EKF Shogo Seminar in Paris – Teilnahmebericht-

Mit der Rekord-Teilnehmerzahl von 25 Teilnehmern (davon 18 mit Renshi-Titel und 7 Kyushi-Titel) fand ein EKF Shogo Seminar im Kyudojo National de Noisiel / bei Paris (www.kyudojo-noisiel.fr) statt.

Obwohl es in Form „Benkyo-Kai“ (Lerngruppe) war, hat die Kyoshi-Gruppe die Lehrerrolle übernommen und vorbereitete Vorträge und Programme durchgeführt. „Es war undenkbar, nur innerhalb europäische Shoto-Träger ohne Anleitung vom japanischen Senseis eigene Seminare zu organisieren“ sagte der Kyoshi 7.Dan Tryggvi Sigurdsson am Beginn des Seminars und betonte, dass fast die Hälfte der europäischen Shogo-Träger heute anwesend sind. Ich kannte jedoch nicht alle, die dort waren und merkte, dass ich seit langer Zeit nicht mehr beim EKF- oder ANKF-Seminar war (mein letzter Besuch eines EKF-Seminars war 2005 in Den Haag)

Gleich nach dem Yawatashi haben die Teilnehmer in der Kyogi no Maai (Wettkampftiming) Hitote (ein Paar Pfeile) geschossen. Ich habe mich sehr gefreut zu sehen, dass einigen bekannte Schützen einen große Fortschritt gemacht haben und sie so gut & schön schießen. Ich reflektierte mich gleichzeitig, wie es bei mir gelaufen ist….. trotz viele Zwangspausen und Ausreden habe ich leider eher das Niveau gehalten als weiter entwickelt. Das Feedback von der Kyoshi-Gruppe: lots of efforts (viele Bemühungen) and sincerely (Aufrichtigkeit oder Gutmütigkeit) waren sichtbar, jedoch technische Defizite im „Tenouchi“ und durch „Überziehen von Rechts“. Danach hatten die Teilnehmer gleich die Möglichkeit, individuelle Korrekturen beim Schießen zu bekommen.

Nach der Mittagspause wurde Tachi-Sharei (Zeremonie Stand-Form) durch Claude, Ray und Feliks vorgeführt. Die Abläufe sind viel einfacher und unkomplizierter als andere Sharei-Formen, aber die Lehrer-Gruppe und sowohl die Teilnehmer hatten viele Fehler und Schwierigkeiten sauber zu schießen, da es absolut „ungeübte und ungewohnte“ Abläufe waren.  Gleichzeitig haben die Teilnehmer versucht, bei jedem Schuss seine individuellen Korrekturen in Tachi-Sharei umzusetzen.

Der 2. Seminar-Tag hat mit Hitotsu-Mato durch Charles-Louis, Gerald und Laurence angefangen. Das war ein sehr solides TaiHai und gute Schüsse gewesen. Kurz vor der Mittagspause wurde eine Präsentation über Renshi no Kokoro-Gamae (Haltung für Renshi) durch Gerald vorgetragen. Es war sehr klar strukturiert und verständlich gewesen. Beim Mittagessen habe ich extra ein japanisches Bier „Ichiban Shibori“ erhalten, da ich am 1. Tag beim Mittag erzählte, dass ich mit dem Bier besser alle Information in meinen Schädel kriegen kann als mit Wein. Mein erstes Wort war „Thank you, you made my day“.

Nach der Mittagspause haben wir zu fünft weiterhin „Tachi-Sharei“ geübt und dabei technische Korrekturen erhalten. So erfüllt und ein glückliches Gefühl vom Bier (das ist nicht, dass ich faktisch ein Bier bekommen haben, sondern dass ich so viel Aufmerksamkeit und besondere Gastfreundlichkeit erhalten habe) fühlte ich mich befreit und konnte sogar die körperliche Müdigkeit genießen. Tryggvi hat in der letzten Stunde sehr leidenschaftlich „Tenouchi“ vor dem Makiwara unterrichtet. Es überraschte mich etwas, aber positive, da ich noch nicht diese Passion und Emotion von ihn kannte. Ich habe so viele guten Geist und Willen durch Ishin-Denshin (von Herzen zu Herzen) erhalten und das allein hat die Reise nach Paris  gelohnt.

