BuL Shomen in Frankfurt 2026

Am Wochenende fand ein Bundeslehrgang Shomen unter der Leitung von Shigeyasu Kameo und Marco Zingsheim statt. 

Nach dem gemeinsamen Angrüßen und der offiziellen Eröffnung begann der Lehrgang mit einem Vorschießen der Teilnehmenden. Im Anschluss gaben die beiden Lehrenden ein erstes gemeinsames Feedback und griffen dabei zentrale Beobachtungen für die weitere Arbeit auf. Ein Schwerpunkt des ersten Tages lag auf dem dynamischen Abschuss sowie dem Zusammenspiel von Tsumeai und Nobiai. In zwei Shajōs blieb dabei viel Zeit für freies Schießen, individuelle Korrekturen und das unmittelbare Ausprobieren der vermittelten Inhalte.

Besonders interessant war die Arbeit aus der Körpermitte und das Bild, im Nobiai immer weiter in die Tiefe einzutauchen. Wie beim Tauchen sollte die Aufmerksamkeit dabei zunehmend nach innen und tiefer in den eigenen Körper geführt werden. Mit jedem weiteren „Meter“ rückte das bewusste Machen ein wenig mehr in den Hintergrund und an seine Stelle trat das Wahrnehmen dessen, was aus der eigenen Mitte heraus entsteht. Die Vorstellung half dabei, Nobiai nicht nur als äußere Ausdehnung zu erfahren, sondern gleichzeitig eine Bewegung in die Tiefe zuzulassen. Ein ungewöhnliches Bild, das einen sehr unmittelbaren und körperlichen Zugang zu einer ansonsten schwer greifbaren Bewegung eröffnete.

Der zweite Tag begann mit einem Hitotsu Mato Sharei. Anschließend wurden aktuelle Inhalte aus dem EKF-Shogo-Seminar aufgegriffen und gemeinsam vertieft. Auch diesmal boten die zwei Shajos viel Gelegenheit zum Schießen, Ausprobieren und für individuelle Korrekturen. Zum Abschluss stand noch einmal das Taihai im Mittelpunkt. 

Die Kimono-Schützen übten gemeinsam das Mochi Mato Sharei, während die übrigen Teilnehmenden parallel am Kihon Tai arbeiteten. So boten die beiden Tage eine schöne Mischung aus Theorie, intensivem Schießen und individuellem Lernen. Besonders der Raum zum eigenen Ausprobieren und Erfahren ermöglichte es, viele neue Impulse für das weitere Training mitzunehmen.

Ein herzlicher Dank gilt den beiden Lehrenden für ihre intensive und aufmerksame Begleitung, dem Frankfurter Dojo für die Gastfreundschaft sowie allen Beteiligten für die angenehme und offene Atmosphäre während des Lehrgangs.

Bericht von Sabrina Kazzaz