann mit Vorschießen durch beide Lehrer vor dem Makiwara und Komato-Mae in vereinfachter Form und anschließend haben die Teilnehmer Hitote geschossen. Das Hauptthema des 1. Tags war Kyu-Ri, Kyu-Hou und Kyu-Ki – passende Schließtechnik unter der Berücksichtigung der Materialarten und der Dynamik des Materiales.

Der 2. Tag begann ebenfalls mit Vorschießen durch beide Lehrer, jedoch in der formellen Form (Sharei), um den Schwerpunkt des heutigen Thema zu demonstrieren. Das Thema für den 2. Tag war Kyu-Rei und Renshin – Methode für kontinuierliche Verbesserung der körperlichen und geistigen Fähigkeit und Leistung.

Das nächste Seminar „Sharei – Fortsetzung vom 2. Tag“ findet im Oktober / November statt.

Raum und Zeit beeinflussen sich gegeneinander.

  • Die räumliche Dimension (Erweiterung oder Verkleinerung) mit der Nutzung der Zeit geändert werden (Connie).
  • Es ist auch möglich, durch die geistige Dimension und Emotion den Raum (Sonne und Regen) zu ändern (Shige).

 

 

Sonntag am Dojo

Ein sonniger Sonntag ist ein guter Tag um den Garten am Dojo zu pflegen. Heute hatten wir einen Gärtner hier und haben viel über die Baumpflege gelernt. Nach der Kirschblüte kommen jetzt Farne, Schilf und Schachtelhalm.

NRW Meisterschaften

Am Samstag, dem 08.April 2017, fand die NRW Meisterschaft auf dem Gelände des Düsseldojos statt.

Das Dojo hat die Möglichkeit auf 6 Matos zu schießen und viele Teilnehmer aufzunehmen (viele Parkplätze und separate Aufenthaltsräume). Man kann sehen, wie viel Arbeit der Vereinsmitglieder in der Anlage steckt.

Nach dem Yawatashi durch die Kampfrichter (Marco, Johannes und Shige) begann die Mannschaftsmeisterschaft. Insgesamt 12 Mannschaften haben drei Durchgänge je 4 Pfeile geschossen. Unsere Mannschaft (Christoph, Michael und Irmgard) hat punktgleich den 8. Platz mit anderen Mannschaften geteilt. Die besten drei Mannschaften waren Punktgleich und mussten daher noch ins Stechen. Nach zwei Durchgängen hat die Mannschaft Düsseldojo den 1. Platz, Mannschaft Aachen 1 den 2. Platz und Mannschaft „Gemischt 1“ den 3. Platz belegt. Herzlich Glückwunsch!

Nach der Pause startete die Einzelmeisterschaft mit 30 Schützen.
In der Vorrunde haben sich 12 Schützen direkt qualifiziert und 11 Schützen mussten sich noch durch das Schießen auf ein Mato qualifizieren um die restliche 4 freie Plätze zu gewinnen (Enkin-Verfahren). Alle unsere Schützen (Christoph, Michael und Irmgard) waren natürlich bei diesem Stechen dabei und versuchten weiterzukommen. Leider waren andere Schützen näher zum Zentrum.

Bei der Finalrunde (KO-Tournament) schießt man paarweise gegeneinander. Nach einem spannenden Stechen hat Friedgar (Aachen) den 1. Platz, Robert (Düsseldojo) den 2. Platz und Jonas (Düsseldojo) den 3. Platz erreicht. Herzlich Glückwunsch!

 

Der Trainer hat bei der Mannschaftsmeisterschaft zusammen in der Mannschaft „Gemischt 1“ mitgemacht und zusammen den 3. Platz erreicht.

 

Es war für alle eine gute Erfahrung in einer anderen Situation zu schießen. Man besitzt immer noch den gleichen Körper und nutzt das gleiche Material, jedoch erzielt man nicht immer die gleiche Leistung, die man hat. Deshalb ist es umso wichtiger, „gleichen Geist“ (Heijoshin) zu meistern.

Veröffentlicht unter Event

Hochzeitstag + Wettkampfstraining IV

3 Tage vor der NRW Meisterschaft hat unsere Mannschaft zusammen eine Generalprobe in Ryu-Sui-Kan durchgeführt und gleichzeitig den Hochzeitstag von Irmgard und Michael gefeiert, herzlich Glückwunsch! Das Ergebnis war ein guter Schnitt und es hat noch Potential beim Wettkampf zu verbessern.