Ich möchte mich noch einmal bei der Lehrer-Gruppe, die uns gezeigt hat  „es geht noch weiter“ und „zusammen miteinander entwickeln“ und bei der Organisation, die so herzliche angenehme Atmosphäre im Raum geschaffen hat, bedanken.

 

10 Jahre Kyudo in Bonn – Teilnahmebericht

Am Samstag den 17.09.2016 feierte der Verein in Bonn sein 10-jähriges Jubiläum. Am gleichen Tag fand das Fußballspiel (Bonner SC gegen 1FC Köln U23) direkt neben der Halle statt. So hat die Veranstaltung sehr dynamisch begonnen. Direkt nach der Begrüßung hat das Mato-Asobi (Zielspiel) mit 23x Teilnehmer begonnen. Sehr innovative und interessante Zielen wurden vorbereitet.

  1. Durchgang mit 24cm Mato mit 10 Punkte
  2. Durchgang mit mehrere Kreisel in der verschiedenen Größen und Punkten
  3. Durchgang mit gemalte Zahl „10“
  4. Durchgang mit gehängte Fächer
  5. Durchgang mit 10-Jahre Scheibe und gemalte kleine Ziele
  6. Durchgang mit vier Fläche 10-16-6-10 Punkte
  7. Durchgang mit Ginteki (Silber-Mato) mit 9cm Durchmesser

Film: Mato-Asobi

Die Ergebnisse…..

Ergebnisliste Mato-AsobiPlatz 1 Sven, Platz 2 der Trainer und Jürgen, Platz 3 Detlef

Nach einer kleinen Pause fand der Einzelwettkampf „Bonn-Sia-Cup“ statt. Während des Wettkampfs wurden wir die ganze Zeit von Fußball-Zuschauern „angefeuert“. Nach 3x Durchgängen wurde der Trainer 1. Platz mit 9/10 Treffern und der 2. Platz mit 7/10 Treffer für Gisela entschieden. Zum 3. Platz mussten 4 Personen mit 5/10 Treffern noch in Enkin-Kyosha gestochen werden. 2 von 4 haben das Mato getroffen und der Pfeil von Christoph landet etwas näher zum Mittelpunkt als der Pfeil von Johannes. Somit hatte Christoph den 3. Platz erreicht.

 Film: Enkin erster / Ekin zweiter / Ekin dritter / Enkin vierter

Anschließend hat die Taiko-Gruppe aus Düsseldorf, Shin-Daiko (www.shin-daiko.de) in der Halle sehr energetisch gespielt. Dabei war ein Mitglied vom Bonner Verein auch dabei und hat  mitgespielt.

Film: Taiko 1 / Taiko 2 / Taiko 3

Bilanz vom Heute, 1x Silber-Mato, Urkunde von 1. Platz und Bonsai mit Anleitung.

Preis

 

Sommer Gasshuku

Da eine geplanter Bundeslehrgang an diesem Wochenende abgesagt wurde, haben wir ein paar Freunde aus Frankfurt zu einem Gasshaku unter dem herrlichen (noch) Sommerwetter in Waldniel eingeladen. Der 1. Gasshuku-Tag ist wie immer der lange Tag, mit viel und intensivem Schießen. Kurz vor der Pause haben wir vier Pfeile in der Kyogi no maai geschossen. Der erste Platz wurde bereits mit vier Treffer vergeben. Vier Personen (Yoko, Michael B, Michael L und Irmgard) hatten mit zwei Treffern Gleichstand und deshalb musste eine weitere Runde auf eine Zielscheibe geschossen werden, um die Platzierung zu entscheiden. Da die erste drei Schützen trafen und davon zwei Pfeile gleich entfernt von der Zielmitte waren, musste noch eine zusätzliche Enkin-Runde geschossen werden. Michael B. platzierte sich als 2. und Yoko für den 3. Platz. Danach gab es einen Ausflug in das Naturschutzgebiet, Erholung in den Hängematten und auch Materialkunde (richten des Bogens).

Siehe Video Clips „Enkin Kyosha“

Enkin I (Yoko) Enkin II (Michael L.) Enkin III (Michael B.) Enkin IV (Irmgard)

Abends hatten wir ein kulinarisches und vegetarisches 6 Gänge Menü:

  • Feigen mit Basilikum an Salat
  • Nudeltäschchen mit Ziegenkäse
  • Pilz-Süppchen
  • Tarteletts mit Puy-Linsen
  • Käseküchlein mit Hinbeersorbet und Minz Esupuma
  • Käse-Auswahl

Anschließend haben wir nach einer Sake-Runde in informeller Kleidung bis Mitternacht geübt.

