Neujahrsschießen (新年射会) 2017

Zum 1. Januar (元日) fand das Neujahrsschießen unter eisigen Bedingungen im Ryu-Sui-Kan statt. Nach der Begrüßung wurde das Neujahr mit einem Yawatashi durch Shige (射手), Beate (第一介添) und Michael (第二介添) eröffnet. Anschließend haben die Teilnehmer das Hitote mit dem Gedanken geschossen: 1 Pfeil zur Reflexion des alten Jahres und 1 Pfeil für die Vorhaben im neuen Jahr.

Das Neujahrsschießen begann damit, dass jeder Schütze eine Vorhersage über die Gesamtzahl der Treffer abgeben musste (10 Schützen je 8 Pfeile = 80 möglicher Treffer). Wegen der Kälte und einigen außergewöhnlichen Shitsus (Pfeil fällt vor dem Schuss runter, Pfeil landete am Yamichi zum Glück auf der Eisschicht, usw.) fiel das Ergebnis „deutlich“ schlechter als von allen geschätzt aus.

Nach dem kleinen Wettbewerb des Neujahres fand das Zielspiel (的遊び) statt. Geschossen wurden auf Mato 1 ein kleines Jahres-Mato zur Verfügung gestellt von Johannes, auf Mato 2  hängte 金的 (Golde Scheibe), die im letztem Jahr bei der Dojo-Eröffnung überlebt hatte, und auf Mato 3 hängten drei kleine Matos (無為自然  – nichts absichtliches natürliches / 源清流清 – klare Quelle klar fließen /丁酉  –  Feuer-Hahn als Jahreszeichen). Jeder Schütze hat einen Pfeil auf jeder Position geschossen. Irmgart erlegte das Jahres-Mato auf Position 1. Alle andere Matos überlebten bis zur nächsten Veranstaltung.

Zum Schluss hat sich Kai einen Preis für die meisten Treffer (außer Gastgeber) gesichert und Swantje erhielt ein Mato „無為自然“ für die beste Vorhersage der gesamten Trefferzahl (Abweichung von 13).

Bemerkung: Kyudo wurde schon immer in Japan rund um das Jahr praktiziert und daher ist es eigentlich „nicht außergewöhnlich“ in der Kälte zu schießen.  Der Schütze ist selbst verantwortlich für den Einfluss aus das Ergebnis, da er lediglich immer das Beste in den gegebenen Bedingungen (Umgebung, Klima, körperlich und geistig) geben kann und durch das  Ergebnis selbst reflektieren sollte.

 

元日の挨拶 – Begrüßung am ersten Tag im Neujahr

新年明けましておめでとうございます。皆様のご健康と弓道におけるご健勝を心からお祈りします。本年度の干支は丁酉ですが、丁(ひのと)は「火の弟」と書き、酉(とり)は「熟している」を意味していると言われています。丁酉は60年に一度の干支ですが、歴史を振り返ると乱世で変革の年であったようです。よってこの変革の力をもって、自己の弓を良い方向へ転換させる良い時期と思い、お互い稽古に励みましょう。

Frohes Neues Jahr! Ich wünsche allen Kyudo-Schützen Gesundheit und viel Erfolg in diesem Jahr.
img_5819元日 柳水館 亀尾茂康

1.1. Ryu-Sui-Kan Shigeyasu Kameo

Trainingsbesuch in Hürth

Der Kyudo-Verein in Hürth wird nach dem Tod von Günther Dauner nun von Hannelore betreut. Ich habe am Freitag den 11.11.2016 erstmals das Training besucht.

Insgesamt kamen 6 Personen zum Training. Hannelore leitete das Training sehr souverän und mit klareren Anweisungen. Obwohl der Verein nur einmal pro Woche Training anbietet, können die Schützen nicht nur vor dem Makiwara gut schießen, sondern sie praktizieren auch TaiHai-Form. Das ist ein gutes Beispiel, dass ein so toller Kyudo-Geist trotz nicht optimalen Bedingungen (Trainingshäufigkeit, kleine Halle < 25m, kein Vereinsmaterial alles vom Privat zur Verfügung gestellt) stark werden kann.

In einer kleinen Pause habe ich einen Mini Vortrag über Material-pflege und mentale Vorbereitung vor dem Training gehalten und anschließend in kurzer TaiHai-Form zwei Pfeile vorgeführt.