Es ist so weit auf der Bühne zu sein. Ihr habt euch in der Mannschaft ein eigenes Ritual geschaffen und den geschlossenen Raum für Euch entwickelt. Viel Erfolg und Freude & Spaß beim Wettkampf.

Training im Kyo Ren Kan Dojo (NL)

In der kleinen Stadt Nuenen (in der Nähe von Eindhoven) gibt es ein besonderes Dojo mit stimmungsvollem Flair: „Kyo Ren Kan“, das im privaten Grundstück vom Trainer André Schiebroek errichtet wurde. Das Dojo strahlt die positive Energie und Leidenschaft des Besitzers aus und bietet ein perfektes Ambiente um japanische Kampfkunst zu praktizieren (Kyudo, Iaido, Kenjyutsu).

Wettkampftraining III

An einem sonnigen Sonntag in Waldniel kamen 7 Schützen zum Training, um den Frühling im Dojo zu genießen und natürlich um sich für die NRW Meisterschaften vorzubereiten.

Der erste Frosch zeigte seine Anwesenheit

Es ist gut, Routine zu haben, aber nicht gut, sich auf die Routine zu überlassen.

 

Geburtstagszeremonie und Wettkampftraining II

Am Samstag dem 11.03.2017 fand das zweite Wettkampftraining an Christoph’s Geburtstag statt. Das Training hat mit der Eröffnungszeremonie von Christoph begonnen.

Michael brachte ein Haiku (Gedicht) für die Mannschaft mit, damit die Energie in der Gruppe und im gesamten Raum für das  Schießen genutzt werden kann. Heute haben wir die Schießreihenfolge der Gruppe für den Wettkampf festgelegt.

Wettkampftraining I für die NRW Meisterschaften

Am Sonntag den 05.03.2017 fand ein Wettkampftraining für die NRW Meisterschaften statt, die am 08.04.2017 in Düsseldorf stattfinden (Ausschreibung NRW Meisterschaften 2017). Von unserem Verein wird eine Mannschaft, bestehend  aus Christoph, Michael und Irmgard, an dem Mannschaftswettbewerb und dem Einzelwettbewerb antreten.

 

 

Teilnahmebericht von der Prüferfortbildung

Am 25./26. Februar fand die Prüfer-Fortbildung in Göttingen statt. Knapp 40 Trainer (Prüfer) kamen zum Seminar mit B-Trainer (Feliks, Connie, Thomas und Dagmar) und haben die Prüfer-Übung bei 17°C (gefühlte 15°C) durchgeführt. Es war eine sehr gute Gelegenheit mit anderen Prüfern Meinungen auszutauschen und mit der eigenen Beurteilung zu vergleichen. Persönlich bin ich mit der Motivation, Leidenschaft und guten Willen von den jüngeren Schützen aus dem Verein Göttingen, die für das Seminar zur Verfügung gestellt wurden, begeistert. Dieses motivierte mich und reflektierte besonders für eigene Haltung für das Kyudo.

Nie den Anfänger-Geist vergessen. Ich bin immer noch neugierig und motiviert und möchte mehr lernen und besser werde

Bericht vom Bundeslehrgang Frankfurt

Am 18./19. Februar hat ein Bundeslehrgang mit Gerald Zimmermann, Kyoshi 6.Dan, und Shigeyasu Kameo, Renshi 6.Dan, in Frankfurt stattgefunden. Der Lehrgang wurde ausgerichtet für alle Kyudo-Schützen aus verschiedenen Stilen, die Prinzipien des Kyudos erlernen wollen. Insgesamt kamen 38 Teilnehmer aus verschiedenen Regionen vom 2.Kyu bis zum 5.Dan und einem Kyudo-Alter von 3 bis über 30 Jahren. Die Teilnehmer haben am 1. Tag ausführlich über den Sinn und die Bedeutung der Prinzipien und den Einfluss auf das Schießen gelernt und am 2. Tag diese praktisch geübt. Die Pausen-Verpflegung war wie immer tipptopp organisiert und vorbildlich. Ich hoffe, dass der Lehrgang in der Form fortgesetzt wird und wieder im nächsten Jahr stattfinden wird.

 

Sonniges Training in der Kälte

Es ist sehr kalt, aber die Luft ist klar und eine herrliche Sonne liegt auf dem Azuchi. Laut japanischem Jahreszeit-Zeichen ist es Frühlingsbeginn ab diesem Wochenende. In diesem Winter haben wir hier sehr lange Sonnenstunden.