Am 2. Gasshuku-Tag haben wir uns mit Umkraut zupfen im Garten aufgewärmt. Nach dem Mochimato-Sharei durch Shige, Beate und Michael haben die Teilnehmer im extremen Regenguss mit starkem Wind TaiHai praktiziert. An dem Nachmittag schien die Sonne wieder und wir haben den Sommer bis halb vier voll genossen.

Siehe Video Clips: Regenguss im Yamichi

Bis zum nächsten Gasshuku!

17. Frankfurt Open – Teilnahmebericht-

Am Samstag, den 27.08.2016, trafen sich 41 Teilnehmer (Rekordanzahl) unter extrem hohen Temperaturen (Rekordtemperatur) aus verschiedenen Bundesländern auf dem künftigen Dojo-Gelände des Kyudojo Frankfurt e.V. in Frankfurt Niederrad. Ein derartiger Wettkampf „auf einem völlig freien unebenen Gelände“ ist einzigartig (außer Enteki Weit-Schießen auf 60m Entfernung). Daher ist der 1. Durchgang immer spannend, um Orientierung am Schießplatz und im Zielbereich zu bekommen. Einige hatten Glück oder Unglück mit dem Platz oder mit dem Wind beim Schießen. Es gab so viele Geräusche (Flugzeuge, Güterzüge, Hubschrauber, Anfeuerung aus dem Fußballstadion,…), die die Wettkampfstimmung vermehrt haben. Nach der 5. Runde mit je 4 Pfeilen hatten zwei Schützen mit 14 die meisten Treffer. Nach dem Stechen hat der Trainer nach 15 Jahren (3. Frankfurt Open in 2001) den Titel wieder geholt und den Wanderpokal nach Waldniel gebracht. Anschließend gab es das traditionelle Grillfest. Vermutlich war dieses Frankfurt Open das letzte Mal auf dem freien Gelände und im nächsten Jahr findet das erste Frankfurt Open im Dojo statt.

Taiko Spiel

Sonntagstraining – Besuch von Kölner- und Neandertaler Schützen

Am Sonntag den 7.8. fand das offene Training im Zeitraum von 13 bis 18 Uhr statt.  Aus dem Verein Kyudo Gruppe Köln und Kyudoverein Neandertal kamen insgesamt 6 Personen.

Während des Trainings hatten wir angenehmes Wetter (Temperatur um 23°C, Luftfeuchtigkeit 65%). Der konstante Westwind brachte den Klang vom Windspiel (japanisches Glöckchen) und das Plätschern vom Wasserfall ins Dojo. Deswegen haben wir sowohl das Schießen wie auch die Pausen genossen.

Hoffentlich können wir noch öfters hier zusammen gemeinsam schießen.

 

Sonntagstraining – Besuch vom Düsseldojo

Nach dem Motto „Viel Freude am Schießen und diese mit vielen Leuten teilen“ haben wir unseren Nachbar Kyudo Verein Düsseldojo e.V. aus Düsseldorf am 17.07.2016 zum Sonntagstraining eingeladen.

Das Training begann ab 13 Uhr unter der in Japan ähnlich hohen Luftfeuchtigkeit. Der Verein Düsseldojo wurde wie wir im Jahr 2013 gegründet und sie haben viele neue Mitglieder durch eine aktive Öffentlichkeitsarbeit und effektiven Werbemaßnahmen gewonnen.

Die jüngeren Schützen treten an die Shai, öffneten den Bogen großzügig und schossen sehr dynamisch zum Ziel. Man kann vom Eindruck des Schießens sehen, wie gut das Verhältnis zwischen den Trainer und den Schüler funktioniert, und dass das anstehende Projekt „Dojobau“ den Verein zusammenschweißt.

Zwischendurch fand das Training in einer Wettkampfsituation statt, damit die jüngeren Schützen die besonderen Abläufe auch in einem fremden Dojo erfahren können. Durch Zufall sind die Entscheidungen nach Izume- und Enkin-Kyosha ergeben. Irgendwann stehen die Schützen in einem echten Wettkampf und konnten so besondere Erfahrung für sich sammeln.