Da sie ab nächstem Jahr einen DkyuB Mitglieder werden, habe ich am Ende des Training eine kleine Motivation (Ankündigung für erste Kyu-Prüfung im Jan./Feb.2017) gegeben.

Der Trainer

10 Jahre Kyudo in Bonn – Teilnahmebericht

Am Samstag den 17.09.2016 feierte der Verein in Bonn sein 10-jähriges Jubiläum. Am gleichen Tag fand das Fußballspiel (Bonner SC gegen 1FC Köln U23) direkt neben der Halle statt. So hat die Veranstaltung sehr dynamisch begonnen. Direkt nach der Begrüßung hat das Mato-Asobi (Zielspiel) mit 23x Teilnehmer begonnen. Sehr innovative und interessante Zielen wurden vorbereitet.

  1. Durchgang mit 24cm Mato mit 10 Punkte
  2. Durchgang mit mehrere Kreisel in der verschiedenen Größen und Punkten
  3. Durchgang mit gemalte Zahl „10“
  4. Durchgang mit gehängte Fächer
  5. Durchgang mit 10-Jahre Scheibe und gemalte kleine Ziele
  6. Durchgang mit vier Fläche 10-16-6-10 Punkte
  7. Durchgang mit Ginteki (Silber-Mato) mit 9cm Durchmesser

Film: Mato-Asobi

Die Ergebnisse…..

Ergebnisliste Mato-AsobiPlatz 1 Sven, Platz 2 der Trainer und Jürgen, Platz 3 Detlef

Nach einer kleinen Pause fand der Einzelwettkampf „Bonn-Sia-Cup“ statt. Während des Wettkampfs wurden wir die ganze Zeit von Fußball-Zuschauern „angefeuert“. Nach 3x Durchgängen wurde der Trainer 1. Platz mit 9/10 Treffern und der 2. Platz mit 7/10 Treffer für Gisela entschieden. Zum 3. Platz mussten 4 Personen mit 5/10 Treffern noch in Enkin-Kyosha gestochen werden. 2 von 4 haben das Mato getroffen und der Pfeil von Christoph landet etwas näher zum Mittelpunkt als der Pfeil von Johannes. Somit hatte Christoph den 3. Platz erreicht.

 Film: Enkin erster / Ekin zweiter / Ekin dritter / Enkin vierter

Anschließend hat die Taiko-Gruppe aus Düsseldorf, Shin-Daiko (www.shin-daiko.de) in der Halle sehr energetisch gespielt. Dabei war ein Mitglied vom Bonner Verein auch dabei und hat  mitgespielt.

Film: Taiko 1 / Taiko 2 / Taiko 3

Bilanz vom Heute, 1x Silber-Mato, Urkunde von 1. Platz und Bonsai mit Anleitung.

Preis

 

Sommer Gasshuku

Da eine geplanter Bundeslehrgang an diesem Wochenende abgesagt wurde, haben wir ein paar Freunde aus Frankfurt zu einem Gasshaku unter dem herrlichen (noch) Sommerwetter in Waldniel eingeladen. Der 1. Gasshuku-Tag ist wie immer der lange Tag, mit viel und intensivem Schießen. Kurz vor der Pause haben wir vier Pfeile in der Kyogi no maai geschossen. Der erste Platz wurde bereits mit vier Treffer vergeben. Vier Personen (Yoko, Michael B, Michael L und Irmgard) hatten mit zwei Treffern Gleichstand und deshalb musste eine weitere Runde auf eine Zielscheibe geschossen werden, um die Platzierung zu entscheiden. Da die erste drei Schützen trafen und davon zwei Pfeile gleich entfernt von der Zielmitte waren, musste noch eine zusätzliche Enkin-Runde geschossen werden. Michael B. platzierte sich als 2. und Yoko für den 3. Platz. Danach gab es einen Ausflug in das Naturschutzgebiet, Erholung in den Hängematten und auch Materialkunde (richten des Bogens).