暦の上では今週末からは春らしいが、正に春を感じさせるような日差しが安土に降り注いでいた。天気予報図を見るとなぜか道場の近隣には雲がかかならい日が多いのは気のせいだろうか・・・確かに今年の冬は日照時間が長い気がする。立春

Alles eingefroren

Nach mehrtägigen Minustemperaturen ist die Eisschicht auf dem Yamichi sehr dick geworden. In diesem Zustand kann der (kleine) Mensch mit den Bewohnern im Teich fast in Berührung kommen.

Die oberen 2-3 cm des Azuchi ist auch eingefroren. In diesem Zustand kann nur der durchschlagskräftigste Pfeile darin stecken bleiben oder brechen. Vor dem Training wurde das Azuchi (um die Matos herum) neu gerichtet. So kann man trotz der Kälte weitertrainieren.

Gerne möchten wir weitere Methoden erfahren.

Yamichi im Winter

Manche Seen in Nordeuropa sind im Winter mit dem Auto befahrbar. Unser Yamichi wurde nach mehrtägigen Minustemperaturen eingefroren und kann nun von Mutigen direkt zum Azuchi gelaufen werden.

Oft erreicht man mehr, wenn die Gegebenheiten reduziert werden.

Neujahrsschießen (新年射会) 2017

Zum 1. Januar (元日) fand das Neujahrsschießen unter eisigen Bedingungen im Ryu-Sui-Kan statt. Nach der Begrüßung wurde das Neujahr mit einem Yawatashi durch Shige (射手), Beate (第一介添) und Michael (第二介添) eröffnet. Anschließend haben die Teilnehmer das Hitote mit dem Gedanken geschossen: 1 Pfeil zur Reflexion des alten Jahres und 1 Pfeil für die Vorhaben im neuen Jahr.

Das Neujahrsschießen begann damit, dass jeder Schütze eine Vorhersage über die Gesamtzahl der Treffer abgeben musste (10 Schützen je 8 Pfeile = 80 möglicher Treffer). Wegen der Kälte und einigen außergewöhnlichen Shitsus (Pfeil fällt vor dem Schuss runter, Pfeil landete am Yamichi zum Glück auf der Eisschicht, usw.) fiel das Ergebnis „deutlich“ schlechter als von allen geschätzt aus.

Nach dem kleinen Wettbewerb des Neujahres fand das Zielspiel (的遊び) statt. Geschossen wurden auf Mato 1 ein kleines Jahres-Mato zur Verfügung gestellt von Johannes, auf Mato 2  hängte 金的 (Golde Scheibe), die im letztem Jahr bei der Dojo-Eröffnung überlebt hatte, und auf Mato 3 hängten drei kleine Matos (無為自然  – nichts absichtliches natürliches / 源清流清 – klare Quelle klar fließen /丁酉  –  Feuer-Hahn als Jahreszeichen). Jeder Schütze hat einen Pfeil auf jeder Position geschossen. Irmgart erlegte das Jahres-Mato auf Position 1. Alle andere Matos überlebten bis zur nächsten Veranstaltung.

Zum Schluss hat sich Kai einen Preis für die meisten Treffer (außer Gastgeber) gesichert und Swantje erhielt ein Mato „無為自然“ für die beste Vorhersage der gesamten Trefferzahl (Abweichung von 13).

Bemerkung: Kyudo wurde schon immer in Japan rund um das Jahr praktiziert und daher ist es eigentlich „nicht außergewöhnlich“ in der Kälte zu schießen.  Der Schütze ist selbst verantwortlich für den Einfluss aus das Ergebnis, da er lediglich immer das Beste in den gegebenen Bedingungen (Umgebung, Klima, körperlich und geistig) geben kann und durch das  Ergebnis selbst reflektieren sollte.

 

元日の挨拶 – Begrüßung am ersten Tag im Neujahr

新年明けましておめでとうございます。皆様のご健康と弓道におけるご健勝を心からお祈りします。本年度の干支は丁酉ですが、丁(ひのと)は「火の弟」と書き、酉(とり)は「熟している」を意味していると言われています。丁酉は60年に一度の干支ですが、歴史を振り返ると乱世で変革の年であったようです。よってこの変革の力をもって、自己の弓を良い方向へ転換させる良い時期と思い、お互い稽古に励みましょう。

Frohes Neues Jahr! Ich wünsche allen Kyudo-Schützen Gesundheit und viel Erfolg in diesem Jahr.
img_5819元日 柳水館 亀尾茂康