Zum Schluss wurde ein kompletter TaiHai-Durchgang von der Trainergruppe vorgeführt, den die jüngeren Schützen demnächst lernt werden.

Mit dem sommerlichen Wetter freuen nicht nur die Schützen, sondern auch die Bewohner im Teich. Sie quaken (Frösche) und spritzen Wasser (Koi).

Ich hoffe, dass das Training das Motto erfüllt hat und das Zusammenschießen bald wiederholt wird.

Der Trainer

Gasshuku – Gruppe aus Frankfurt

Am Wochenende (2.-3. Juli) fand ein Gasshuku (合宿)im Ryu-Sui-Kan Dojo mit der Gruppe aus Frankfurt statt. Ein Paar war bereits einen Tag vorher angereist, zum Training und unsere Gourmet Küche zu kosten. Es war relativ kalt (12-19°C) für Juli, aber sehr angenehm in Freien zu schießen. Zwischendurch kam etwas Regen aber fast durchgehend hatten wir Glück mit der Sonne.

Am ersten Tag hat das Gasshku mit dem Vorschießen in Form einer Mochimato Sharei (Ite: Michael / Beate, Trainer in Frankfurt) begonnen. Anschließend haben die Teilnehmer in TaiHai-Form Hitote geschossen. Anschließend wurde ein Vortrag über den japanischen Geist im Bogen gehalten. Vor dem Abendessen haben die 9x Teilnehmer eine kleine Wettkampfsimulation trainiert. Jeder hat Hitote im TaiHai geschossen. 5 Schütze mit einem Treffer haben in Form eines Izume-Kyosha (射詰競射) geschossen, um die Platzierung zu entscheiden. Nach 4x Durchgängen kam endlich die Entscheidung. Die restlichen 4 Schützen haben in Form eines Enkin-Kyosha (遠近競射) geschossen, um die Platzierung zu ordnen. 2 von 4 Schützen haben in die Nähe des Zentrums getroffen. Es war eine spannende Entscheidung und glückliche Erfahrung egal welche Position man erreichte. Nach einem gemütlichen Abendessen am Feuer haben einige motivierte bis Kurz vor Mitternacht neben dem Fußballspiel Deutschland gegen Italien trainiert.

Der zweite Tag begann mit dem Vorschießen in Form einer Mochimato Sharei (Ite: Beate / Michael / Shige). Anschließend haben die restliche Teilnehmer Hitote im TaiHai geschossen. Es war deutlich zu sehen, dass einige mit dem intensiven Training einen „Durchbruch“ hatten. Auch wurden alle drei Pfeile, die im Teich gelandet sind, problemlos durch Schützen heraus gefischt.

Der Pfeil schwimmt und treibt selbst bis zum Ufer, solange die Spitze und die Nocke noch intakt sind.

 

Deutsche Meisterschaften in Karlsruhe am 11./12. Juni 2016

Einmal pro Jahr finden die Deutsche Meisterschaften in 3x Einzel (ab 5. Dan, Dan- und Kyu-Träger) und 1x Mannschaftswettbewerb statt. Es ist wichtig, alte Kyu-Jin wiederzusehen und sich sehen zu lassen und die Tendenz der Kyudo-Entwicklung in Deutschland zu beobachten.

Wie immer hatte ich selbst an der Sempai-Meisterschaft (12 Teilnehmer, 4 Durchgänge je 2 Pfeile) teilgenommen. Es war eine relativ entspannte Atmosphäre, aber sehr warm und feucht in der Halle. Reinhard belegt den 1. Platz mit 7 Treffern. Inklusive mein Verhalten haben die Sempai relativ glatt (ohne Hop oder Top) geschossen, jedoch fehlen die Leidenschaft, Entschlossenheit, Ehrgeiz in positive Sinne, die beim normalen Training deutlich mehr vorhanden sind.

Anschließend fand die Einzel-Meisterschaft (32 Teilnehmer, 2 Pfeile für Qualifikation nach Stilwertung und danach KO-Tournament) statt. Einige neue Schütze sind teilweise von der Kyu-Einzelmeisterschaft aus dem Vorjahr dazu gekommen. Das gesamte Niveau wurde deutlich höher. Einige Schützen haben so einfach und natürlich geschossen und waren so geistig befreit. Diese Leute haben dementsprechend höhe Bewertung beim Stilpreis verdient.