Siehe Video Clips „Enkin Kyosha“

Enkin I (Yoko) Enkin II (Michael L.) Enkin III (Michael B.) Enkin IV (Irmgard)

Abends hatten wir ein kulinarisches und vegetarisches 6 Gänge Menü:

  • Feigen mit Basilikum an Salat
  • Nudeltäschchen mit Ziegenkäse
  • Pilz-Süppchen
  • Tarteletts mit Puy-Linsen
  • Käseküchlein mit Hinbeersorbet und Minz Esupuma
  • Käse-Auswahl

Anschließend haben wir nach einer Sake-Runde in informeller Kleidung bis Mitternacht geübt.

Am 2. Gasshuku-Tag haben wir uns mit Umkraut zupfen im Garten aufgewärmt. Nach dem Mochimato-Sharei durch Shige, Beate und Michael haben die Teilnehmer im extremen Regenguss mit starkem Wind TaiHai praktiziert. An dem Nachmittag schien die Sonne wieder und wir haben den Sommer bis halb vier voll genossen.

Siehe Video Clips: Regenguss im Yamichi

Bis zum nächsten Gasshuku!

Nachruf – Günther Dauner

Bedauerlicherweise ist unser Mitglied und mein persönlicher Kyudo-Freund Günther Dauner am 17.August kurz vor seinem 67. Geburtstag wegen einer langjährigen Krankheit verstorben. Ich kannte Günther seit mehr als 15 Jahre und hatte sehr großen Respekt für seine Haltung im Kyudo-Leben.

< Kyudo-Lebenslauf von Günther Dauner >

Meine erste Begegnung mit Günther und seiner Frau war im Jahr 2000/2001 als ein Dan-Seminar in Köln stattgefunden hat. Damals hat das Ehepaar Dauner mir eine Privat-Unterkunft angeboten. Am Abend haben wir bis spät über das Leben und das Kyudo gesprochen. Bis ins Jahr 2004 hatte ich wegen einer besonderen Beziehung mit Günther Ismer (dem damaligen Trainer im Kölner Dojo) oft in Köln trainiert und dort zusammen mit Günther geschossen. Seit 2009 kam Günther mit seiner Frau regelmäßig nach Frankfurt, um an meinem Kimono-Training teilzunehmen.

Sieger der DM für Sempai, 19.06.2011 in Aachen
DSM 2011 in Aachen

Als ich im Jahre 2010 mein Job gewechselt und nach Mettmann umgezogen bin, wurde ich Mitglied des Kyudoverein

Neandertal e.V., wo Günther als Trainer und Vorstand tätig war. Kurz später hat er unter meiner Begleitung seine Schießform in den Shomen-Stil gewechselt und nahm seitdem en meinen Seminaren teil.

Als ich im Jahr 2013 den Verein Kyudo in Waldniel e.V. gegründet habe ist Günther auch Vereinsmitglied geworden. In der Zwischenzeit hat Günther einen eigenen Verein in Köln-Hürth gegründet und weiterhin als Trainer in Neandertal unterrichtet.

< Meine persönliche Interpretation über seinen Kyu-Do >

Günther war schon immer erfolgreich im Wettkampf, hat mir aber den Eindruck gegeben, dass das Kyudo nicht darum geht. Er hatte immer nach „etwas“ im Kyudo gesucht und war immer sehr offen Neues zu erfahren. Seit er seinen Schießstil gewechselt hat, tauschten wir intensiv unsere Gedanken, Gefühle und Erfahrungen aus. Dabei habe ich festgestellt, dass sein Ziel immer klarer und deutlicher wurde und dass er nicht nur seine Eigenschaft, sondern sein Wesen tief verstanden hat. Durch die zunehmende Krankheit hat seiner Körper nicht mehr so funktioniert wie früher, aber umso mehr verbesserte er seine Technik.Günther Dauner

Ich habe noch ein klares Bild, wie Günther seinen letzten Schuss vor mir gemacht hat. Er steht an der Honza und kniet ab. Sein Geist wird so klar und rein und strahlte seine innere Ruhe ganz sanft aus. Er zeigt keine Emotion nach außen, jedoch weiß ich dass er nun alle Energie vom ganzen Universum einsammelt und seinen Körper, Geist und der Bogen zusammen eins werden. Er steht auf an der Shai. Seine Augen sind so gelassen und der Blick ist weich. Er hebt den Bogen hoch und seiner Körper wird zwischen dem Bogen und der Sehne hinein gebracht. Es gibt weder Pfeil noch Bogen oder Körper, ein quasi gegenstandsloser Zustand durch Harmonie von allen. Plötzlich bildet sich ein Vakuum im Raum und der Pfeil wird von dort befreit. Seine Energie strahlt im Raum aus und macht seinen Körper und den Bogen wieder sichtbar.

