Nationalkadertraining Oktober 2026

Neben dem regelmäßigen Training, Seminaren und Wettkämpfen gehören inzwischen auch die Trainings des Nationalkader zu den Events, auf denen ich viel lernen und für meinen Bogenweg mitnehmen kann.

Nachdem leider im September das Kadertraining Nord ausfallen musste, durften wir am letzten Wochenende (10./11. Oktober) zum Gesamtkadertreffen nach Bonn. Dabei sollte neben Feedback zu unserem Schießen und Saiten Seido auch der Kernkader gewählt werden. Die Wahl des Kernkaders wurde noch einmal auf den Januar verschoben, aber wir bekamen sehr viel Input zu Taihai und Schießen vom Trainergespann Ingrid Haußner, Sorin Jurma und Sven Zimmermann, die diesmal Verstärkung durch unseren Trainer Shigeyasu Kameo erhielten.

Kameo-Sensei gewährte uns dabei auch etwas tiefere Einblicke in das Wertungssystem bei den Europameisterschaften, das sich doch etwas von dem unterscheidet, dass für die deutschen Meisterschaften angewendet wird. Mit diesem Hintergrundwissen und Gesamt-Feedback zu unserem ersten Vorschießen am Samstag gab es dann noch einmal individuelle Korrekturen.

Ich finde es immer sehr spannend zu sehen, wie unterschiedlich auch die Trainer in ihrer Art sind, Korrekturen zu geben und worauf sie jeweils besonders achten. Für mich heißt es dann immer aufmerksam zuhören, mir im Nachgang alles genau notieren und dann mit der größten Korrektur zu beginnen.

Kadertraining ist aber nicht einfach nur Schießen und Taihai. Es ist immer wieder eine schöne Möglichkeit die Schützen der anderen Vereine zu treffen und sich auszutauschen. Ich merke dann immer, wie sehr wir alle die Begeisterung für Kyudo teilen.

So konnten wir dann auch den Samstagabend beim gemeinsamen Abendessen im Chinatown gemütlich und gesellig ausklingen lassen.

Am Sonntag stand dann der Wettkampf im Mittelpunkt. Zunächst wurde einmal der Wettkampf im Einzel mit 5er-Tachis simuliert und anschließend die Variante in 3er-Teams. Unter dem wachsamen Auge der vier Trainer versuchten wir alle auch das Feedback vom Vortag mit einfließen zu lassen und eine möglichst gute Form zu zeigen, die dann auch zu Treffern führen sollte, getreu dem Motto Seisha Hitchu.

Leider sind diese Wochenenden immer viel zu schnell wieder vorbei, aber dennoch sind solche Trainingseinheiten sehr hilfreich. Wir können uns selbst verbessern, uns besser aufeinander einspielen als Teams und auch lernen mit Prüfungs- und Wettkampfsituationen entspannter umzugehen. Letzteres funktioniert übrigens wunderbar, wenn man direkt als Omae vor den Prüfern schießt.

An dieser Stelle noch einmal ein großes Dankeschön an die Lehrer Ingrid Haußner, Sorin Jurma, Sven Zimmermann und Shigeyasu Kameo und natürlich an die fleißigen Helfer aus Bonn, ohne die das Training so nicht hätte stattfinden können. Ich freue mich auf das nächste Treffen.

(Peter Fey)