Der 2. Tag begann mit der Mannschaftsmeisterschaft (8x Mannschaften, 3er Mannschaft 5x Durchgänge je 4 Pfeile). Das Team Hessen hat 4 Jahre in der Reihe den 1.Platz verdient. Es liegt daran, dass die Mannschaft aus einem Verein (Frankfurt) besteht und dass sie oft zusammen im Team trainieren können. Es ist eindeutlich zu sehen, wie wichtig das ist, völlig verlässlich und vertraut zu sein, bringt die beste Ergebnisse. Persönlich war ich als Kampfrichter im Einsatz und hatte nach der Regelung die Zielbildkontrolle vorgenommen. Insgesamt wurden 4 Treffer nicht anerkannt wegen Zielbild-Fehler.  Es gibt und gab so viele Diskussion über das Zielbild, aber es ist Bestandteil der Wettkampfregelung, die alle Teilnehmer kennen und folgen müssen.

Zum Schluss fand Kyu-Einzelmeisterschaft (23 Teilnehmer, 2 Pfeile für Stilwertung und 3x Durchgänge je 4 Pfeile) statt. Persönlich wurde ich als Wertungsrichter eingesetzt. (Bewertung nach fünf Kategorien, 1) Ashibumi bis Yugamae, 2) Uchiokoshi und Hikiwake, 3) Kai-Hanare, 4) Zanshin, 5) TaiHai) Systembedingt ist eine feinere Differenzierung nicht möglich, aber es ist gut genug, durchschnittliche Meinung zu bilden. Von diesem Wettkampf habe ich so viele Willen, Mut auch Emotion sehen können, die mir persönlich positive Stimulation erzeugt haben.

Zitat vom Wochenende „Shoshin ni Kaere“ (Anfängergeist nicht vergessen)

-Der Trainer-

30 Jahre Jubiläum White Rose Dojo in London am 4./5. Juni 2016

Unserer Kyudo-Wochenende hat schon am Donnerstag in Waldniel begonnen, als Besuch aus Frankfurt ankam. Am nächsten Tag sind wir zusammen mit dem Auto nach Calais und dann mit dem Fähre nach Dover gefahren. Den Abend haben wir mit einem kleinen Ausflug in die Londoner City verbracht.

Am Samstag den 4. Juni begann die Celebration-Ceremony in der Sporthalle durch Mitglieder des White Rose Dojos (ohne Foto). Die ganze Halle wurde mit viel gutem Willen und Energie gefüllt und die Geschichte des Dojos wurde durch verschiedene Zeremonien ausgestrahlt.  Nach der Pause haben die Gäste in Insai-ha, ANKF und Honda Stil jeweils Hitote geschossen.

Nachmittags hatten wir „Fun-Shooting“ im Garten. Wie immer war es einmalig und dabei wurden viele Pfeile von der Eiche gefangen.

Am Sonntag den 5. Juni hatten wir eine „virtuelle Konferenz“ über Skype mit einem Sensei in Japan. Alle Teilnehmer haben ihn mit dem Schießen begrüßt. Nachmittags waren wir leider schon auf den Rückweg nach Deutschland.

Der Trainer

1. Gasshuku am Pfingst-Wochenende

Am Pfingst-Wochenende fand das 1. Gasshuku (mit Gästen aus der Frankfurter Shomen-Gruppe) in den außergewöhnlichen kalten Temperaturen zwischen 6 und 14 Grad im Ryu-Sui-Kan Dojo statt.

Am 1. Tag hatten wir Spezial-Gäste, Bonsai-Meister aus Essen und Kalligraphie-Meisterin aus Düsseldorf, während eines Mini-Wettkampfes (8 Pfeile nach Treffern). Der Gastgeber belegte den 1. Platz, für den 2. und 3. Platz (Michael vor Andrea) wurde nach Izume und für 4. und 5. Platz (Beate vor Kai) nach Enkin-Hou entschieden. Anschließend fand ein Zielspiel (ca. 9 cm Durchmesser) statt. Abends hat die Gastgeberin leckere indische Gerichte vorbereitet und mit Altbier vom Niederrhein, Wein weiß&rot und natürlich unverzichtbaren Sake angestoßen. Da das Training in Form „Open-End“ war, haben die Gäste bis Mitternacht geschossen.