Ich denke, dass seine Leidenschaft und sein Willen immer weiter getragen werden. Da sein Wesen vom Körper befreit ist, kann er gleichzeitig überall in unserem Kyudo-Leben sein und unendlich in unserer Erinnerung bleiben. Nun versuchen wir auf demselben Weg zu gehen und was er angestrebt hat, fortzusetzen.

17. Frankfurt Open – Teilnahmebericht-

Am Samstag, den 27.08.2016, trafen sich 41 Teilnehmer (Rekordanzahl) unter extrem hohen Temperaturen (Rekordtemperatur) aus verschiedenen Bundesländern auf dem künftigen Dojo-Gelände des Kyudojo Frankfurt e.V. in Frankfurt Niederrad. Ein derartiger Wettkampf „auf einem völlig freien unebenen Gelände“ ist einzigartig (außer Enteki Weit-Schießen auf 60m Entfernung). Daher ist der 1. Durchgang immer spannend, um Orientierung am Schießplatz und im Zielbereich zu bekommen. Einige hatten Glück oder Unglück mit dem Platz oder mit dem Wind beim Schießen. Es gab so viele Geräusche (Flugzeuge, Güterzüge, Hubschrauber, Anfeuerung aus dem Fußballstadion,…), die die Wettkampfstimmung vermehrt haben. Nach der 5. Runde mit je 4 Pfeilen hatten zwei Schützen mit 14 die meisten Treffer. Nach dem Stechen hat der Trainer nach 15 Jahren (3. Frankfurt Open in 2001) den Titel wieder geholt und den Wanderpokal nach Waldniel gebracht. Anschließend gab es das traditionelle Grillfest. Vermutlich war dieses Frankfurt Open das letzte Mal auf dem freien Gelände und im nächsten Jahr findet das erste Frankfurt Open im Dojo statt.

Taiko Spiel

Sonntagstraining – Besuch vom Düsseldojo

Nach dem Motto „Viel Freude am Schießen und diese mit vielen Leuten teilen“ haben wir unseren Nachbar Kyudo Verein Düsseldojo e.V. aus Düsseldorf am 17.07.2016 zum Sonntagstraining eingeladen.

Das Training begann ab 13 Uhr unter der in Japan ähnlich hohen Luftfeuchtigkeit. Der Verein Düsseldojo wurde wie wir im Jahr 2013 gegründet und sie haben viele neue Mitglieder durch eine aktive Öffentlichkeitsarbeit und effektiven Werbemaßnahmen gewonnen.

Die jüngeren Schützen treten an die Shai, öffneten den Bogen großzügig und schossen sehr dynamisch zum Ziel. Man kann vom Eindruck des Schießens sehen, wie gut das Verhältnis zwischen den Trainer und den Schüler funktioniert, und dass das anstehende Projekt „Dojobau“ den Verein zusammenschweißt.

Zwischendurch fand das Training in einer Wettkampfsituation statt, damit die jüngeren Schützen die besonderen Abläufe auch in einem fremden Dojo erfahren können. Durch Zufall sind die Entscheidungen nach Izume- und Enkin-Kyosha ergeben. Irgendwann stehen die Schützen in einem echten Wettkampf und konnten so besondere Erfahrung für sich sammeln.

Zum Schluss wurde ein kompletter TaiHai-Durchgang von der Trainergruppe vorgeführt, den die jüngeren Schützen demnächst lernt werden.

Mit dem sommerlichen Wetter freuen nicht nur die Schützen, sondern auch die Bewohner im Teich. Sie quaken (Frösche) und spritzen Wasser (Koi).

Ich hoffe, dass das Training das Motto erfüllt hat und das Zusammenschießen bald wiederholt wird.

Der Trainer

1. Gasshuku am Pfingst-Wochenende

Am Pfingst-Wochenende fand das 1. Gasshuku (mit Gästen aus der Frankfurter Shomen-Gruppe) in den außergewöhnlichen kalten Temperaturen zwischen 6 und 14 Grad im Ryu-Sui-Kan Dojo statt.

