Am 26./27. September war ich zum ersten Mal für ein Kyudo Seminar in Bukarest.
Besonders beeindruckt haben mich zwei Teilnehmerinnen aus der Ukraine, die eine sehr lange Reise auf sich genommen hatten, nur um an diesem Seminar teilnehmen zu können. Auch bei den anderen Teilnehmern war die Begeisterung und der Wunsch zu spüren, Kyudo nicht nur zu üben, sondern immer tiefer zu verstehen.
Das hat mich auch daran erinnert, wie dankbar wir sein können, regelmäßig mit unserem Sensei trainieren und von ihm lernen zu dürfen.
Für mich persönlich war es besonders schön, wieder mehr über meinen eigenen Körper beim Schießen zu erfahren und zu lernen, mit dem Bogen mehr zu spüren, statt nur etwas „richtig machen“ zu wollen.
Für mich wurde deutlich, Kyudo lernt man nicht über Nacht. Je länger ich übe, desto mehr merke ich, wie viel Entwicklung von Körper und Geist dieser Weg braucht. Das man bereit sein sollte, sich immer wieder neu darauf einzulassen.
Vielleicht sind mir deshalb gerade die beiden Ukrainerinnen so in Erinnerung geblieben. So einen langen Weg für das eigene Kyudo auf sich zu nehmen, hat mich berührt und gleichzeitig daran erinnert, wie viel Hingabe in diesem Weg liegen kann.
Aus Bukarest nehme ich deshalb vor allem den Wunsch mit, meinem eigenen Kyudo wieder bewusster zu begegnen, weiter zu lernen und auch den langen Weg als Teil davon anzunehmen.

Es war eine sehr schöne Begegnung mit Menschen, die die Begeisterung für Kyudo teilen und eine besondere Erfahrung in Bukarest.
(Sabrina Kazzaz)