Am 2. Tag begann das Training mit Yawatashi (Ite Gastgeber Renshi 6. Dan, 1. Kaizoe Beate 5. Dan, 2. Kaizoe Michael 4.Dan)

Anschließend wurde das intensives Übung in Form Mochi-& Hitotsu-Mato und PrüfungsTaiHai durchgeführt. Nach der wärmenden Suppen-Zeit fand die 1. Kyu-Prüfung (5. bis 3. Kyu) mit den Prüfer (der Gastgeber und Günther Dauner) statt. Alle Prüflinge (Serjoscha, Sayaka, Aya und Thomas) haben ihren jeweiligen Grad bestanden. Herzlich Glückwunsch! Danach wurde das Zielspiel vom Vortag fortgesetzt, da keiner getroffen hatte. Als der Pfeil vom Thomas knapp am Mato gelandet war, fiel das Mato nach unten am Boden, daraufhin wurde es von Michael von Hinten durchschossen (= leider ungültig). Direkt mit dem nächsten Schuss hat Beate das Mato endlich „richtig“ getroffen. Nach der Kaffeepause wurde die Gruppe zwei geteilt: freies Training und Spaziergang im Naturschutzgebiet Schwalm-Nette. Die Gastgeberin hat das 3.Gänge-Menue vorbereitet. Trotz der zahlreichen Gerichte und Getränke am Abend wurde die Motivation zum Schießen nicht vernachlässigt. Wie am 1. Tag ging das individuelles Training bis Mitternacht.

Am 3. Tag ging das Training weiter in der Kälte. Zum Schluss haben alle Gasshuku-Teilnehmer mit der letzten Kraft die Abschluss-Zeremonie geschossen. Das war ein wunderschönes langes Wochenende mit Kyudo & gemeinsamen Erlebnissen.

EKF Prüfungsvorbereitung in Bonn

Insgesamt 16 motivierte Teilnehmer (1. Dan bis 5. Dan Anwärter) aus NRW kamen zum Seminar am 30.04.2016 nach Bonn. Sven hat viele Informationen über EKF-Seminare & Prüfungen vorbereitet. Damit war es ein sehr ausgewogenes Programm zwischen Theorie und Praxis. 

 Mein persönliches Anliegen für die Teilnehmer war „der Moment des Abschusses vom Pfeil“. Alle Teilnehmer wussten, dass die Energie bis ins Zanshin maximiert werden soll. Aber keiner hatte ein wirkliches reales Vorstellungsbild, wie und was das ist. Zweitens war es den Teilnehmern nicht bewusst, dass alle Bewegungen inklusive TaiHai dafür da sind, um den besten Schuss zu ermöglichen.

Ich wünsche allen Teilnehmern viel Erfolg bei der Prüfung in Amsterdam!

Shige – der Trainer

 

 

Bericht vom Bundeslehrgang in Frankfurt

Thema: Gewohnheiten durchbrechen

Beim zweiten Bundeslehrgang mit Connie hatten wir ursprünglich mit 25 Teilnehmern geplant. Da uns zum Schluss 41 Anmeldungen vorlagen und zusätzlich noch einige Trainer sich kurz vor dem Meldeschluss angemeldet hatten, mussten wir leider viele Leute, die vorher eine Zusage bekommen hatten, doch noch absagen. Bei dieser Gelegenheit möchte ich mich bei diesen Leuten nochmal entschuldigen. 


Unter den Teilnehmern waren ca. 45% Trainer (Anwärter) und Unterrichtende und 50% über 3. Dan Träger.
Das Thema war „Gewohnheit beim Schießen und im TaiHai durchbrechen“. Das Ziel war, dass die Teilnehmer wahrnehmen, dass ein routiniertes und unbeachtetes Üben letztendlich zu einer „Krankheit“ im Kyudo werden kann.

Jedoch haben die Trainer aus Gewohnheit automatisch die Lehrerrolle bei der Gruppenarbeit angenommen anstatt selber zu praktizieren, was ein sehr schönes Beispiel für das Thema des Seminars war.

Um ein noch breiteres und tieferes Kyudo zu lehren, möchte ich in Zukunft weiterhin zusammen mit der B-Trainerin Connie ein stilübergreifendes Thema aussuchen und viele neue Impulse für die Teilnehmer geben.

Shige – der Trainer