Am 1. Tag hatten wir Spezial-Gäste, Bonsai-Meister aus Essen und Kalligraphie-Meisterin aus Düsseldorf, während eines Mini-Wettkampfes (8 Pfeile nach Treffern). Der Gastgeber belegte den 1. Platz, für den 2. und 3. Platz (Michael vor Andrea) wurde nach Izume und für 4. und 5. Platz (Beate vor Kai) nach Enkin-Hou entschieden. Anschließend fand ein Zielspiel (ca. 9 cm Durchmesser) statt. Abends hat die Gastgeberin leckere indische Gerichte vorbereitet und mit Altbier vom Niederrhein, Wein weiß&rot und natürlich unverzichtbaren Sake angestoßen. Da das Training in Form „Open-End“ war, haben die Gäste bis Mitternacht geschossen.

Am 2. Tag begann das Training mit Yawatashi (Ite Gastgeber Renshi 6. Dan, 1. Kaizoe Beate 5. Dan, 2. Kaizoe Michael 4.Dan)

Anschließend wurde das intensives Übung in Form Mochi-& Hitotsu-Mato und PrüfungsTaiHai durchgeführt. Nach der wärmenden Suppen-Zeit fand die 1. Kyu-Prüfung (5. bis 3. Kyu) mit den Prüfer (der Gastgeber und Günther Dauner) statt. Alle Prüflinge (Serjoscha, Sayaka, Aya und Thomas) haben ihren jeweiligen Grad bestanden. Herzlich Glückwunsch! Danach wurde das Zielspiel vom Vortag fortgesetzt, da keiner getroffen hatte. Als der Pfeil vom Thomas knapp am Mato gelandet war, fiel das Mato nach unten am Boden, daraufhin wurde es von Michael von Hinten durchschossen (= leider ungültig). Direkt mit dem nächsten Schuss hat Beate das Mato endlich „richtig“ getroffen. Nach der Kaffeepause wurde die Gruppe zwei geteilt: freies Training und Spaziergang im Naturschutzgebiet Schwalm-Nette. Die Gastgeberin hat das 3.Gänge-Menue vorbereitet. Trotz der zahlreichen Gerichte und Getränke am Abend wurde die Motivation zum Schießen nicht vernachlässigt. Wie am 1. Tag ging das individuelles Training bis Mitternacht.

Am 3. Tag ging das Training weiter in der Kälte. Zum Schluss haben alle Gasshuku-Teilnehmer mit der letzten Kraft die Abschluss-Zeremonie geschossen. Das war ein wunderschönes langes Wochenende mit Kyudo & gemeinsamen Erlebnissen.

Nachruf Fritz Gabler

Erinnerung an Fritz Gabler (verstoben am 2. Mai 2016)

Er wohnte in der Innenstadt von Rottweil, wo ich ein paar Mal übernachten durfte.
Wegen der großen Schneemenge im Winter haben die Stadthäuser eine extrem steile Dachneigung. Daher hat das Haus eine unglaublich große Räumlichkeit im Dachgeschoss mit ca. 12m Höhe.

Er war einer der Gründungsmitglieder des DkyuB, hat den Verein in Rottweil gegründet und zusammen mit anderen Vereinsmitgliedern das Dojo errichtet, wo man morgens durch den vorbeifahrenden ICE geweckt wird.

Ich habe dort glaube ich 1998 erstmals an den Deutschen Meisterschaften teilgenommen und war beeindruckt von dem Dojo in Deutschland.
Bis 2010 wurde ich einige Male von Fritz eingeladen um dort Taihai zu unterrichten.
Einmal flog einer Pfeil eines Schützen etwas höher, sodass der Pfeil auf dem Dach entlang hoch geschossen wurde. Ca. 50m hinter dem Azuchi haben wir direkt an der Schiene ein paar Pfeile gefunden, die vermutlich etwas älter waren.
In Rottweil habe ich erstmals die schwäbische Küche kennengelernt, wie lecker sie ist.
Ein Restaurant bietet „nur“ Maultaschen, jedoch in tausenden Variationen an.

Ich möchte mich bei Fritz Gabler für die schönen Erinnerungen und Erfahrungen in Rottweil bedanken. Ohne seine Initiative hätte es dies alles nicht gegeben.