1.1. Ryu-Sui-Kan Shigeyasu Kameo

Bericht vom Landeslehrgang in Berlin

Am 3./4. Dezember wurde ich als Lehrer für einen Landeslehrgang nach Berlin eingeladen. Das Wetter Vorort, die Motivation und die Laune der Teilnehmer (Graduierung vom 6.Kyu bis 5.Dan, Kyudo-Alter von 0 bis 32 Jahre) waren hervorragend. Die Themen waren 1) wie man trifft, besser trifft und immer trifft, 2) im TaiHai Verbindung mit dem Schießen herstellen. Daher war es wichtig, erst über die Eigenschaft des Materials zu wissen und dementsprechende Techniken zu verwenden. Auch wichtig war, den eigenen Körper kennen zu lernen und die Basiskraft aufzubauen. Während des Seminars wurden immer wieder Fragen über den Sinn gestellt. Um das Ziel des Kyudos zu erreichen ist es essentiell „Sinn“ zu finden und sinnvoll diesen zu gebrauchen.

Ich wünsche allen Teilnehmern gute Erholung vom Muskelkater und Freude den „Sinn“ für sich zu entdecken.

 

Der Trainer

Trainingsbesuch in Hürth

Der Kyudo-Verein in Hürth wird nach dem Tod von Günther Dauner nun von Hannelore betreut. Ich habe am Freitag den 11.11.2016 erstmals das Training besucht.

Insgesamt kamen 6 Personen zum Training. Hannelore leitete das Training sehr souverän und mit klareren Anweisungen. Obwohl der Verein nur einmal pro Woche Training anbietet, können die Schützen nicht nur vor dem Makiwara gut schießen, sondern sie praktizieren auch TaiHai-Form. Das ist ein gutes Beispiel, dass ein so toller Kyudo-Geist trotz nicht optimalen Bedingungen (Trainingshäufigkeit, kleine Halle < 25m, kein Vereinsmaterial alles vom Privat zur Verfügung gestellt) stark werden kann.

In einer kleinen Pause habe ich einen Mini Vortrag über Material-pflege und mentale Vorbereitung vor dem Training gehalten und anschließend in kurzer TaiHai-Form zwei Pfeile vorgeführt.

Da sie ab nächstem Jahr einen DkyuB Mitglieder werden, habe ich am Ende des Training eine kleine Motivation (Ankündigung für erste Kyu-Prüfung im Jan./Feb.2017) gegeben.

Der Trainer

Werk von Oleksii Gnievyshev

"Die Spannung"Dieses Werk Triptychon „Die Spannung“ findet man in der Galerie Timeless Art in der Sudermanstr. 10, 50670 Köln. Die Öffnungszeiten sind Dienstag bis Freitag von 11.00 Uhr – 18.00 Uhr und Samstag von 14.00 Uhr – 18.00 Uhr.

柳水館・道場開き – Ryu-Sui-Kan Dojo Einweihung

Am Sonntag den 23.10.2016 wurde das Kyudojo „Ryu-Sui-Kan“ offiziell mit zahlreichen persönlichen Freunden aus verschiedenen Ländern in der Kälte eingeweiht. Bei der Eröffnungszeremonie wurden die Begrüßungsworte vom Trainer und dem Deputy Generalkonsul von Japan gesagt, zusätzlich wurden die zugeschickten Grußwörter vom Ehrenpräsidenten des DkyuBs und des Präsidenten des IKyuFs vorgestellt. Alle Demonstrationen und das Programm wurden von der musikalischen Darstellung der Shinobue (Bambus Flöte) und der Taiko (Trommel) begleitet.

Die erste Demonstration 本田流・鳴弦の儀 „Meigen no Gi“ im Honda-Ryu Stil in besonderer Kleidung wurde gefolgt von dem Shinobue-Solo. Anschließend wurde die zweite Demonstration 日置流・巻藁射礼 „Makiwara-Sharei“ im Heiki-Ryu Stil mit dem musikarischen Stück 朧 „Oboro“ (Verschwommen) komplettiert. Nach dem Taiko-Solo wurde der 2. Teil das „Taikai“ mit einem Yawatashi eröffnet. Insgesamt 27 Teilnehmer haben je 2×2 Pfeile geschossen. Die Platzierung des 1. bis 3. Platz im „Izume“ wurde mit dem musikarischen Stück 陶 „Tao“ (Lohende Flamme) entschieden. Während der Einweihung wurden Bonsais und Malerei am Dojo präsentiert.

Shige&Heike

 

Vielen Dank für Teilnahme des Dojo-Birakis und bis Bald unsere Freunden hier im Ryu-Sui-Kan. Oktober 2016 Shige & Heike

Veröffentlicht unter Event

EKF Shogo Seminar in Paris – Teilnahmebericht-

Mit der Rekord-Teilnehmerzahl von 25 Teilnehmern (davon 18 mit Renshi-Titel und 7 Kyushi-Titel) fand ein EKF Shogo Seminar im Kyudojo National de Noisiel / bei Paris (www.kyudojo-noisiel.fr) statt.

Obwohl es in Form „Benkyo-Kai“ (Lerngruppe) war, hat die Kyoshi-Gruppe die Lehrerrolle übernommen und vorbereitete Vorträge und Programme durchgeführt. „Es war undenkbar, nur innerhalb europäische Shoto-Träger ohne Anleitung vom japanischen Senseis eigene Seminare zu organisieren“ sagte der Kyoshi 7.Dan Tryggvi Sigurdsson am Beginn des Seminars und betonte, dass fast die Hälfte der europäischen Shogo-Träger heute anwesend sind. Ich kannte jedoch nicht alle, die dort waren und merkte, dass ich seit langer Zeit nicht mehr beim EKF- oder ANKF-Seminar war (mein letzter Besuch eines EKF-Seminars war 2005 in Den Haag)

Gleich nach dem Yawatashi haben die Teilnehmer in der Kyogi no Maai (Wettkampftiming) Hitote (ein Paar Pfeile) geschossen. Ich habe mich sehr gefreut zu sehen, dass einigen bekannte Schützen einen große Fortschritt gemacht haben und sie so gut & schön schießen. Ich reflektierte mich gleichzeitig, wie es bei mir gelaufen ist….. trotz viele Zwangspausen und Ausreden habe ich leider eher das Niveau gehalten als weiter entwickelt. Das Feedback von der Kyoshi-Gruppe: lots of efforts (viele Bemühungen) and sincerely (Aufrichtigkeit oder Gutmütigkeit) waren sichtbar, jedoch technische Defizite im „Tenouchi“ und durch „Überziehen von Rechts“. Danach hatten die Teilnehmer gleich die Möglichkeit, individuelle Korrekturen beim Schießen zu bekommen.

Nach der Mittagspause wurde Tachi-Sharei (Zeremonie Stand-Form) durch Claude, Ray und Feliks vorgeführt. Die Abläufe sind viel einfacher und unkomplizierter als andere Sharei-Formen, aber die Lehrer-Gruppe und sowohl die Teilnehmer hatten viele Fehler und Schwierigkeiten sauber zu schießen, da es absolut „ungeübte und ungewohnte“ Abläufe waren.  Gleichzeitig haben die Teilnehmer versucht, bei jedem Schuss seine individuellen Korrekturen in Tachi-Sharei umzusetzen.

Der 2. Seminar-Tag hat mit Hitotsu-Mato durch Charles-Louis, Gerald und Laurence angefangen. Das war ein sehr solides TaiHai und gute Schüsse gewesen. Kurz vor der Mittagspause wurde eine Präsentation über Renshi no Kokoro-Gamae (Haltung für Renshi) durch Gerald vorgetragen. Es war sehr klar strukturiert und verständlich gewesen. Beim Mittagessen habe ich extra ein japanisches Bier „Ichiban Shibori“ erhalten, da ich am 1. Tag beim Mittag erzählte, dass ich mit dem Bier besser alle Information in meinen Schädel kriegen kann als mit Wein. Mein erstes Wort war „Thank you, you made my day“.

Nach der Mittagspause haben wir zu fünft weiterhin „Tachi-Sharei“ geübt und dabei technische Korrekturen erhalten. So erfüllt und ein glückliches Gefühl vom Bier (das ist nicht, dass ich faktisch ein Bier bekommen haben, sondern dass ich so viel Aufmerksamkeit und besondere Gastfreundlichkeit erhalten habe) fühlte ich mich befreit und konnte sogar die körperliche Müdigkeit genießen. Tryggvi hat in der letzten Stunde sehr leidenschaftlich „Tenouchi“ vor dem Makiwara unterrichtet. Es überraschte mich etwas, aber positive, da ich noch nicht diese Passion und Emotion von ihn kannte. Ich habe so viele guten Geist und Willen durch Ishin-Denshin (von Herzen zu Herzen) erhalten und das allein hat die Reise nach Paris  gelohnt.

Ich möchte mich noch einmal bei der Lehrer-Gruppe, die uns gezeigt hat  „es geht noch weiter“ und „zusammen miteinander entwickeln“ und bei der Organisation, die so herzliche angenehme Atmosphäre im Raum geschaffen hat, bedanken.

 

Veröffentlicht unter Event